
Innerhalb Sesriem sind wir umgezogen, in die Sossus Dune Lodge. Sie liegt schön an einer Bergflanke, nicht weit vom Sesriem Canyon. Die gut eingerichteten Chalets im Stil eines afrikanischen Dorfes stehen auf Stelzen über den Felsen. Ein Holzbohlenweg verbindet alle Gebäude untereinander.

Über den Felsen stehend heizen sich die Chalets tagsüber extrem auf und geben die Wärme nachts nach innen ab. Es gibt weder Klimaanlage noch eine Möglichkeit, zu lüften und dabei Ungeziefer fern zu halten. Ohnehin gibt es diverse Öffnungen an den Türen, die Insekten Einlass gewähren. Das alles verhindert, dass wir das eigentlich schöne Chalet genießen können. Wie die Unterkünfte im Etosha Nationalpark gehört die Sossus Dune Lodge zum Staatsunternehmen Namibia Wildlife Resorts (NWR). Service und Küche liegen aber deutlich hinter den Lodges in Etosha zurück. Die Lodge liegt im Namib-Naukluft Nationalpark, wir sind damit nicht mehr von den Öffnungszeiten des Parks abhängig. Das Privileg des sehr frühen und sehr späten Zugangs in den Nationalpark und zum Sossusvlei ist das wesentliche Argument für diese Lodge. Das Permit für den Park ist im Übernachtungspreis enthalten (für die Dauer des Aufenthalts dort).
Am Nachmittag starten wir in Richtung Westen durch das Tal des Tsauchab. Vom Parkplatz am Ende der Asphaltstraße führt ein Wanderweg zum etwas abseits gelegenen Dead Vlei. Gegen 17 Uhr ist die Temperatur einigermaßen erträglich, sodass wir die Wanderung wagen. Andere besteigen sogar eine der hohen Dünen, die das Vlei einrahmen.




Vor dem Dead Vlei hat sich eine Düne gebildet, die schon seit vielen Jahren den Zufluss von Wasser aus dem Tsauchab verhindert. Nur in einzelnen Bereichen am Rand des Vlei gibt es ein wenig Vegetation. Das vorherrschende Bild des Dead Vlei ist die staubtrockene Lehmpfanne mit bizarr wirkenden Skeletten von Kameldornbäumen. Für Landschaftsfotografen ist dies eine der spektakulärsten Locations der Welt.















Als nur noch fahles Licht der tief stehenden Sonne hinter Wolken die Farben verblassen lässt, machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz. Dabei begegnen wir noch einer kleinen Echse, die sich in eine Sandmulde geduckt hat.






