Elbflorenz

 

Für einen wichtigen Termin sind wir zurück in Dresden. Eine noch extremere Hitze, als neulich, breitet sich über ganz Deutschland aus, darum sind wir für drei Tage und vier Nächte vom Wohnmobil in ein Hotel mit Klimaanlage umgezogen. In den frühen Morgenstunden ist es so weit abgekühlt, dass wir noch bevor es voll wird, einen Stadtbummel machen können.

Ab Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich ‚Elbflorenz‘ als Beiname für die Stadt Dresden eingebürgert, u.A. als Würdigung der Kunstsammlungen Dresdens und seiner Architektur.

Mehrere Bauwerke, die das Stadtbild prägen, insbesondere der Dresdner Barock, entstanden unter nennenswertem italienischem und insbesondere florentinischem Einfluss. Auch die Architektur des frühen 19. Jahrhunderts orientierte sich in der Stadt an diesen Vorbildern.

Wir starten am Zwinger, dem feudalen Barock-Prachtbau Dresdens. Der Park im Inneren des Gebäudekomplexes wird gerade erneuert, darum können wir es nur von außen und von einer Aussichts-Empore sehen.

In den Grünanlagen zwischen Zwinger und Semperoper jagt ein Hase eine Krähe. Vor Lachen haben wir die Kameras nicht rechtzeitig bereit. Aber der Hase bleibt zwischen den Blumenbeeten sitzen.

Von der Oper aus ziehen wir durch die Altstadt zur berühmten Frauenkirche, im Bombenhagel des 2. Weltkriegs zerstört, 1993 bis 2005 wiederaufgebaut. Unterwegs ist am Kulturpalast noch ‚sozialistische Kunst‘ zu sehen.

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