Garphyttan Nationalpark

In unserem schwedischen Straßenatlas ist in Köping ein Stellplatz für Wohnwagen eingezeichnet, aber er ist unauffindbar. Bei der Fahrt in die Stadt hinein haben wir einen großen, fast leeren Parkplatz gesehen, auf dem ein Wohnmobil steht. Es gibt keinen Hinweis auf Einschränkungen oder Parkgebühr. Also suchen wir uns in einem freien Bereich einen Platz, etwas entfernt von anderen parkenden Fahrzeugen.

Gegen 2:30 Uhr werden wir von lauter Musik geweckt. Vorsichtig lugen wir aus einem Fenster und sehen zwei Oldtimer Pickups links hinter uns, von denen einer den Platz beschallt. Die Musik von Dire Straits trifft durchaus unseren Geschmack. Lautstärke, Ort und Zeitpunkt beunruhigen uns jedoch. Es ist nicht absehbar, dass die Party bald endet. Also machen wir Startklar. Inzwischen wird auf dem Jukebox-Pickup heftig getanzt, die Party wir immer größer. Aber wir sind dann mal weg.

Wir fahren auf einen Rastplatz an der Autobahn. Letzten Winter haben wir diese Plätze sehr geschätzt. Seitdem wir vor zwei Tagen auf einem die Scherben einer Fahrzeugscheibe gesehen haben, sind wir skeptisch. Aber inzwischen wird es schon hell und wir bleiben und schlafen aus.

Südwestlich von Örebro liegt einer der ältesten Nationalparks Schwedens. Im Garphyttan Nationalpark soll die Pflanzenvielfalt von ehemaligen Bauernhöfen erhalten werden. Die wucherten jedoch bald zu. Inzwischen wird das Land mit traditionellen Methoden bearbeitet, wie vor hundert Jahren. Auf diese Weise wird das Schutzziel erreicht. Tatsächlich duftet das Heu, das auf den Weiden liegt, sehr aromatisch von den vielen Kräutern darin. In einigen Bereichen des angrenzenden Waldes ist der Boden von Bärlauch bedeckt, der seinen markanten Duft verbreitet. Mit geübtem Blick entdeckt Frau Rumkommer Pfifferlinge, sie bleiben hier. Aber ein paar Steinpilze müssen mit.

english:
Garphyttan National Park

In our Swedish road atlas there is a plitch for caravans in Köping, but it is untraceable. Driving into the city, we have seen a large, almost empty parking lot, on which a camper stands. There is no indication of restrictions or parking fees. So we look for a place in a free area, somewhat away from other parking vehicles.

Around 2:30 am we are awakened by loud music. Carefully we peek out of a window and see two vintage pickups on the left behind us, one of them sounding the place. The music of Dire Straits meets our taste. However, the volume, place and time alarm us. It is not foreseen that the party will end soon. So we get ready to start. Meanwhile, on the jukebox pickup is heavily danced, the party is getting bigger. But we’re gone.

We drive to a rest area at the highway. Last winter we have appreciated these places very much. Since we have seen shards of a vehicle window on one two days ago, we are skeptical. But now it’s getting light and we’re staying and sleep late.

Southwest of Örebro is one of the oldest national parks in Sweden. In the Garphyttan National Park the plant diversity of former farms is to be preserved. But they soon grew exuberantly. Meanwihle the land is being treated with traditional methods, just as a hundred years ago. In this way, the protection goal is achieved. In fact, the hay lying on the pastures smells very aromatic of the many herbs in it. In some areas of the adjacent forest, the ground is covered with bear garlic, which spreads its distinctive scent. With a practiced sight, Mrs Roundgetter discovers chanterelles, they stay here. But a few yellow boletus must come with us.