Durch Island im Winter

Nur zwei Wochen hat unsere Winterreise durch Island gedauert, vom 3. bis 18. März 2011, einschließlich Hin- und Rückflug. Sie war so erlebnisreich, dass wir in fast 50 Blogbeiträgen davon berichtet haben. An den ersten eineinhalb Tagen haben wir Reykjavík zu Fuß erkundet. In den fünf Tagen der Winter Photo Tour hat unser Foto- und Tour-Guide Haukur Snorrason uns an Orte gebracht, die wir sonst nicht gesehen hätten, und zu atemberaubenden Fotomotiven. Zehn Tage haben wir danach auf eigene Faust die Mývatn-Region ausgiebig im Winter erkundet, die wir 2006 schon mal im Sommer besucht hatten.

english:
Through Iceland in winter

Only two weeks took our winter trip through Iceland, from 3 to 18 March 2011, including return flights. It was so exciting that we reported in almost 50 blog posts. On the first one and a half days we explored Reykjavík on foot. In the five days of the Winter Photo Tour, our photo and tour guide Haukur Snorrason has brought us to places that we would not have seen otherwise, and to breathtaking photo-motifs. Ten days we explored the Mývatn region on our own in the winter, which we had visited in summer 2006 already.

After two weeks in the summer of 2006 and two and a half weeks in the summer of 2007, this was our third of four trips through Iceland (the fourth in spring / summer 2016 lasted three months).

The winter trip was almost a trip to another Iceland. Snow and ice transform the landscape considerably. The amorphous, extensive lava fields and sanders, in whose black in black to gray in gray in the summer the eye finds no hold, showed in the snow all imaginable black and white patterns. In many cases this looked like drawings with lead or carbon. This alone is worth a winter trip through Iceland already. Under a thick snow cover some of the already poor landscapes seemed „reduced“, because only silhouettes and the tops of bushes were visible, like simple pencil drawings.

The largely frozen Mývatn with snow drift on the ice in bright sunshine seemed mystical. Horses in the Tölt on ice at Skútustaðir were absolutely worth seeing and Iceland horses in snow flurry also.

Ice caves melt in the summer half year and can only be entered in winter without danger of life. Waterfalls, pools and lakes the frost turns into ice sculptures and ice rinks. In the summer completely crowded top-attractions are almost exclusively to be seen.

But the extended possibilities are opposed by larger restrictions. Many attractions are unattainable. Secondary roads, also many important thoroughfares, are impassable. Long days and bright nights with wonderful light as well as warmth we had in the summers of 2006 and 2016. In March 2011, the winter has really turned up, with snow storms, frost with double-digit minus degrees and icy storm.

For the first trip to Iceland we would not recommend the winter. But we know that many people who were in Iceland like us like to come back. After all, there is so much exciting to discover there. These people will surely find interesting suggestions in our travel report.

We have been confirmed on this trip that it is important not to plan too closely in winter, but to have time reserves. Even well-developed roads (the ring road, too) can be blocked at any time or simply be impassable due to weather conditions.

Despite (or because of) storm (also with snow and hail) and in times chinking cold we seldom have returned so relaxed from a trip. It was one of the most adventurous we’ve ever done.

This completes the report of our winter trip through Iceland.

We present our best photographs from Iceland on our personel photo websites krim-gruettner.de and reinhardprinzmeier.de.

 

 

Nach zwei Wochen im Sommer 2006 und zweieinhalb Wochen im Sommer 2007 war dies unsere dritte von inzwischen vier Reisen durch Island (die vierte im Frühling / Sommer 2016 dauerte drei Monate).

 

Die Winterreise war quasi eine Reise in ein anderes Island. Schnee und Eis verwandeln die Landschaft erheblich. Die strukturlosen, ausgedehnten Lavafelder und Sander, in deren Schwarz in Schwarz bis Grau in Grau im Sommer das Auge keinen Halt findet, zeigten im Schnee alle erdenklichen schwarz-weißen Muster. In vielen Fällen sah das aus wie Zeichnungen mit Blei- oder Kohlestift. Schon dafür lohnt sich eine Winterreise durch Island. Unter einer dicken Schneedecke wirkten manche der ohnehin kargen Landschaften wie „reduziert“, weil nur noch Silhouetten und die Spitzen von Büschen sichtbar waren, wie schlichte Bleistift-Zeichnungen.

 

Der weitgehend zugefrorene Mývatn mit Schneetreiben auf dem Eis bei strahlendem Sonnenschein wirkte mystisch. Pferde im Tölt auf dem Eis bei Skútustaðir waren absolut sehenswert und Islandpferde im Schneegestöber auch.

Eishöhlen schmelzen im Sommerhalbjahr und sind nur im Winter ohne Lebensgefahr zu betreten. Wasserfälle, Tümpel und Seen verwandelt der Frost in Eisskulpturen und Eisbahnen. Im Sommer völlig überlaufene Top-Attraktionen sind fast exklusiv zu sehen.

 

Aber den erweiterten Möglichkeiten stehen größere Einschränkungen gegenüber. Viele Attraktionen sind unerreichbar. Nebenstraßen, auch viele wichtige Durchgangsstraßen, sind unpassierbar. Lange Tage und helle Nächte mit wunderbarem Licht sowie Wärme hatten wir in den Sommern 2006 und 2016. Im März 2011 hat der Winter richtig aufgedreht, mit Schneestürmen, Frost mit zweistelligen Minusgraden und eisigem Sturm.

 

Für die erste Reise nach Island würden wir den Winter wohl nicht empfehlen. Aber wir wissen, dass viele Menschen, die in Island waren, wie wir gern wieder kommen. Schließlich gibt es dort so unendlich viel Aufregendes zu entdecken. Diese Menschen finden bestimmt interessante Anregungen in unserem Reisebericht.

 

Bestätigt hat sich für uns auf dieser Reise, dass es wichtig ist, im Winter nicht zu eng zu planen sondern Zeit-Reserven zu haben: Auch gut ausgebaute Straßen (auch die Ringstraße) können jederzeit wetterbedingt streckenweise gesperrt oder schlicht unpassierbar sein.
Trotz (oder wegen) Sturm (auch mit Schnee und Hagel) und zeitweise klirrender Kälte sind wir selten so erholt von einer Reise zurückgekehrt. Es war eine der abenteuerlichsten, die wir je unternommen haben.

 

Damit ist der Bericht von unserer Winterreise durch Island abgeschlossen.

Unsere besten Fotos aus Island präsentieren wir auf unseren persönlichen Foto-Internetseiten krim-gruettner.de und reinhardprinzmeier.de.