Die Sonne badet im Pavel-Arm

 

Von Giurgiu über Zimnicea bis Seaca fahren wir parallel zur Donau, ohne sie jemals zu sehen. Der Fluss hat hier eine mehrere Kilometer breite Senke geschaffen. Auf deren „Kante“ reiht sich entlang der Straße ein Dorf an das andere. Ortsausgang und nächster Ortseingang stehen auf demselben Schild. Über mehrere zehn Kilometer geht das. Aber nicht eine Straße, nicht ein Weg führt durch die Senke zur Donau. Ob die Menschen, die hier leben, wissen, dass dort in ein paar Kilometern Entfernung nicht nur die Grenze zu Bulgarien ist sondern auch der große europäische Strom entlang fließt?

Bei Seaca endlich führt eine Straße hinab und in Richtung Donau. Sie stellt sich als übel herunter gekommene Betonpiste aus sozialistischer Zeit heraus. Nur gelegentlich fährt hier ein Fahrzeug, so können wir im Zickzack-Kurs den größten Schlaglöchern ausweichen. Ganz bis an die Donau gelangen wir hier auch nicht. Die Straße verzweigt sich zu mehreren Seen hin. Sie sind miteinander verbunden, und haben laut unserem Navi eine schmale Verbindung zum Fluss: Sie sind der Pavel-Arm (Braţul Pavel), vermutlich die Reste eines ehemaligen Donauarms. Hier gibt es zahllose mögliche Stellplätze und wir suchen einen aus mit Blick auf den See. In dem badet am Abend die Sonne und lässt seine Umgebung leuchten.

english:
The sun bathes in the Pavel Arm

From Giurgiu via Zimnicea to Seaca we drive parallel to the Danube without ever seeing it. The river has created a depression several kilometres wide here. On its „edge“, one village follows the next along the road. The village exit and the next village entrance are on the same sign. This goes on for several tens of kilometres. But not one road, not one path leads through the hollow to the Danube. Do the people who live here know that a few kilometres away is not only the border to Bulgaria but also the great European river?

Finally, at Seaca, a road leads down towards the Danube. It turns out to be a badly run-down concrete road from socialist times. Only occasionally does a vehicle drive here, so we can zigzag our way around the biggest potholes. We don’t quite reach the Danube here either. The road branches out to several lakes. They are connected to each other and, according to our navi, have a narrow connection to the river: they are the Pavel Arm (Braţul Pavel), presumably the remains of a former Danube arm. There are countless possible pitches here and we choose one with a view of the lake. In the evening, the sun bathes in it and makes its surroundings glow.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Die Sonne badet im Pavel-Arm“

    1. Liebe Susanne,
      und heute haben wir mit den Nebel- und Frostbildern nochmal „nachgelegt“.
      Der See und seine Umgebung waren sehr inspirierend.
      Herzliche Grüße aus dem herbstlichen Rumänien,
      Krim Grüttner und Reinhard Prinzmeier

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