Drachen-Rückgrat

 

Die Zhuang in Ping’an und Umgebung sowie die benachbarten Yao gerieten vor rund 700 Jahren unter zunehmenden Druck durch andere Volksstämme, sodass sie in die Berge auswichen. Für ihr Grundnahrungsmittel Reis haben sie die Terrassen an den steilen Hängen angelegt, denn der wächst bekanntlich im Wasser. Im Frühling sehen wir neben abgeernteten Reisstoppeln Gemüse und Kartoffeln. Die Terrassen werden auch heute noch gepflegt und genutzt, ja sogar noch erweitert, wie wir bei einer Wanderung beob­achten können. Und sie reichen bis in Höhen von 1180 m. Für die Einheimischen sind sie das Rückgrat eines Drachen, chinesisch ‚Longji‘.

Zwischen den Terrassen sind Wege angelegt, auf denen man gut wandern kann. Regen, Nebel und strahlende Sonne tauchen sie in verschiedene Stimmungen. Streckenweise gehen wir wie auf der Tribüne eines gigantischen Amphitheaters. An jeder Wegbiegung eröffnet sich ein neues Muster.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Rohre und Rinnen für die Bewässerung wird Bambus benutzt. Die armdicken jungen Triebe des Riesenbambus wachsen tatsächlich so schnell, dass wir das Wachstum beobachten können. Bis zu 70 cm am Tag sollen es sein, das erscheint uns realistisch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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