
Wir wollen in den Vikos-Aóos-Nationalpark nördlich von Ioánnina. In der Nationalpark-Information in Asprangeloi an der südwestlichen Parkgrenze treffen wir auf eine junge Frau, die uns in fließendem Englisch über den Park und seine ungewöhnlichen Attraktionen informiert. Damit ihre Ausführungen nicht einfach nur Daten sind, hat sie mehrere hochwertige Fotobände über den Park zur Hand und zeigt zu jedem von ihr erwähnten Ort großartige Farbfotos. Auf diese Weise nimmt sie uns Landschaftsfotografen sofort „gefangen“. Alle Infos aus Reise- und Womo-Führer, die uns schon neugierig gemacht haben, toppt sie noch mit den Bildern. Sie begeistert uns nicht nur, sie versorgt uns auch mit diversen Broschüren und Kartenmaterial. Auch wenn wir nicht jedes Detail erinnern, dort müssen wir hin, möglichst überall.
Hier oben in höheren Lagen zeigt sich der Herbst bei strahlendem Sonnenschein in voller Farbenpracht. Zu den Sehenswürdigkeiten im Park gehören viele Rundbogen-Steinbrücken, die im 18. und frühen 19. Jahrhundert erbaut wurden. Vier recht unterschiedliche dieser Brücken haben wir uns angesehen: Bei der Kapelle Aigo Mina, Kapetan Arkoudas mit Geländer-Zacken, Kokkorou mit großem Bogen zwischen zwei Felsen und die Dreibogenbrücke Kalogeriko beim Dorf Kipi. Benannt sind sie jeweils nach der Privatperson, dem Kloster oder dem Ort, der sie finanzierte.






















Bei der Kokkorou-Brücke zieht direkt vor uns eine Herde Schafe und Ziegen auf die Straße und einige hundert Meter auf ihr entlang. Je ein Hirte vorweg und einer als Nachhut sichern zusammen mit drei Hunden. Einige hundert Tiere bilden für eine Viertelstunde ein Verkehrshindernis.

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