
Moore, Sümpfe, Feuchtgebiete, Marschen, Salzwiesen und Lagunen sind meistens besonders interessante Naturräume. Häufig ist ihre Vegetation außergewöhnlich und nicht selten leben darin besondere Tiere. Offenkundig gehören sie zu unseren Lieblingszielen:
Finnland, das ausschließlich aus Wäldern und Seen zu bestehen scheint, hat selbstverständlich auch diverse Mischungen aus Beiden zu bieten:
- An der russischen Grenze bei Vartius ist ein Moorgebiet das Habitat von Braunbären und Vielfraß, die wir dort beobachten konnten.
- Im Pyhä-Häkki-Nationalpark, bei Saarijärvi, sind nicht nur einige der letzten Urwälder Mittelfinnlands zu erleben. Auf Bohlenstegen kann man auch durch Moore gehen.
- Am See Saari-Soljanen im Seitseminen-Nationalpark, zwischen Parkano und Kuru, führt auch ein Wanderweg durch ein sehenswertes Moor.
- Der angeblich beste Vogelbeobachtungsturm Finnlands ist Siikalahti, mit See, Feucht- und Waldgebiet, im Südosten des Landes. Wir haben dort u. A. Wasserläufer und Libellen beobachtet.

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In Schweden gibt es, ähnlich wie in Finnland, viele Moore und Feuchtgebiete:
- In den Nordpolar-Regionen sind Sümpfe weit verbreitet. Im Winterhalbjahr sind sie gefroren, verschneit und mit Schneemobilen oder auf Skiern befahrbar. Auf der Europastraße 10 (E 10) im hohen Norden Schwedens haben wir erlebt, wie der Wind an einem verschneiten Moor Schneewehen auftürmte.
- Der bildschöne Nadelbaum-Urwald Reivo Naturreservat bei Arvidsjaur in Schwedisch Lappland ist von Seen und Feuchtgebieten durchsetzt.
- Das Naturschutzgebiet Kvismaren bei Örebro ist ein wichtiges Feuchtgebiet für Vögel. Wir haben dort besonders viele Kraniche gesehen, aber auch andere Zugvögel-Schwärme.
- Nordwestlich des Vättern-Sees liegt der Tiveden Nationalpark. Dieser urwaldartige, teils unwegsame Fels-, Kletter, Moor- und “Trollwald” ist ein außerordentlich idyllisches Wandergebiet.
- Großes Moor heißt auf schwedisch: “Store Mosse”. Und so heißt der Nationalpark mit dem größten Moorgebiet Südschwedens in Småland.

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Auch in Norwegen sind Feuchtgebiete häufig:
- Im Nordosten des skandinavischen Landes, an der Grenze zu Russland, ist der nordwestliche Zipfel der sibirischen Taiga zu erleben, mit allen dazugehörigen Zutaten.
- Die Finnmarksvidda (Finnmarksweite), ein menschenleeres Hochplateau in der Provinz Finnmark im hohen Norden, ist geprägt von Mooren und Seen.
- Südöstlich der Inselgruppe der Vesterålen haben wir am Øksfjord einen idyllischen Wanderweg durch Feuchtgebiete entdeckt.
- Entlang der alten Strynefjellsstraße (Gamle Strynefjellsvegen) wechseln sich Seen, Tümpel und Moore ab, mit Wollgras.
- Die größte Hochebene Europas, die Hardangervidda (Hardangerweite), eine baumlose Ebene mit Geröll, Seen, Tümpeln und Feuchtgebieten, begeistert uns immer wieder.
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Dänemark:
- Ein behindertengerecht ausgebauter Moorsteg führt am See Stubbergård Sø, zwischen Holstebro und Skive, durch ein Moor.
- Das größte Flussdelta Dänemarks ist Skjern Enge, am Ringkøbing Fjord, bei Skjern. Ehemals trockengelegt, jetzt teilweise renaturiert ist es ein Paradies für Vögel, u. A. Schwalben, und für Wanderer.
Moore / Sümpfe heißt auf Isländisch ‘Mýrar‘, und so heißt auch eine entsprechende Region der Insel.
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Was wäre Schottland ohne Moore:
- Am Cally Loch im Südosten des schottischen Hochlands haben wir eine Idylle mit Seerosenblättern entdeckt.
- Die Isle of Lewis and Harris in den Äußeren Hebriden bietet vielfältige Landschaften und immer wieder endlose Moorflächen. Ähnlich und doch anders sieht es weiter südlich aus, auf der Halbinsel South Harris. Torfmoore und Torfabstiche sind auf der gesamten Insel zu sehen.
Die North York Moors (mit gleichnamigem Nationalpark) im Nordosten Englands, sind ein ausgedehntes Moor- aber auch Heidegebiet.
In Irland haben wir ein Torfmoor mit Torfabstich gleich am ersten Tag entdeckt.
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Das Delta des Nemunas, in Litauen, ist eine Landschaft mit vielen Wasserläufen sowie Schilf und Seerosen.
Im relativ kleinen Lettland gibt es einige außergewöhnlich interessante Feuchtgebiete:
- Der Engures-See, nordwestlich von Riga, hat uns mit Feuchtgebiet und Vogelbeobachtungsturm begeistert sowie mit de-domestizierten Kühen und Ur-Pferden.
- Die Holzbohlenwege durchs Hochmoor im Kemeri Nationalpark, westlich der sehenswerten Hauptstadt, sind ein Knüller.
- Zum Moorsee Teirumnīku ezers im Osten des Landes führt ebenfalls ein Holzbohlenweg.
Ähnlich wie in Lettland gibt es im nördlichsten Land des Baltikum, Estland, sehenswerte Moore:
- Der Ingatsu Moorpfad im Soomaa Nationalpark bei Pärnu ist abwechslungsreich und wunderschön.
- Eine weitere attraktive Wanderung führt auf der Insel Saaremaa um den großen Koigi Moorsee herum. Hier haben wir auf Hin- und Rückweg am frühen Morgen weitere außergewöhnliche Naturschönheiten gesehen.
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Selbstverständlich haben wir in unserem Heimatland Deutschland einige Feuchtgebiete erkundet:
- Im Winter waren wir im Wittmoor, auf der Landesgrenze zwischen Hamburg und Schleswig Holstein.
- Das Huvenhoopsmoor ist ein Ausläufer des weitgehend trockengelegten Teufelsmoors bei Bremen.
- Zwischen Papenburg und Friesoythe liegt das Naturschutzgebiet Esterweger Dose. Der westliche Bereich ist ein bildschönes, wiedervernässtes Moor, im östlichen Teil wird industriell Torf abgebaut.
- Eine der größten Moorlandschaften Deutschlands ist der Bannwald Pfrunger-Burgweiler-Ried bei Ostrach in Baden-Württemberg.
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In Italien sind insbesondere im Po-Delta interessante Feuchtgebiete zu finden, auch zur Beobachtung von Vögeln, nicht zuletzt Flamingos. Die Lagunenlandschaft Valli di Comácchio, Teil des „Parco regionale del Delta del Po“, ist nicht nur landschaftlich sehenswert, auch hier sind große Vogelschwärme anzutreffen.
In Griechenland, bei Messolongi nordwestlich von Patra, haben sich aufgelassene Salinenbecken zu einem Naturraum entwickelt, mit Schwärmen von Watvögeln und Flamingos.
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In Rumänien haben wir auch ein paar Feuchtgebiete entdeckt, teilweise von der Natur „zurückerobert“:
- Der Stausee des Crevedia Fluss zum See Lacul Comana, südlich von Bukarest, ist aus gutem Grund Teil eines Naturparks.
- An einem Altarm der Donau, an der Grenze zu Bulgarien, konnten wir einen traumhaften herbstlichen Sonnenuntergang und einen frostigen Nebelmorgen fotografieren.
- Zwischen den Staustufen des Olt in der Kleinen Walachei hat sich eine bezaubernde Wasserwelt mit Inseln entwickelt.
- Die Nera, ein Zufluss des Donaustausees, haben wir nahe der Serbischen Grenze als naturbelassenen Fluss erlebt.
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Auch Frankreich ist nicht arm an Feuchtgebieten:
- Der Parc Régional de Brière, Nordwestlich von Nantes, ist eine Landschaft aus Sumpf und Kanälen. Von den Inseln in dieser Wasserwelt ist die Île de Fédrun besonders pittoresk.
- Ein ehemaliger riesiger Sumpf ist die Marais Poitevin, westlich von Niort. Wegen der vielen Entwässerungskanäle und der üppigen (grünen) Vegetation heißt die Region “Grünes Venedig”.
- In der Charente Maritime bei St Agnant, brüten im Sommer viele Storchenpaare, die in dem ausgedehnten Feuchtgebiet hinreichend Nahrung finden.
- Die Camargue ist ein bedeutendes Reisanbaugebiet (mit saisonal gefluteten Feldern), aber auch ein Refugium für Flamingos und andere Tiere.
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In Spanien haben wir eine Vielfalt an Feuchtgebieten besucht:
- Bei Roses im äußersten Nordosten Kataloniens liegt die ausgedehnte Sumpflandschaft der seichten Wasser (katalanisch: Aiguamolls): Parc Natural dels Aiguamolls de L´Empordà. Hier haben wir Kraniche, Reiher, besonders Weißstörche, aber auch diverse andere Vogelarten und Camargue-Pferde beobachtet.
- Das Ebro-Delta, weiter südwestlich, ist ein Schwemmland, erst ein paar Jahrhunderte alt. Diese Mischung aus Lagunen, Dünen, Reisfeldern, Bewässerungskanälen und Schilf-Inseln ist ein Refugium für Wasservögel, u.A. für Flamingos.
- Am Rio Almonte in der Extremadura blüht im Frühling weißer Wasserhahnenfuß in stehenden und langsam fließenden Gewässern.
- Der Salzsee Laguna de la Fuente de Piedra in Andalusien ist einer von zwei Orten in Spanien, an denen Flamingos regelmäßig brüten.
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Im Osten von Uruguay sind wir viele Kilometer durch Weideland gefahren, das immer wieder mit großflächigem Sumpfland abwechselt.
Argentinien:
- Subtropisches Sumpfland mit Palmen haben wir im Norden und Nordosten des Landes gesehen: Im Chaco-Nationalpark mit einer fremdartigen Storchenart, im Nationalpark El Palmar mit den etwas grotesk wirkenden Capybaras.
- Weit im Süden, in einer sehr trockenen Region Patagoniens, waren es insbesondere Magellan-Gänse, die in einer Flussaue des Rio Coyle eine regelrechte Vorstellung gaben.
- Der Feuerland Nationalpark (Parque Nacional Tierra del Fuego) im äußersten Süden des Landes ist eine Mischung aus naturbelassenen Wäldern und Mooren.
Im Norden von Chile, auf dem Altiplano in den Anden, hat der Rio Putana in der Atacama-Wüste ein großes Feuchtgebiet gebildet. Selbstverständlich leben hier Wasservögel, aber auch Vicuñas.
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In Kanadas endlosen Wäldern liegen zwischen zahllosen Seen auch viele Sümpfe:
- Ein interessantes Hochmoor mit vielen Exemplaren einer fleischfressenden Pflanze haben wir im Cape Breton Highlands National Park in der Provinz Nova Scotia entdeckt.
- Auf der Île Miscou im Gulf of St. Laurence in New Brunswick liegt das sensationelle, renaturierte Torfmoor tourbière de l’île Miscou / Miscou Island Peat Bog. Im Herbst leuchtet es rot im Laub von Heidelbeer-Gewächsen.
- Auf der Île-aux-foins bei Neguac in New Brunswick haben wir eine Salzwiesen-Marsch im Sonnenuntergang und im folgenden Sonnenaufgang fotografiert.
- Nordöstlich von Montréal, bei Sainte Geneviève-de-Bertier, sind wir in einem Idyll mit Sommerblumen, Libellen und Kaulquappen gewandert.
- Die Grassy Narrows Marsh in der Provinz Manitoba ist nicht nur ein Vogelschutzgebiet. Wege und ein langer Holzsteg führen tief in das Schilf hinein. Wir konnten dort die Fütterung von Schwalbenküken im Nest durch ihre Eltern beobachten.
- Ein ganz besonderes Feuchtgebiet sind die Paint Pots im Kootenay National Park in der Provinz British Columbia.
- Im Yukon sind Schmelzwasser-Tümpel weit verbreitet, u.A. am Robert Campbell Highway.
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Einige der großartigsten Sümpfe haben wir in den USA besucht:
- Das Okefenokee National Wildlife Refuge in Georgia hat nicht nur herrliche Sumpflandschaften zu bieten sondern auch eine großartige Tierwelt.
- Die Feuchtsavanne Everglades in Florida ist sicherlich eines der größten und beeindruckendsten Sumpflandschaften der Welt. Uns hat besonders die Tierwelt begeistert. Spezielle Bereiche davon haben wir auf dem Anhinga Trail, im Skeleton Forest, am West Lake, im Mahogany Hammock und im Shark Valley gesehen und erlebt.
- Am stärksten beeindruckt waren wir in der angrenzenden Big Cypress Preserve.
- Das St. Marks Naturreservat in Florida hat Ähnlichkeiten mit Okefenokee und Everglades und ist doch ganz anders.
- Ein Vogelschutzgebiet ist die Bolsa Chica Ecological Reserve bei Huntington Beach am Pazifik in Kalifornien, südlich von Los Angeles. Pelikane, Küstenseeschwalben, Enten und diverse andere Vögel haben wir hier beobachtet.
- Südlich von Anchorage in Alaska ist das Feuchtgebiet Potter Marsh ein Refugium für Schwalben.
- Das Ottawa National Wildlife Refuge am Lake Erie in Ohio ist ein außerordentlich üppiges Sumpfgebiet mit bildschöner Vegetation und hinreißender Tierwelt.
- Der Leuchtturm Saugerties Lighthouse im Hudson River im Bundesstaat New York ist außer per Boot nur auf einer Wanderung durch eine Dschungel-artige Marsch zu erreichen.
- Die Insel Plum Island im Atlantik vor Newburyport in Massachusetts ist über eine Straße durch eine Marsch mit dem Festland verbunden.
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In Neuseeland sind auf der Südinsel ein paar schöne Sümpfe:
- An der Southern Scenic Route haben wir das große Feuchtgebiet Redcliff Wetland Reserve entdeckt.
- In den Catlins ist uns der dunkle, extrem spiegelnde Moorsee Lake Wilkie aufgefallen.
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