Australien-Reise

Dies ist der gesamte Blog unserer Reise durch Australiens Rotes Zentrum und Westaustralien

Er enthält die vierwöchige Reise durch Australien ab Frühlingsanfang (auf 4 Seiten), einschließlich Rückblick:

english:

Australia tour

This is the entire blog of our trip through Australia’s Red Center and Western Australia
It contains the four-week trip through Australia from the beginning of spring (on 4 pages), including a review:

 

Nambung National Park

Nach einwöchiger Rundreise durch das wüstenhafte rote Zentrum Australiens haben wir den Pickup Camper in Alice Springs wieder abgegeben. Von dort sind wir rund 2000 km nach Westen geflogen. Aus großer Höhe hatten wir einen schönen Blick auf Uluru. In Perth, der Hauptstadt von Western Australia, haben wir eine Nacht im Hotel verbracht und dann erneut einen Camper gemietet. Es ist ein Ford Transit Kastenwagen. Der ist erheblich komfortabler, als der Pickup Camper. Ein Allradfahrzeug brauchen wir in Westaustralien nicht.

Von Perth fahren wir parallel zur Westküste 250 km nach Norden bis Cervantes. Dort wollen wir die Pinnacles sehen. Doch auf dem Weg dorthin kommen wir im Nambung National Park durch eine Landschaft, die einen krassen Kontrast zum vertrauten Rot der vergangenen Woche bildet: Die schneeweißen Quindalup-Wanderdünen, aus weißem, kalkreichem Sand.

english:
After a week’s tour of the desert-like red center of Australia, we have returned the pickup camper in Alice Springs. From there we flew about 2000 km to the west. From high altitude we had a nice view of Uluru. In Perth, the capital of Western Australia, we spent a night in the hotel and then rented another camper. It is a Ford Transit box van. It is much more comfortable than the pickup camper. We do not need a four-wheel drive in Western Australia.

From Perth we drive parallel to the west coast 250 km north to Cervantes. There we want to see the Pinnacles. But on the way there in the Nambung National Park we come through a landscape that forms a stark contrast to the familiar red of last week: the snow-white Quindalup-shifting dunes, made of white, calcareous sand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pinnacles

Sie machen nur einen kleinen Teil des Nambung National Park aus, aber sie sind seine Hauptattraktion: Die Pinnacles. Entlang einer 4 km langen Sandpiste können wir das Gebiet erkunden.

english:
They are only a small part of the Nambung National Park, but they are its main attraction: The Pinnacles. Along a 4 km long sandy track we can explore the area.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lange Schatten

Je weiter wir in das Gebiet der Pinnacles hinein kommen, umso interessanter ist die Landschaft. Und wir können es kaum fassen, dass gerade dort außer uns niemand ist. Inzwischen steht die Sonne schon sehr tief, die bis zu 5 m hohen Kalksteinsäulen und selbst die Wellen im Sand werfen lange Schatten. Schließlich, als die Sonne untergegangen ist, wirken die Säulen ein wenig gespenstisch.

english:
Long shadows

The further we get into the area of the Pinnacles, the more interesting the landscape. And we can hardly believe that there is nobody there except us. Meanwhile, the sun is already very low, the up to 5 m high limestone columns and even the waves in the sand cast long shadows. Finally, when the sun goes down, the columns look a bit spooky.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salzsee

Wir folgen dem Indian Ocean Drive weiter nach Norden. Hier an der Coral Coast reiht sich ein Schutzgebiet an das andere. Bei Coolimba biegen wir nach Osten ab zum Stockyard Gully National Park und nach wenigen hundert Metern queren wir einen lang gezogenen Salzsee. An den Rändern sind weite Bereiche trocken gefallen. Im Salz liegen mengenweise kleine Schneckenhäuser. Das Salz ist großflächig auskristallisiert und hat praktisch alles mit einer Kruste bedeckt.

english:
Salt lake

We follow the Indian Ocean Drive further north. Here on the Coral Coast one protected area joins the other. At Coolimba we turn east to Stockyard Gully National Park and after a few hundred meters we cross a long-drawn salt lake. At the edges, wide areas have fallen dry. In the salt are a lot of small snail shells. The salt has crystallized over a large area and covered almost everything with a crust.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gebeugte Bäume

Zwischen Greenough und Geraldton, in der Mitte der Coral Coast, ist ein bizarres Naturphänomen zu sehen: Gebeugte Bäume (Leaning Trees). Starke Winde mit hohem Salzgehalt vom nahen Indischen Ozean lassen hier die Red River Gum Trees, eine Eukalyptusart, sich so beugen, dass sie teilweise förmlich am Boden liegen. Direkt am Brand Highway steht bzw. liegt einer von ihnen.

english:
Leaning Trees

Between Greenough and Geraldton, in the middle of the Coral Coast, a bizarre natural phenomenon can be seen: Leaning Trees. Strong winds of high salt content from the nearby Indian Ocean cause the Red River Gum Trees, a species of eucalyptus, to bend so that they are partially on the ground. Right near the Brand Highway stands or lies one of them.

From Geraldton we follow the North West Coastal Highway, which leads for several hundred kilometers through lonely and dry semi-deserts. Near Binnu the road is lined with lush flowering shrubs. We are fascinated by the unknown blossom.

 

 

 

Ab Geraldton folgen wir dem North West Coastal Highway, der über mehrere hundert Kilometer durch einsame und trockene Halbwüsten führt. Bei Binnu ist die Straße gesäumt von üppig blühenden Sträuchern. Wir sind fasziniert von den uns unbekannten Blüten.

 

 

 

 

 

Kämpferischer Vogel

Den Murchison River überquert der North West Coastal Highway in einer sehr trockenen Gegend. An der Galena Bridge machen wir einen Spaziergang zum Ufer. Zur Zeit fließt der Fluss nicht. Hier unterhalb der Brücke stehen noch relativ große Pools, deren Wasserstand schon erheblich gesunken ist. Kaum erträgliche Hitze und Unmengen äußerst lästiger Fliegen treiben uns zurück ins Wohnmobil.

english:
Fierce bird

The North West Coastal Highway crosses the Murchison River in a very dry area. At Galena Bridge we take a walk to the bank. At the moment, the river is not flowing. Here below the bridge are still relatively large pools whose water level has already dropped significantly. Hardly tolerable heat and plenty extremely annoying flies drive us back to the motorhome.

At the Nerren Nerren rest stop we witness a little drama: A beautiful blue bird has discovered a competitor in the rearview mirror of the camper and fights it with all its might. We are worried, because he threatens to crash. As he flies away for a moment we hang a cap over the mirror, so he cannot see the enemy anymore.

 

 

 

 

 

Auf dem Rastplatz Nerren Nerren werden wir Zeugen eines kleinen Dramas: Ein wunderschöner blauer Vogel hat im Rückspiegel des Wohnmobils einen Konkurrenten entdeckt und bekämpft ihn mit aller Kraft. Wir sind besorgt, denn er droht entkräftet abzustürzen. Als er kurz wegfliegt hängen wir eine Mütze über den Spiegel, damit er den Gegner nicht mehr sehen kann.

 

 

 

 

 

 

 

Eagle Bluff

Beim Overlander Roadhouse verlassen wir den North West Coastal Highway und fahren in nordwestlicher Richtung zur Peron Halbinsel in der „Haifischbucht“ (Shark Bay). Die Shark Bay Road führt durch ein trockenes, menschenleeres Gebiet mit niedrigem Buschwerk.

english:
At the Overlander Roadhouse, we leave the North West Coastal Highway heading northwest to the Peron Peninsula in Shark Bay. The Shark Bay Road leads through a dry, deserted area with low bushes.

On the Eagle Bluff a 400 metre boardwalk is perched. Here we have a spectacular view over the Shark Bay Marine Park and on two small limestone islands. In fact, it doesn´t take us long to make out sharks in thew shallow water. In the bay next door an angler is standing in the water. On the way back to the parking lot a monitor crosses our way.

 

Auf der Adlerklippe (Eagle Bluff) ist ein 400 m langer Holzbohlenweg angelegt. Hier haben wir eine spektakuläre Aussicht über den Shark Bay Marine Park und auf zwei kleine Kalkstein-Inseln. Tatsächlich dauert es nicht lange, bis wir im flachen Wasser mehrere Haie ausmachen. In der Bucht nebenan steht ein Angler im Wasser. Auf dem Rückweg zum Parkplatz kreuzt ein Waran unseren Weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blau-Weiß-Türkis

Wenige Kilometer südlich von Eagle Bluff entdecken wir eine kleine Lagune mit besonders weißem Strand. Zusammen mit dem herrschenden Licht und dem Blau des Himmels sowie dem Türkis und Blau des Wassers wirkt diese Szenerie nicht nur euphorisierend, sie erscheint auch wie aus einer anderen Welt.

english:
Blue white turquoise

A few kilometres south of Eagle Bluff we discover a small lagoon with a particularly white beach. Together with the prevailing light and the blue of the sky as well as the turquoise and blue of the water, this scenery not only euphoric, it also seems like from another world.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shell Beach

Etwa an der engsten Stelle der Peron Halbinsel, an ihrer Ostküste, liegt ein breiter Strand aus kleinen, weißen Herzmuscheln: Shell Beach (Muschelstrand). Seit mehreren tausend Jahren haben sich diese Muscheln hier zu einer mehrere Meter dicken Schicht angesammelt. Regen hat daraus Kalziumkarbonat gelöst und damit den eigentlich losen Muschelstrand zementiert. Aus Muschelblöcken von diesem Strand wurden zeitweise in Denham Häuser gebaut.

english:
At the narrowest point of the Peron peninsula, on its east coast, lies a broad beach of small, white cockle: Shell Beach. For several thousand years, these shells have accumulated here to a several meters thick layer. Rain has dissolved calcium carbonate from it and cemented with it the actually loose shell beach. Shell blocks from this beach have been used to build houses in Denham for a while.

When we reach Denham, the only town on the peninsula, an emu crosses the main road right in front of us. And as it says in the travel guide: „If an emu walks across the street, usually a second one follows!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als wir Denham erreichen, den einzigen Ort der Halbinsel, überquert ein Emu direkt vor uns die Hauptstraße. Und wie es im Reiseführer steht: „Läuft ein Emu über die Straße, folgt meist ein zweiter!“

 

 

 

Carnarvon Blowholes

Von Denham geht es zurück zum North West Coastal Highway und dann weiter nach Norden. Carnarvon ist die einzige Stadt weit und breit, umgeben von Obst- und Gemüse-Plantagen. Besonders Bananen werden hier angebaut, aber auch andere subtropische Früchte. An der Straße kaufen wir die besten ‚Pink Lady‘-Äpfel, die wir je gegessen haben. Eigentlich wollten wir noch weiter nach Norden, aber schon hier ist es uns zu warm. Wir werden also umkehren und den Süden Westaustraliens erkunden.

Vorher wollen wir die Blaslöcher bei Point Quobba sehen. Dafür fahren wir nochmal etwa 60 km nach Norden, durch den Salzsee Lake McLeod. Nördlich von Point Quobba bilden zerklüftete, poröse Klippen und Terrassen die Küste. Die Wellen des Indischen Ozeans rollen ungebremst gegen dies Hindernis und verursachen gewaltige Brecher. An einigen Stellen wird die Gischt durch Löcher und Spalten in den Felsen gepresst. Als Fontänen tritt sie wieder aus, bis zu 20 m hoch. Obwohl die Funktionsweise völlig anders ist, erinnern die Fontänen an Geysire. Das alles zusammen ist ein spektakuläres Naturschauspiel, von dem wir uns schwer losreißen können. Bei der Hitze, die hier herrscht, ist einigen Besuchern das versprühte Wasser eine willkommene Erfrischung.

english:
From Denham we return to the North West Coastal Highway and then we continue north. Carnarvon is the only city far and wide, surrounded by fruit and vegetable plantations. Especially bananas are grown here, but also other subtropical fruits. At the road, we buy the best ‚Pink Lady‘ apples we’ve ever eaten. Actually we wanted to go further north, but already here it is too warm for us. So we shall turn around and explore the south of Western Australia.

Before that, we want to see the blowholes near Point Quobba. For this we drive again about 60 km to the north, through the salt lake Lake McLeod. North of Point Quobba rugged, porous cliffs and terraces form the coast. The waves of the Indian Ocean roll unbreaked against this obstacle and cause huge breakers. In some places, the spray is pressed through holes and cracks in the rocks. As fountains it comes out again, up to 20 m high. Although the functionality is completely different, the fountains are reminiscent of geysers. . All this together is a spectacular natual spectacle from which we can hardly tear ourselves away. With the heat that prevails here, the sprayed water is a welcome refreshment to some visitors.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kalbarri National Park

An der Coral Coast zwischen Shark Bay im Norden und Geraldton im Süden liegt der Kalbarri National Park. Der Murchison River hat sich hier eine 80 km lange rot-weiß gestreifte Schlucht in den Sandstein geschnitten, bevor er in den Indischen Ozean mündet. Vom Hawk’s Head Lookout und vom Ross Graham Lookout haben wir spektakuläre Ausblicke in die Schlucht und über den umgebenden Wald.

english:
At the Coral Coast between Shark Bay in the north and Geraldton in the south lies the Kalbarri National Park. The Murchison River has cut a red-and-white-striped canyon of 80 km into the sandstone before flowing into the Indian Ocean. From Hawk’s Head Lookout and the Ross Graham Lookout, we have spectacular views of the gorge and surrounding forest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blühender Kalbarri NP

Der Kalbarri National Park ist bekannt für seine große Vielfalt an Wildblumen. Wir sind offenbar zur richtigen Zeit im Park, überall entdecken wir Pflanzen, Büsche, Sträucher und Bäume mit den verschiedensten Blüten, die uns völlig unbekannt sind. Das beginnt mit Magenta-rot blühenden Kissen und dürren, blattlosen Zweigen mit schwachem weißem Pelz, der ein wenig an Mehltau erinnert. Weiter geht es mit verschiedenartig blühenden Nadelgewächsen. Büsche voller kleiner, weißer Puscheln mit dunklen Punkten, wie Augen, scheinen uns zu beobachten. Und es endet noch lange nicht bei den kerzenartigen Blüten in hohen Büschen in großer Vielfalt.

english:
Blooming Kalbarri NP

The Kalbarri National Park is known for its large variety of wildflowers. We are obviously in the park at the right time, everywhere we discover plants, bushes, shrubs and trees with a variety of flowers that are completely unknown to us. This begins with magenta-red blooming pillows and dry, leafless branches with faint white fur reminiscent of powdery mildew. It continues with various flowering coniferous plants. Bushes full of small, white puffs with dark spots, like eyes, seem to be watching us. And it does not end with the candle-like flowers in high bushes in great variety.

Forest, too, looks so very different here, as we are used to from Europe. From Meanarra Hill, not far from the town of Kalbarri, we have a sweeping view of the vast forests of the National Park.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Wald sieht hier so ganz anders aus, als wir es aus Europa gewohnt sind. Vom Meanarra Hill, nicht weit von der Stadt Kalbarri, haben wir einen weiten Blick über die ausgedehnten Wälder des Nationalparks.

 

 

 

 

 

Red Bluff

Schon früh am Morgen sind wir am Strand vor der Stadt Kalbarri. Die aus den Felsen gespülten Vertiefungen ‚Blue Holes‘ (Gezeitenbecken), sind nämlich nur bei Niedrigwasser (Ebbe) zugänglich.

english:
Early in the morning we are on the beach in front of the city of Kalbarri. The ‚Blue Holes‘ (tidal pools), hollows purged from the rocks, are only accessible at low tide.

To the south, the beach abruptly merges into the Red Bluff cliff landscape, which is part of the Kalbarri National Park. From the up to 100 m high rock face we have a far-reaching view over the colored limestone and sandstone rocky reefs as well as over the beach of Kalbarri. Beach and cliffs are popular fishing grounds. Between the stones on the way, a grasshopper has disguised itself as a burned piece of wood.

 

 

 

 

 

 

 

Nach Süden hin geht der Strand abrupt über in die Klippenlandschaft Red Bluff (Rote Klippe), die Teil des Kalbarri National Park ist. Von der bis zu 100 m hohen Felswand haben wir eine weitreichende Aussicht über die farbigen Kalkstein- und Sandstein-Felsenriffs sowie über den Strand von Kalbarri. Strand und Klippen sind beliebte Angelreviere. Zwischen den Steinen auf dem Weg hat sich ein Grashüpfer als verbranntes Stückchen Holz getarnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hutt Lagoon

Südlich von Kalbarri, bei Port Gregory, direkt hinter der Küste des Indischen Ozeans liegt Hutt Lagoon. Je nach Wetterlage zeigt sich dieser Salzsee blass rosa bis kupferfarben und wird daher auch Pink Lake genannt. In dem Wasser mit einem Salzgehalt von bis zu 35% lebt eine Meeresalge, die Beta Carotin produziert. Dies wird hier kommerziell gewonnen. In abgetrennten Becken verdunstet Wasser, Salz und Algen werden so offenbar konzentriert. Entsprechend kristallisiert das Salz an vielen Stellen aus und im Wasser schwimmen Salzflocken.

english:
South of Kalbarri, near Port Gregory, just behind the coast of the Indian Ocean lies Hutt Lagoon. Depending on the weather, this salt lake is pale pink to coppery in color and is therefore also called Pink Lake. In the water with a salinity of up to 35% lives an algae that produces beta carotene. This is obtained commercially here. In separate pools water evaporates, salt and algae are apparently concentrated. Accordingly, the salt crystallizes in many places and in the water float salt flakes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wildflower Country

Auf unserem Weg nach Süden kommen wir durch das selbst ernannte Wildblumenland, etwa zwischen Mullewa im Norden und Moora im Süden. Wildblumen sind im westaustralischen Frühling in vielen Gegenden eine Attraktion, aber in dieser Region sind Vielfalt und Häufigkeit besonders groß. So stehen hier schon mal Rinder in einem Meer blauer Blüten.

english:
On our way south we come through the self-proclaimed wildflower country, between Mullewa in the north and Moora in the south. Wildflowers are an attraction in many regions in the Western Australian spring, but in this area diversity and occurrence are especially high. So there are cattle standing in a sea of blue flowers.

The red bottlebrush shines from high bushes at streets and squares. Blossoms that are reminiscent of potatoes, decorate a kind of thistle, even in different colours. Some eucalyptus species have blooms like little cheerleading pompons.

 

 

 

 

 

 

 

Die roten ‚Flaschenbürsten‘ (Bottlebrush) leuchten von hohen Büschen an Straßen und auf Plätzen. Blüten, die an Kartoffeln erinnern, schmücken eine Art Distel, sogar in verschiedenen Farben. Einige Eukalyptus-Arten haben Blüten wie kleine Cheerleader-Pompons.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Yarra Yarra Lakes

Bei Three Springs und Carnamah hat sich ein Flickenteppich von Salzseen ausgebreitet, die Yarra Yarra Lakes. Der größte davon ist eine unüberschaubare grau-weiße Fläche, mit mosaikartigen Mustern und Streifen.

english:
Near Three Springs and Carnamah, a patchwork of salt lakes has spread, the Yarra Yarra Lakes. The largest of them is an unmanageable gray-white plain, with mosaic-like patterns and stripes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wheat Belt

Von Norden nach Süden durchqueren wir das dünn besiedelte Hinterland von Perth, den Westaustralischen Weizengürtel. Farmland, blauer Himmel und gelegentlich ein einzelner großer Eukalyptusbaum prägen das Landschaftsbild. Unterbrochen wird es an einigen Stellen von Salzseen, Wildblumen sind häufig präsent. Die Straßen sind streckenweise von beeindruckenden Eukalypten gesäumt, manche sogar mit glänzendem Stamm.

english:
From north to south, we traverse the sparsely populated hinterland of Perth, the Western Australian Wheat Belt. Farmland, blue skies and occasionally a single large eucalyptus tree characterize the landscape. It is interrupted in some places by salt lakes, wildflowers are often present. The roads are lined in places by impressive Eucalyptus, some even with a glossy trunk.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Galahs

An der Route in den Süden Westaustraliens, insbesondere entlang des Great Southern Highway, beobachten wir immer wieder Rosakakadus (rose-breasted cockatoo), in Australien Gahla genannt. Bei der ersten Sichtung, noch im Roten Zentrum, hatte Frau Rumkommer ihren Augen kaum getraut. Inzwischen sehen wir ganze Schwärme. Hier im Wheat Belt ist das nicht verwunderlich, denn sie machen sich gern über die Getreidefelder her und gelten als bedeutende Schädlinge. Wenn wir versuchen, mit unseren Kameras an sie heran zu kommen, schimpfen sie. Wenn wir antworten, reagieren sie mit weiteren Schimpftiraden. Sie bleiben neugierig in der Nähe, halten aber einen deutlichen Abstand.

english:
On the route to the south of Western Australia, especially along the Great Southern Highway, we repeatedly see pink cockatoos (rose-breasted cockatoo), called Gahla in Australia. At the first sighting, still in the Red Center, Mrs. Roundgetter had barely dared to believe her eyes. In the meantime we see whole swarms. Here in the Wheat Belt that is not surprising, because they like to pitch into the grain fields and are considered a significant pest. When we try to approach them with our cameras, they scold. When we answer, they react with more ranting. They remain curious in the vicinity, but keep a clear distance.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Porongurup National Park

Im Südwesten von Western Australia liegt 40 km nördlich von Albany der Porongurup National Park. Kaum im Park, erregt an einer Straßenabzweigung eine Batterie sehr individueller Briefkästen unsere Aufmerksamkeit.

english:
Located in the southwest of Western Australia, 40km north of Albany is the Porongurup National Park. Hardly in the park, a battery of very individual mailboxes attracts our attention at a road junction.

In front of a rather black forest stands a trellis of Grass Trees with heavily charred trunks but green leaves. Not far away, an intact specimen raises a spandix, two and a half times as long as the plant base. The shaft brings forth countless small flowers. Also further in the national park we see forests with burn marks. With very different barks, various tree species apparently prevent themselves from being sustainably damaged by fires.

 

 

 

Vor einem recht schwarzen Wald steht ein Spalier von Grasbäumen mit stark verkohlten Stämmen aber grünen Blättern. Nicht weit entfernt reckt ein unversehrtes Exemplar einen Blütenstandschaft empor, zweieinhalbmal so groß, wie die Pflanzenbasis. Unzählige kleine Blüten bringt der Schaft hervor. Auch weiter im Nationalpark sehen wir Wälder mit Brandspuren. Mit sehr verschiedenen Rinden verhindern diverse Baumarten offenbar, dass sie von Feuern nachhaltig geschädigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kookaburra und Karri

Im Porongurup National Park sitzt in einem Baum über unseren Köpfen, in etwa drei Metern Höhe, ein Verwandter des Eisvogels, der ‚Lachende Hans‘ (Kookaburra), und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

english:
Kookaburra and Karri

In Porongurup National Park, sitting in a tree above our heads, about three meters up, is a relative of the kingfisher, the ‚laughing Hans‘ (Kookaburra), and can not be disturbed.

One of the attractions of the park are Karri trees. This huge eucalyptus, one of the tallest trees in the world, grows up to 60 meters, occasionally up to 90 meters high. It occurs only in the southwest of Western Australia, in areas with heavy rainfall.

 

 

 

Eine der Attraktionen des Parks sind Karribäume. Dieser riesige Eukalyptus, einer der höchsten Bäume der Welt, wird bis zu 60 m, vereinzelt bis zu 90 m hoch. Er kommt nur im Südwesten Westaustraliens vor, in Gebieten mit viel Niederschlag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oyster Harbour

In Albany sind wir an der Regenbogenküste (Rainbow Coast) angekommen, der Südküste Westaustraliens. Gleich nordöstlich der Stadt liegt das Flussmündungsgebiet Oyster Harbour (Austernhafen). Eine Durchgangsstraße führt an diesem Vogelbeobachtungsgebiet vorbei und quert den Kalgan River bei der kleinen Vogelinsel White Island. Von der Straßenbrücke aus können wir Ibisse und Reiher beobachten. Auf der Insel präsentiert ein Pelikan seine „Fischfangausrüstung“. Ein anderer führt ein Landemanöver vor.

english:
In Albany we arrived at the Rainbow Coast, the south coast of Western Australia. Just northeast of the city is the estuary Oyster Harbour. A thoroughfare leads past this bird watching area and crosses the Kalgan River at the small bird island of White Island. From the road bridge we can observe ibises and herons. On the island, a pelican presents its „fishing gear“. Another one demonstrates a landing maneuver.