14 Farben oder mehr

 

Am frühen Nachmittag starten wir von Humahuaca, auf 2940 m Höhe, nach Osten, zum Cerro Hornocal (Hornocal-Hügel). Der „Hügel“ hat eine Höhe von 4350 m. Das ist so, als würden wir vom höchsten deutschen Gipfel, der Zugspitze, bis 130 m unterhalb des Matterhorn-Gipfels fahren! Die 25 km Straße zum Hügel hinauf ist eine schlechte Schotterpiste mit erheblichem Waschbrett-Anteil. Die ersten Kilometer haben nur geringe Steigung. Aber dann wird es immer steiler, mit immer engeren Serpentinen. Im Reiseführer wird gemahnt: „Vorsicht: Auf die Kühlwassertemperatur achten.“ Tatsächlich müssen wir mehrere Pausen machen, um den Motor herunter zu kühlen. Und unterhalb der Aussicht auf die kurvige Route steht am Straßenrand ein abgestellter Pkw, mit Wasserfleck unter dem Motor.

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Am Ziel angekommen breitet sich vor uns eines der spektakulärsten Panoramen der Quebrada de Humahuaca aus: Der 14-Farben-Berg. Manche Menschen wollen über 30 Farben sehen. Hinzu kommen die geometrischen Formen der Bergwand. Mehr als 10 km lang ist die umgekehrte V-förmige Zickzack-Formation. Die Luft ist dünn hier oben und kühl, während das Wohnmobil von der Sonne aufgeheizt ist. Wir bleiben nicht lange, um Höhenkrankheit vorzubeugen; die soll erst bei mehreren Stunden Aufenthalt in der Höhe ohne Akklimatisation eintreten. Herab geht es leichter, aber die Rüttelstrecke stresst.

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