Lofoten-Winterreise

Dies ist der gesamte Blog unserer Winterreise zu Lofoten und Vesterålen in Nord-Norwegen

Er enthält die Reise durch Nord-Norwegen sowie die Hin- und Rückreise über Schweden (auf 2 Seiten) einschließlich der Zusammenfassung:

english:

Lofoten winter trip

This is the entire blog of our winter trip to Lofoten and Vesterålen in Northern Norway

It includes the trip through Northern Norway as well as arrival and return trip via Sweden (on 2 pages), including the summary:

 

Bei Flakstad

Nur ein paar Kilometer von Ramberg und seinem idyllischen Strand entfernt liegt Flakstad. Hier rast das Nordmeer, in der Ferne rollt die nächste Wetterfront heran.

english:
Near Flakstad

Only a few kilometers from Ramberg and its idyllic beach lies Flakstad. Here the Northern Sea rages, in the distance the next weatherfront is approaching.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltmeisterschaft knapp verpasst

Ende März findet in Svolvær, dem größten Ort der Lofoten, die Weltmeisterschaft im Skrei-Angeln statt. Die Stadt ist voller Menschen. Auf diversen Flächen am Stadtrand steht die größte Anzahl Wohnmobile, die wir je gesehen haben. Die letzten Fischerboote laufen aus. Zunächst machen wir noch ein wenig Sightseeing auf einer der Schären, aus denen der Ort besteht. Beim Leuchtfeuer an der Hafeneinfahrt beobachten wir das Einlaufen der Wettbewerber. Nun wollen wir ins Stadtzentrum fahren, zu dem Festzelt, in dem die Fische gewogen werden sollen.

Bei der Fahrt auf dem schmalen Schlaglochweg im tiefen Schneematsch kommt das Womo etwas nach rechts aus der Spur, Gegenlenken hilft nicht mehr, und schon ist das Fahrzeug in den Graben gerutscht.

Wir haben Glück im Unglück: Das Womo ist unbeschädigt und etwa hundert Meter weiter ist in einer Reifenwerkstatt noch Betrieb. Um Hilfe gebeten, versucht der Handwerker mit seinem Pickup uns aus dem Graben zu ziehen, vergeblich. Er ruft einen professionellen Abschleppdienst an. Der zieht wenig später das Wohnmobil unversehrt zurück auf die Fahrbahn.

Während dessen werden die Fische gewogen, ohne uns, versteht sich. Wir sind überglücklich, unsere mobile Wohnung wieder flott zu haben. Weltmeisterschaft brauchen wir jetzt nicht mehr.

Am nächsten Tag sehen wir auf einer lokalen Zeitung ein Foto des Weltmeisters mit einem riesigen Fisch, den er kaum halten kann.

english:
World Championship just missed

At the end of March, the world championship in skrei fishing takes place in Svolvær, the largest town in the Lofoten Islands. The town is full of people. On various areas on the outskirts of the town stands the largest number of mobile homes we have ever seen. The last fishing boats sail. First we take a little sightseeing on one of the skerries that make up the town. At the beacon at the port entrance we observe the arrival of the competitors. Now we want to go to the town center, to the marquee where the fish are to be weighed.

Driving on the narrow pothole way in the deep slush, the camper comes a little to the right out of the track, counter-steering no longer helps, and the vehicle has slipped into the ditch.

We are lucky in bad luck: The camper is undamaged, and about a hundred meters further in a tire workshop someone is still busy. Asked for help, the craftsman tries to pull us out of the ditch with his pickup, in vain. He calls a professional towing service. A short time later the tow truck pulls the camper back on the road.

Meanwhile the fish are weighed, without us, of course. We are exuberantly happy, having our mobile apartment running again. World championship we do not need anymore now.

The next day we see in a local newspaper a photo of the world champion with a huge fish, he can hardly hold.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vestvågøyas Ostküste

Von Leknes aus fahren wir trotz Regen und Sturmböen entlang der Ostküste von Vestvågøya. In Stamsund entdecken wir einen pittoresken Fischereihafen mit Rorbur (traditionelle saisonal genutzte Fischerhütten). Jemand hängt gerade filetierten Fisch zum Trocknen.

english:
Vestvågøya’s East coast

From Leknes we drive along the east coast of Vestvågøya despite rain and sqalls. In Stamsund we discover a pitoresque fishing port with rorbur (traditional seasonal fishing huts). Someone is hanging filleted fish to dry.

The furthest ends of the fjords are often covered by an ice layer. After a few days with relatively mild temperatures and rain some of the ice surfaces are broken. The ice floes lie at low tide like puzzle pieces on the dry fallen fjord floor. On snow-capped areas stands water, which shines in the rare sunrays.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hintersten Enden der Fjorde sind häufig von einer Eisschicht bedeckt. Nach einigen Tagen mit relativ milden Temperaturen und Regen sind einige der Eisflächen aufgebrochen. Die Eisschollen liegen bei Ebbe wie Puzzelteile auf dem trocken gefallenen Fjordboden. Auf schneebedeckten Flächen steht Wasser, das in den seltenen Sonnenstrahlen glänzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnee in Henningsvær

Einer der schönsten Orte der Lofoten ist Henningsvær. Auf mehreren mit einander verbundenen Schären ragt es weit ins Meer hinein und ist von weiteren Schären umgeben. Wir fahren zunächst ans Ende des Ortes. Dort beobachten wir, dass die Fische auf den Trockengestellen von den Schneefällen “dekoriert” sind. Das schlechte Wetter lässt nur kurz den Blick vom Aussichtspunkt über den Ort zu, dann schneit es wieder. Am Hafen angekommen, ist der Schneeschauer schon wieder vorbei. Doch als wir einen Spaziergang durch den Ort beginnen, zwingt uns ein heftiger Schneesturm zurück in unser gemütliches Wohnmobil.

english:
Snow in Henningsvær

One of the most beautiful places on Lofoten is Henningsvær. On several connected skerries it stretches far into the sea and is surrounded by further skerries. First we drive to the end of the village. There we observe that the fish on the drying racks are „decorated“ by the snowfall. The bad weather permits only a quick view from the view point over the place, then it snows again. Having arrived at the port, the snow shower is already over. But as we begin a walk through the village, a fierce snow storm is forcing us back into our cozy motorhome.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf hoher See

Hier auf den Lofoten befinden wir uns ja weit im Nordmeer, das macht uns das Wetter immer wieder deutlich. Stundenlanger Regen wäscht Schnee von den Bergen, dass wir befürchten, das prächtige Weiß könnte einem tristen Schwarzgrau weichen. Dann sinken die Temperaturen ein wenig und stundenlange Schneefälle legen wieder eine dicke weiße Decke darüber. Erstaunlich, wie viele Schneeräumfahrzeuge dann unterwegs sind, um Straßen, Plätze, aber auch einige Rastplätze wieder einigermaßen befahrbar zu machen.

Auch Wind und Sturm sind hier häufige Begleiter. Aber, was nun abgeht, stellt jeden Sturm in den Schatten, den wir je erlebt haben. Schon bei Henningsvær haben kräftige Sturmböen an unserem Wohnmobil gezerrt.

Zwischen den Inseln Austvågøya und Gimsøya liegt die Meerenge Gimsøystraumen, eine starke Gezeiten-Strömung. Sie wird von der E10 auf einer hohen Bogenbrücke überquert. Als wir sie erreichen, zeigt ihre Windwarn-Anzeige “gesperrt” an und Windgeschwindigkeiten bis zu 30 m/s, entsprechend ca. 108 km/h. Wie ein paar andere Fahrzeuge vor uns, warten wir auf nachlassenden Wind. Kurzzeitig verschwindet die “gesperrt”-Anzeige und einzelne Fahrzeuge fahren über die Brücke. Einige Fahrer ignorieren die Sperrung ohnehin.

Wir sehen kurz- und mittelfristig keine Perspektive, mit unserem hohen Fahrzeug gefahrlos die Brücke zu befahren. Umkehren und auf unseren Lieblings-Rastplatz Austnesfjorden zu fahren, ist viel zu gefährlich. Plötzlich stehen wir auf der E10 in einer Schneesturmböe und können nicht mal mehr die Straße vor uns sehen. Null Sicht!

Unsere Rettung ist der Rastplatz vor der Brücke, auf dem man nicht länger als vier Stunden parken darf. Aber wir parken garnicht, wir überleben hier die (unruhige) Nacht. Dafür stellen wir das Fahrzeug mit der Rückseite in den Wind. Der schaukelt es trotzdem wie auf hoher See.

english:
On main sea

Here on Lofoten we are far in the Northern Sea, the weather makes us clear again and again. Hours of rain rain washes snow from the mountains that we fear the magnificent white might give way to a dreary black-gray. Then the temperatures drop a little and for hours snow falls again put a thick white blanket over it. It is astonishing how many snowploughs are out and about to make drivable again roads, squares, and some rest areas.

Wind and storm are frequent companions, too. But what is going on, dwarfs every storm we have ever experienced. Already near Henningsvær strong winds have dragged on our motorhome.

Between the islands of Austvågøya and Gimsøya lies the strait Gimsøystraumen, a strong tidal current. It is crossed by the E10 on a high arch bridge. When we reach it, its wind warning display shows „blocked“ and wind speeds up to 30 m/s, corresponding to about 108 km/h. Like a few other vehicles in front of us, we wait for decreasing wind. At short notice, the „blocked“ display disappears and individual vehicles travel over the bridge. Some drivers ignore the blocking anyway.

In the short and medium term, we see no perspective of driving the bridge safely with our high vehicle. To turn back and drive to our favorite rest area, Austnesfjorden, is much too dangerous. Suddenly on the E10 we stand in a snowstorm sqall and can not even see the road in front of us. Zero view!

Our rescue is the rest area before of the bridge, where you may not park longer than four hours. But we do not park, we survive the (restless) night here. For this we place the vehicle with the back in the wind. It still rocks it like on main sea.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wintersonne

In den Morgenstunden hat sich der Sturm langsam gelegt. Unser Wohnmobil steht inmitten einer frischen, ca. 15 cm hohen Lage Schnee und Graupel. Die Sonne strahlt von einem blauen Himmel. Bei perfektem Winterwetter umrunden wir den Norden von Vestvågøya. Bei Kvalnes gibt es einen Schneeschauer, während in der Ferne die Berge Gimsøyas leuchten. Wenig später fahren wir wieder im Sonnenschein.

english:
Winter sun

In the morning hours the storm has slowly decreased. Our mobile home is surrounded by a fresh, about 15 cm high layer of snow and graupel. The sun shines from a blue sky. In perfect winter weather we circle the north of Vestvågøya. At Kvalnes there is a snow shower, while in the distance the mountains of Gimsøya shine. A little later we drive again in the sunshine.

Near the large, frozen lake Innerpollen we visit the farm shop Aalan. Here you can buy goat cheese, goat sausage and Lofoten herbs, but also the goat variant of the brown Norwegian cheese, delicious!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Nähe des großen, zugefrorenen Sees Innerpollen besuchen wir den Hofladen Aalan. Hier gibt es u. A. Ziegenkäse, Ziegenwurst und Lofoten-Kräuter zu kaufen, aber auch die Ziegen-Variante des braunen norwegischen Käse, lecker!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eggum

Jenseits des Ortes Eggum an der Nordküste von Vestvågøya ist am Rand eines Naturreservats ein Wohnmobilstellplatz. Der Platz ist schön oberhalb des Meeres gelegen, im Sommer ist er gebührenpflichtig. Am Abend machen wir einen Spaziergang am steinigen Strand und beobachten den dramatischen Himmel.

english:
Beyond the village of Eggum on the north coast of Vestvågøya is a camper pitch on the edge of a nature reservation. The place is beautifully situated above the sea, in summer it is subject to charge. In the evening we take a walk on the stony beach and watch the dramatic sky.

Between two heavy graupel showers we see at midnight our strongest northern lights so far. Unfortunately, clouds make the performance only short. For the late breakfast in the snowed in motorhome, the sun shines again from the blue Lofoten sky.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen zwei heftigen Graupelschauern sehen wir um Mitternacht unsere bisher stärksten Nordlichter. Leider sorgen Wolken dafür, dass die Vorstellung nur kurz währt. Zum späten Frühstück im eingeschneiten Wohnmobil scheint wieder die Sonne vom blauen Lofoten-Himmel.

Austnesfjord

Wie schon erwähnt, ist der Rastplatz Austnesfjorden, etwa 15 km nordöstlich von Svolvær an der E10 gelegen, unser bevorzugter Stellplatz hier auf den Lofoten. Wir stehen hier ruhig, weit genug von der Straße, mit schöner Aussicht auf den Fjord. Meistens steht hier nachts noch der eine oder andere Camper. Und es gibt hier ein sehr gutes Toilettenhäuschen, in dem auch eine automatische Entsorgungsstation für Camper-Toilettenkassetten installiert ist. Sie ist sogar gebührenfrei.

Nach mehreren stürmischen und verregneten Tagen haben wir nun den dritten Tag in Folge, der sonnig beginnt. Bei Windstille und ausgezeichneter Sicht fahren wir am Austnesfjord entlang in Richtung Süden und genießen die herrlichen Aussichten.

english:
As already mentioned, the rest area Austnesfjorden, about 15 km north-east of Svolvær at the E10, is our preferred pitch here in the Lofoten Islands. We stand here quiet, far enough from the road, with a beautiful view of the fjord. Usually at night one or more other campers stay here, too. And there is a very good toilet building, in which an automatic camper toilet disposal is installed. It is even free of charge.

After several stormy and rainy days, we have the third day in a row, which starts sunny. In calms and excellent visibility we drive south along the Austnesfjord and enjoy the wonderful views.

And then Mrs. Roundgetter discovered trolls hiding in the snow.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann entdeckt Frau Rumkommer noch Trolle, die sich im Schnee verstecken.

 

 

 

Kabelvåg

Kabelvåg, gleich westlich von Svolvær, ist ein hübsches Städtchen. Großartig sind die Aussichten von der Hafenmole.

english:
Kabelvåg, just west of Svolvær, is a pretty little town. Gorgeous are the views from the harbor mole.

Reflektionen

Bei Kleppstad steht nahe der E10 mitten in der Landschaft ein Kunstwerk von Dan Graham (USA): Ein großer, teildurchsichtiger Hohlspiegel. In frischem Schnee, bei herrlichem Winterwetter und Spätnachmittags-Licht sind die Spiegel-Bilder ganz andere, als im Sommer 2012. Außerdem konkurriert heute das Meer mit seinen Spiegelungen.

english:
Reflections

Near Kleppstad close to the E10 in the middle of the landscape stands an art work by Dan Graham (USA): A large, semi-transparent hollow mirror. In fresh snow, with wonderful winter weather and late afternoon light, the mirror images are quite different than in the summer of 2012. In addition, the sea today competes with its reflections.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nordlicht am Austnesfjord

Die Tage werden hier in Nordnorwegen jetzt rapide länger, ab Ende Mai ist auf den Lofoten Mittsommernacht. Entsprechend werden die Nächte kürzer. So müssen wir bis etwa 23 Uhr warten, bis sich am Austnesfjord Nordlichter am teilbewölkten Himmel zeigen.

english:
Northern lights at the Austnesfjord

The days here in northern Norway are now getting longer rapidly, from the end of May there will be midnight sun on Lofoten. Accordingly, the nights get shorter. So we have to wait until about 11 p.m., until northern lights show in the partially cloudy sky at Austnesfjord.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Laukvik

Wieder mal haben wir Glück mit dem Wetter, als wir endlich die Nordostküste von Austvågøya erkunden. Der etwas abseits gelegene Fischerort Laukvik liegt wie gemalt zwischen Schären und schneebedeckten Bergen.

english:
Once again we are lucky with the weather when we finally explore the northeast coast of Austvågøya. The fishing village Laukvik, situated a bit off lies like painted between skerries and snow-capped mountains.

Grunnførfjord und Morfjord

In der Mitte des Grunnførfjord führt die Straße über einen Damm mitten durch den Fjord hindurch. Die Aussicht auf die Berge, die den Fjord begrenzen, ist atemberaubend. Bei ansteigender Flut strömt das Meerwasser mit hohem Druck durch Öffnungen im Damm. Im Uferbereich des Fjords treibt der Wind Schnee aufs Wasser, das dort eine milchige Eisschicht bildet.

english:
Grunnførfjord and Morfjord

In the middle of Grunnførfjord, the road crosses the fjord on a dam. The view of the mountains that delimit the fjord is breathtaking. As the flood increases, the sea water flows through openings in the dam at high pressure. In the waterfront of the fjord, the wind drives snow on the water, which forms a milky ice layer.

The Morfjord still further east, we have to circle around completely. This is rewarded with magnificent views. With our rubber boots we trudge through deep snow down to a small sandy beach.

 

 

 

 

 

 

 

Den noch weiter östlich liegenden Morfjord müssen wir ganz umrunden. Das wird mit herrlichen Ausblicken belohnt. Mit unseren Gummistiefeln stapfen wir durch tiefen Schnee hinunter zu einem kleinen Sandstrand.

Der Himmel tanzt

Am einsamen Morfjord haben wir einen kleinen Parkplatz entdeckt, an dem wir die Bedingungen für Nordlicht-Fotografie für recht gut halten. Rechtzeitig machen wir uns auf den Weg, um dort zu sein, bevor es richtig dunkel ist.

Der halbe Mond beleuchtet die Landschaft recht gut, so sind Strukturen in den Bildern zu erkennen. Außerdem können wir uns im Mondschein besser orientieren. Der Nachthimmel bleibt praktisch wolkenfrei während der halben Stunde, in der das Nordlicht am Himmel tanzt.

english:
The sky dances

At the secluded Morfjord we have discovered a small parking lot, where we consider the conditions for northern light photography to be quite good. In time, we set out to get there before it is really dark.

The half moon illuminates the landscape quite well, so structures can be seen in the pictures. In addition, we can orient ourselves better in the moonlight. The night sky remains practically cloudless during half an hour, when the northern lights dance in the sky.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschied von den Lofoten

Nach rund zwei Wochen auf den Lofoten sind wir nochmal auf die Vesterålen gefahren. Die Fähre bringt uns von Fiskebøl nach Melbu. Auf der Insel Hadseløya gibt es nordwestlich von Melbu einen Rastplatz mit großem Freizeit-Areal.

In unseren Gummistiefeln gehen wir durch hohen Schnee zuerst zum felsigen Meeresufer dann zum Sandstrand, vorbei an noch rauchenden Grillplätzen. Für praktisch alles ist hier gesorgt: Tisch und Bänke, Toilette und Spülbecken; sogar Müllcontainer für getrennten Abfall stehen bereit, einschließlich Behälter für Grillreste und für Einmal-Grills. Da der Sommer nur kurz ist, wird eben auch im Schnee gegrillt. Von hier geht der Blick auf die Bergwand der Lofoten.

english:
Farewell from Lofoten Islands

After about two weeks on Lofoten Islands we go again to Vesterålen islands. The ferry carries us from Fiskebøl to Melbu. On the island of Hadseløya, there is a rest area with a large leisure field, northwest of Melbu.

In our rubber boots we walk through high snow first to the rocky sea shore then to the sand beach, past still smoking grill areas. Practically everything is provided: table and benches, toilet and sink; even containers for separate garbage are available, including containers for barbecue remains and for one-time grills. Since the summer is only short, barbecue takes place in the snow, too. From here the view goes to the Lofoten mountain wall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Polar Park

An vielen Straßen in Norwegen werden wir durch Elch-Verkehrsschilder vor Wildwechsel gewarnt. Häufig gibt es zusätzlich den Hinweis auf “große Elchgefahr”. Allein, die Tiere zeigen sich nicht. Daher witzeln wir schon, dass die Schilder nur für die Touristen aufgestellt sind, damit sie glauben, es gebe hier Elche.

Zur Ehrenrettung der Verkehrsbehörden und der Elche müssen wir einräumen, dass wir einmal eine Elchkuh mit zwei jungen gesehen haben. Abends in der Dämmerung auf Hadseløya überquerten sie etwa 200 m vor uns die Straße. Nette Vorstellung, aber viel zu kurz für Fotografen, zumal bei zu wenig Licht.

Wir wollen Elche sehen, richtig in Ruhe beobachten und fotografieren. Also machen wir uns auf den Weg zum Polar Park nördlich von Narvik. Im nördlichsten Tierpark der Welt gibt es in großen Gehegen außer Elchen, Hirschen, Rentieren und Moschus-Ochsen auch die großen Raubtiere des Nordens zu sehen: Luchse, Wölfe und Braunbären. Im Januar war es hier zeitweise recht warm, dabei sind vermutlich die Höhlen der Bären eingebrochen und die Tiere aus ihrer Winterruhe geholt. Daher sind sie jetzt aktiv.

Die Wetter-Bedingungen für unseren Besuch des Parks sind sehr gut: In der Nacht ist eine ordentliche Lage Neuschnee gefallen, die Temperaturen liegen bei 0° C und die Sonne scheint vom blauen Himmel.

english:
On many roads in Norway, we are warned by elk traffic signs about deer crossing. Frequently there is also the not of „big elk danger“. Alone, the animals do not show up. This is why we are joking that the signs are only for the tourists, so they think there are elks here.

For the rehabilitation of the traffic authorities and the elks, we have to admit that we once saw an elk cow with two cubs. In the evening at dusk on Hadseløya, they crossed the street about 200 meters ahead of us. Nice presentation, but much too short for photographers, especially as there was too little light.

We want to see elks, watch and take pictures in ease. So we head for the Polar Park north of Narvik. In the northernmost animal park of the world, besides elk, deer, reindeer and musk ox the large predators of the north, lynx, wolf and brown bear, can be seen in large enclosures. In January, it was quite warm here temporaryly, and probably the caves of the bears broke in and the animals were taken out of their winter rest. Therefore, they are now active.

The weather conditions for our visit to the park are very good: At night, a good fresh snowfall has fallen, the temperatures are about 0 ° C and the sun is shining from the blue sky.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eiszapfen

Schon auf der Anreise haben wir vereinzelt in Schweden welche gesehen. In Norwegen, das praktisch aus Felsen besteht, sehen wir sie an vielen Stellen: Am nackten Fels bilden sich Eiszapfen, zunächst filigran und schön kristallen. Häufig bauen sich dicke Eiswände auf. Manche hängen bedrohlich über Wegen und Straßen. Regen und Tauwetter setzen ihnen zu, Schnee färbt sie milchig weiß. Wechselt das Tauwetter wieder zu Frost, bilden sich neue Zapfen und die älteren wachsen wieder. Schließlich müssen sie sich doch den höheren Temperaturen ergeben. Aber dann werden sie richtig gefährlich. Sie schmelzen nämlich nicht einfach zusammen. Große Blöcke lösen sich vom Fels und brechen als schwere Klumpen zusammen. An solchen Stellen ist man dann besser gerade nicht.

english:
Icicles

Already on the arrival we saw some singly in Sweden. In Norway, which consists practically of rocks, we see them in many places: On the naked rock form icicles, first filigree and beautiful crystalline. Often thick ice walls build up. Some are hanging threatening above ways and streets. Rain and thaw badger them, snow colors them milky white. When the thaw changes again to frost, new cones are formed and the older ones are growing again. After all, they must yield to the higher temperatures. But then they become really dangerous. They do not simply melt together. Large blocks release from the rock and break as heavy clumps. In such places one is better then just not.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rentiere

Auf den Vesterålen und Lofoten ist die Kultur der Samen nicht sehr präsent. Entsprechend haben wir dort auch keine Rentiere gesehen. Aber schon auf der Insel Hinnøya auf dem Weg zum Polar Park haben sich ein paar an einem Waldrand gezeigt. Westlich von Narvik, bei dem Dorf Virek, sehen wir in kurzem Abstand gleich mehrere Herden nahe der E6 grasen.

english:
Reindeer

On Vesterålen and Lofoten the Sami culture is not very present. Accordingly we saw there no reindeer. But already on the island Hinnøya on the way to the Polar Park a few have shown at a forest edge. West of Narvik, at the village of Virek, in short distance we see several herds close to the E6.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forsåfossen

Südwestlich von Ballangen erreichen wir auf einer schmalen Schotterstraße den Forsåfossen. Offenbar haben die zwischenzeitlich milderen Temperaturen ihn anschwellen lassen. Hier und jetzt friert es aber ein wenig, sodass die Gischt interessante Vereisungen verursacht. Besonders auffällig sind die Eiszapfen an der kleinen Brücke über den Wasserfall und ihren Leitplanken. Aber auch Sträucher am Ufer sind betroffen.

english:
To the southwest of Ballangen we reach the Forsåfossen on a narrow gravel road. Apparently, the temporary milder temperatures have made it swell. Here and now it freezes a little, however, so that the spray causes interesting icing. Particularly striking are the icicles at the small bridge over the waterfall and its guard rails. But also shrubs on the shore are affected.

Moose und Flechten

Beim Forsåfossen machen wir einen Waldspaziergang im tiefen Schnee. Wald ist hier im Norden Norwegens häufig sehr licht und besteht überwiegend aus kleinen, dünnen Birken. Denen haben Wind und Wetter zugesetzt. Vielfach sind sie von Flechten und Moosen bewachsen. Flechten sind im Winter fast das einzige Futter der Rentiere, aber auch Elche ernähren sich davon. Zu unserer Überraschung gibt es hier auch Bartflechten (Baumbart).

english:
Mosses and lichens

At Forsåfossen we go for a forest walk in the deep snow. Forest here in the north of Norway is often very light and consists mainly of small, thin birch trees. They have been obstructed by wind and weather. In many cases they are covered with lichens and mosses. Lichen is almost the only food of reindeer in the winter, but also elks feed on it. To our surprise there are also beard lichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tranøy Fyr

Der Herumkommer möchte seiner Leuchtturm-Sammlung ein besonders schönes Exemplar hinzufügen. In einer Beschreibung von “Tranøy Fyr” heißt es u. A.: “Der Ort ist landschaftlich bemerkenswert, mit spektakulären Aussichten über den Vestfjord auf die hohen Berge der Lofoten”. Eine lange Fußgängerbrücke führt über Eck zum Leuchtturm.

english:
The Aroundgetter wants to add to his lighthouse collection an especially beautiful example. In a description of “Tranøy Fyr” it says among other things: “The site is remarkably scenic with a spectacular view across the Vestfjord to the high mountains of the Lofoten Islands.” A footbridge leads in a rectangle to the light station.

Polarkreis, entspannt

Anders als auf der Hinreise in Schweden überqueren wir in Norwegen den Polarkreis (diesmal in Richtung Süden) ohne Zwischenfall. Die Vegetation hier, recht hoch gelegen, ist sehr karg. Und das Polarkreis-Zentrum an der E6, im Sommer belebt wie ein Bienenstock, ist geschlossen, eingeschneit und nicht erreichbar. Die Zufahrt an der E6 ist nur auf wenige Meter von Schnee geräumt.

english:
Arctic Circle, relaxed

Unlike on the way up in Sweden, we cross the arctic circle in Norway (this time towards the south) without incident. The vegetation here, in quite high elevation, is very sparse. And the Arctic Circle Center at the E6, in summer busy like a beehive, is closed, snowed in and not accessible. The driveway from the E6 is cleared from snow only a few meters.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eisangeln auf dem Umnässjön

Von Mo I Rana an der E6 sind wir über die E12 nach Schweden gefahren. Die Straße heißt “Blå Vägen” (Blaue Straße), weil sie von der Umeälven begleitet wird, mal als Fluss, mal als See. Das Blau ist jedoch kaum mal zu sehen, denn bis auf wenige Ausnahmen ist das Gewässer zugefroren und von Schnee bedeckt.

Bei Forsnacken beobachten wir Eisangler auf einem dieser Seen. Wir wundern uns aber, dass im sicherheitsbewussten Schweden die Männer sich so nah an der Eiskante bewegen. Doch dann sehen wir, dass auf dem Parkplatz nur Fahrzeuge aus Finnland, Lettland und Russland stehen.

english:
Ice fishing on the Umnässjön

From Mo i Rana on the E6 we drove over the E12 to Sweden. The road is called „Blå Vägen“ (Blue Road), because it is accompanied by the Umeälven, sometimes as a river, sometimes as a lake. The blue is hardly to be seen, however, except for a few exceptions the water is frozen and covered by snow.

Near Forsnacken we watch ice anglers on one of these lakes. We are wondering, however, that in the security-conscious Sweden the men are so close to the ice edge. But then we see that only vehicles from Finland, Latvia and Russia stand in the parking lot.

 

 

 

 

 

Skeppsmalen

Schwedens Höga Kusten (Hohe Küste) zwischen Härnösand und Örnsköldsvik ist Weltnaturerbe, insbesondere wegen besonderer geologischer Phänomene. In der letzten großen Eiszeit war dies Gebiet von besonders hohen Eismassen bedeckt. Das bis zu 3 km dicke Eis hat mit seinem Gewicht das Land bis zu 800 m herab gedrückt. Bis heute ist zu sehen, dass das Land sich wieder hebt, Inseln erscheinen, andere Inseln zu Halbinseln werden etc.

Bei Skeppsmalen, einem kleinen Fischerdorf am Ende einer Landzunge, führt ein Wanderweg über gletschergeschliffene Felsen ans Meer und zum Leuchtturm. Hier gibt es Überreste jahrtausender alter Besiedlung, die durch die Bodenhebung nicht mehr am Wasser liegen.

english:
Sweden’s Höga Kusten (High Coast) between Härnösand and Örnsköldsvik is a world heritage, especially due to special geological phenomena. In the last great ice age this area was covered by particularly high ice masses. The up to 3 km thick ice with its weight depressed the land by 800 m. To this day, it can seen that the land rises again, islands appear, other islands become peninsulas, etc.

At Skeppsmalen, a small fishing village at the end of a land tongue, a trail leads over glacier-clad rocks to the sea and to the lighthouse. There are remnants of old settlements, thousands of years old, which are no longer at the water due to the elevation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kraniche

Auf unserer Fahrt entlang der schwedischen Ostküste haben wir mehrmals auf offenen Flächen Kraniche gesehen. Einige waren zu zweit, einer allein, sicherlich auf dem Weg nach Norden. Bei Trödje nördlich von Gävle können wir minutenlang eine ganze Gruppe von ihnen beobachten. Und dann führen sie sogar ihren Hochzeitstanz auf, bevor sie ein paar hundert Meter weiter fliegen.

english:
Cranes

On our trip along the Swedish east coast, we have seen cranes on open areas several times. Some were in pairs, one alone, certainly on the way to the north. At Trödje north of Gävle, we can observe a whole group of them for minutes. And then they even perform their wedding dance before flying a few hundred yards.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit unserem Womo im Lappland-Winter

Das war wirklich ein Abenteuer: Fünf Wochen haben wir das winterliche Lappland bereist. Sieben Wochen dauerte die Reise in den Norden Skandinaviens insgesamt. Auch wenn es März und April war, in Lappland war definitiv Winter. Auf den Lofoten gilt der März als schneereichster Monat, das haben wir erlebt.

english:
With our camper in the Lapland winter

This was really an adventure: we spent five weeks traveling in winter Lapland. Seven weeks lasted the journey to the north of Scandinavia as a whole. Even though it was March and April, in Lapland was definitely winter. On the Lofoten islands march is considered the most snowy month, which we have experienced.

We did not have extreme cold in Northern Norway, as expected, the Gulf Stream takes care of that. West of the Scandinavian mountains in the north of Sweden, however, on the arrival we were confronted with -25° C. This cold has interrupted the diesel supply of our heating system and led almost to an early break with the heating failure.

Although the roads were frequently cleared, many were often adventurously icy. The local vehicles had mainly spikes tires. With our all-wheel drive and good luck, we have averted dangerous accidents. We had bought snow chains, but didn’t have to use them.

In advance, we were quite skeptical about how we would endure weeks of winter, especially in the relative narrowness of the motorhome. Contrary, we really enjoyed the winter. Well, it was a real, white winter, not so dingy gray as it usually comes along in northern Germany. Thanks to our well dimensioned heating, which ran around the clock after the diesel problem was solved, it was pleasantly warm in the camper.

In March the days are so long that there are at least twelve hours of light for activities and photography. On the other hand, the nights are long and dark enough to see northern lights.

Among the greatest experiences of this trip are the northern lights. We appreciate having been able to see them several times. With meticulous tracking of the weather and polar light forecasts, Mrs. Roundgetter has ensured that we have not missed a chance.

Other remarkable experiences are connected with „Törrfisk“ (dryed fish). During our summer trip we had often seen drying racks. But loaded with fishes, or with fish heads, they are much more impressive, especially since the smell experience comes along (however not as bad, as presumed).

Live animals we have rarely seen in winter. Therefore we visited the Polar Park. This was another highlight of the trip. We can highly recommend this wildlife park. On the way back there were still a few encounters with reindeer and in Sweden we observed cranes.

In Lapland, far beyond the Arctic Circle, one could assume lack of civilization. Although there is a lot of wilderness here, there are settlements, villages, cities and good roads: the infrastructures of two of the most advanced countries. Of course, there are supermarkets with first-class selection, bakeries, cafes, gas stations, fashion boutiques, art and more. In Yukon and Alaska, where we were far south of the Arctic Circle, the few villages we have seen we experienced as outposts at the edge of civilization. The Lofoten and Vesterålen are much further north, but infrastructure and civilization are comparable to the south of Norway. That made traveling there pleasant.

For this trip, we had more time than in the summer of 2012, so we could organize the long outward and return journeys pleasantly in many shorter stages and discover something of Sweden.

That the landscape of Lofoten is extraordinarily attractive, especially in the snow, certainly does not need to be explained. The Vesterålen are no less attractive. With similar and further landscapes they are a great destination. The Lofoten Islands are probably better marketed. There we saw more tourists than thought: young people and diverse groups, some with cameras and tripods, others with ski equipment, as well as single travelers and groups with fishing-rods.

Restrictions for mobile homes we have experienced only few. In the winter there were enough pitches, in summer it probably looks different. The infrastructure for mobile homes is quite good in Norway and Sweden even in winter. However, not all the rest areas marked on maps and indicated on the roads were cleared of snow and thus not accessible. Parking lots were often not cleared. Where we were able to park the camper in a parking lot at the road or by a forest path in summer, high snowy mountains piled up.

Remarkable are the mostly free disposals for camper toilets in both countries. In Sweden, many rest areas, mainly at European roads, are equipped with heated toilets and latrines for camper cassettes, some even with fresh water faucet, which even work in extreme cold.

Fresh water is available at almost all gas stations with a kiosk. They have a heated glass cabinet for washing water outside the building. In the cabinet is usually a water tap, some with hose. The water taps in Sweden and Norway have predominantly ½“ thread (as opposed to the ¾“ in Central Europe).

In the Lofoten Islands, there are two rest areas with an automatic disposal station for Thedford toilets, free of charge. The one place is Austnesfjorden, the other Torvdalen, above the lake Innerpollen, with a magnificent view over central Vestvågøya.

We have been astonished at many mobile homes, especially in Northern Norway. There were quite a lot of campers on the road and on pitches and camping sites. And at many houses, campers were apparently parked for the winter.

This is the conclusion of our Lapland winter journey.

Ms. Roundgetter presents her very special Norwegian Lapland photos on her website www.krim-gruettner.de.

On his website www.reinhardprinzmeier.de, the Aroundgetter shows his best shots from Norway.

 

 

 

Extreme Kälte hatten wir erwartungsgemäß in Nordnorwegen nicht, dafür sorgt der Golfstrom. Westlich des skandinavischen Gebirges im Norden Schwedens hingegen waren wir auf der Hinreise mit -25° C konfrontiert. Diese Kälte hat die Dieselzufuhr unserer Heizung unterbrochen und mit dem Heizungsausfall beinahe zum frühzeitigen Reiseabbruch geführt.

 

Obwohl die Straßen häufig geräumt wurden, waren oft viele abenteuerlich vereist. Die einheimischen Fahrzeuge hatten überwiegend Spikes-Reifen. Mit unserm Allrad-Antrieb und viel Glück sind wir gefährlichen Unfällen entgangen. Schneeketten hatten wir vorsichtshalber beschafft, mussten sie aber nicht benutzen.

Vorab waren wir durchaus skeptisch, wie wir über Wochen den Winter ertragen würden, zumal in der relativen Enge des Wohnmobils. Im Gegenteil, wir haben den Winter richtig genossen. Es war eben auch ein richtiger, weißer Winter, nicht so ein Schmuddel-Grau, wie er in Norddeutschland meistens daher kommt. Dank unserer gut dimensionierten Heizung, die nach Beheben des Dieselproblems rund um die Uhr lief, war es angenehm warm im Womo.

 

 

 

Im März sind die Tage schon so lang, dass es jeweils mindestens zwölf Stunden Licht für Aktivitäten und zum Fotografieren gibt. Andererseits sind die Nächte lang und dunkel genug, um Nordlichter zu sehen.

 

Zu den großartigsten Erlebnissen dieser Reise gehören die Nordlichter. Wir schätzen uns glücklich, sie gleich mehrmals gesehen zu haben. Mit akribischer Verfolgung der Wetter- und Polarlicht-Prognosen hat Frau Rumkommer dafür gesorgt, dass wir keine Chance verpasst haben.

 

 

 

Weitere bemerkenswerte Erlebnisse stehen in Verbindung mit „Törrfisk“ (Dörrfisch). Während unserer Sommerreise hatten wir schon öfter Trockengestelle gesehen. Aber mit Fischen bestückt, bzw. mit Fischköpfen, sind sie doch viel beeindruckender, zumal das Geruchserlebnis hinzu kommt (allerdings nicht so übel, wie vermutet).

 

 

 

 

 

Lebende Tiere haben wir im Winter naturgemäß selten gesehen. Darum haben wir den Polar Park besucht. Das war ein weiteres Highlight der Reise. Diesen Wildpark können wir sehr empfehlen. Auf der Rückreise gab es dann doch noch ein paar Begegnungen mit Rentieren und in Schweden haben wir Kraniche beobachtet.

 

In Lappland, weit jenseits des nördlichen Polarkreises, könnte man das Fehlen von Zivilisation vermuten. Obwohl hier viel Wildnis zu finden ist, gibt es Siedlungen, Dörfer, Städte und gute Straßen: die Infrastrukturen von zwei der fortschrittlichsten Länder. Selbstverständlich gibt es Supermärkte mit erstklassiger Auswahl, Bäckereien, Cafes, Tankstellen, Mode-Boutiquen, Kunst und vieles mehr. In Yukon und Alaska, wo wir weit südlich vom Polarkreis waren, haben wir die wenigen Orte als Außenposten am Rande der Zivilisation erlebt. Die Lofoten und Vesterålen liegen zwar viel weiter nördlich, aber Infrastruktur und Zivilisation sind vergleichbar mit dem Süden Norwegens. Das hat das Reisen dort angenehm gemacht.

 

 

 

Für diese Reise hatten wir mehr Zeit, als im Sommer 2012, sodass wir die lange An- und Rückfahrt in vielen kürzeren Etappen angenehm gestalten und etwas von Schweden entdecken konnten.

 

Dass die Landschaft der Lofoten außerordentlich attraktiv ist, zumal im Schnee, braucht sicher nicht erläutert werden. Die Vesterålen sind nicht weniger attraktiv. Mit ähnlichen und weiteren Landschaften sind sie ein großartiges Reiseziel. Vermutlich werden die Lofoten besser vermarktet. Dort haben wir auch mehr Touristen gesehen, als gedacht: Junge Leute und diverse Gruppen, einige mit Kameras und Stativen, andere mit Skiausrüstung, außerdem Einzelreisende und Gruppen mit Angeln.

 

 

 

Restriktionen für Wohnmobile haben wir insgesamt wenige erfahren. Im Winter gab es genügend Stellplätze, im Sommer sieht das vermutlich anders aus. Die Infrastruktur für Wohnmobile ist in Norwegen und Schweden auch im Winter recht gut. Allerdings waren nicht alle auf Karten angegebene und an den Straßen ausgeschilderte Rastplätze von Schnee geräumt und somit nicht zugänglich. Parkplätze waren häufig nicht geräumt. Wo wir im Sommer das Wohnmobil auf einem Parkplatz an der Straße oder an einem Waldweg abstellen und wandern konnten, türmten sich hohe Schneeberge.

 

Bemerkenswert sind die meist kostenlosen Entsorgungsstellen für Camper-Toilettenkassetten in beiden Ländern. In Schweden sind viele Rastplätze, überwiegend an den Europastraßen, mit beheizten Toiletten und Latrinen für Camper-Kassetten ausgestattet, einzelne sogar mit Frischwasserhahn, der auch bei extremer Kälte funktioniert.

 

Frischwasser gibt es ansonsten an fast allen Tankstellen mit Kiosk. Die haben jeweils außen am Gebäude eine beheizte Glasvitrine für Wischwasser. In der Vitrine ist meistens ein Wasserhahn, teils mit Schlauch. Die Wasserhähne in Schweden und Norwegen haben überwiegend ½“-Gewinde (im Gegensatz zu den in Mitteleuropa üblichen ¾“). Gelegentlich konnten wir auch an Auto-Waschanlagen Frischwasser tanken.

 

Auf den Lofoten gibt es zwei Rastplätze mit automatischer Entsorgungsstation für Thedford-Toilettenkassetten, kostenlos. Der eine Platz ist Austnesfjorden, der andere Torvdalen, oberhalb des Sees Innerpollen, mit herrlichem Ausblick über Zentral-Vestvågøya.

Wir haben über viele Wohnmobile gestaunt, insbesondere in Nordnorwegen. Dort waren recht viele Womos unterwegs und auf Stell- und Campingplätzen. Und an vielen Häusern waren Womos offenbar für den Winter geparkt.

 

 

 

Damit ist der Bericht von unserer Lappland-Winterreise abgeschlossen.

Ihre ganz besonderen Norwegen-Lappland-Fotos präsentiert Frau Rumkommer auf ihrer Webseite www.krim-gruettner.de.

Der Herumkommer zeigt auf seiner Internetseite www.reinhardprinzmeier.de seine besten Aufnahmen aus Norwegen.