Große Mauer im Schnee

Es ist Mittag und wir stehen tatsächlich auf der Großen Mauer. Unser Guide „vergattert“ uns, vorsichtig zu sein und nicht von der Mauer zu fallen, was wirklich leicht möglich ist. Dann macht er sich auf den Rückweg. Wir haben auf Sonnenschein gehofft und auf gute Sicht. Stattdessen fegt der Wind den Schnee über die Berghänge, es friert und nur selten sehen wir zwei Wachtürme gleichzeitig. Andererseits: Wir haben die Mauer praktisch für uns allein. Und: Der Schnee setzt auch sehenswerte Akzente, er hebt die Mauer sowie ihre Türme aus der Umgebung hervor.

english:
Great Wall in the snow

It is noon and we are actually on the Great Wall. Our guide exhorts us to be careful and not fall from the wall, which is really easily possible. Then he makes his way back. We were hoping for sunshine and good visibility. Instead, the wind sweeps the snow over the mountain slopes, it freezes and we rarely see two watchtowers at the same time. On the other hand, we have the wall practically for ourselves. And: The snow also sets a noteworthy accent, it brings out the wall as well as its towers from the surroundings.

The travel agency had initially offered the Mutianyu section of the wall. The often overflowed Badaling was no consideration for us anyway. We wanted Simatai because it is farther away from Beijing and therefore is considered not so overcrowded. This is certainly true today. The buildings here are decayed but authentic. The section of the wall lies on a ridge up to about 1000 m high, with steep passages and tightly set watchtowers.

On the steep areas, some places are completely snowy and slick so that it is extremely difficult to pass them and only possible with each other’s help. Occasionally, the snowfall fades and the visibility is slightly better, followed by the next snow shower. But the scenery is so fascinating that we don’t think about the weather. The effort on ascent and descent on the wall prevents us from becoming cold.

After about two hours of amazement, climbing and photographing, we start the way back. In the restaurant, where guide and driver wait, we are received with a menu.

 

 

 

Der Reiseveranstalter hatte zunächst den Mauerabschnitt Mutianyu angeboten. Das häufig überlaufene Badaling kam für uns sowieso nicht in Frage. Wir wollten Simatai, weil es weiter weg ist von Beijing und daher als nicht so überfüllt gilt. Das trifft heute ganz sicher zu. Die Bauwerke hier sind zwar stellenweise verfallen, aber authentisch. Der Mauerabschnitt liegt auf einem Grat bis etwa 1000 m hoch, mit steilen Passagen und eng gesetzten Wachtürmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den schrägen Flächen sind einige Stellen völlig verschneit und glatt, sodass es extrem schwierig und nur zu zweit mit gegenseitiger Unterstützung möglich ist, sie zu passieren. Gelegentlich lässt der Schneefall nach und die Sicht wird etwas besser, dann folgt der nächste Schneeschauer. Aber die Szenerie ist so faszinierend, dass wir über das Wetter nicht nachdenken. Die Anstrengung bei Auf- und Abstieg auf der Mauer verhindert, dass uns kalt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach rund zwei Stunden Staunen, Klettern und Fotografieren machen wir uns auf den Rückweg. Im Restaurant, wo Führer und Fahrer warten, werden wir mit einem Menü empfangen.

 

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