Bären am See Vidraru

 

Am Morgen reißen die Wolken über der Transfăgărășan zunächst auf, ziehen dann aber wieder zu. Südlich vom Pass wird die Sicht zunehmend besser. Doch dort fahren wir bald wieder durch Wald. Die Straße ist hier überwiegend in viel schlechterem Zustand, als auf der Nordseite, uneben mit Schlaglöchern. Scheinbar endlos windet sie sich um die Ausbuchtungen des Stausees Lacul Vidraru. Dabei ist der nur an wenigen Stellen zu sehen. Einigermaßen interessant ist der Staudamm, am Südende des Sees, mit Aussichtsturm. Hier warnen Schilder vor Bären. In Rumänien lebt die größte Braunbären-Population Europas, abgesehen von Russland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tatsächlich haben wir die ersten Bärenbegegnungen schon unterwegs. Am Lacul Vidraru sitzt eine Bärenfamilie am Straßenrand der Transfăgărășan, Bärin mit zwei Bärenkindern. Wenige Kilometer weiter liegt ein älterer Bär an der Straße. Möglicherweise haben sie gelernt, dass sie aus vorbeifahrenden Fahrzeugen gefüttert werden.

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In der Nähe des Staudamms finden wir einen Übernachtungsplatz abseits der Straße, zusammen mit zwei weiteren Wohnmobilen. In der Dämmerung taucht ein großer Bär etwa zehn Meter hinter unserem Womo auf. Obwohl er von einem Straßenhund verbellt wird, frisst er in aller Ruhe genau hier Gras. Als er auf der Straße den Verkehr behindert, dauert es nicht lange, bis ein Streifenwagen der Polizei mit Blaulicht und Sirene erscheint. Die Polizisten vertreiben schließlich den Bär.

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