
Von Sagiada am Meer fahren wir nach Nordosten landeinwärts in die Berge und wundern uns, dass hier mit Ausnahme einzelner kahler Bergrücken alles sehr grün ist. Kein von der Sonne verbranntes Gras und der Herbst ist Ende Oktober nur gelegentlich angedeutet. Die Landschaft ist einfach schön.
Viele Straßen sind in einem beklagenswerten Zustand. Allrad-Antrieb ist nicht unbedingt erforderlich, aber er gibt uns mehr Sicherheit. Der Umgang mit der griechischen Schrift bereitet uns ein wenig Probleme, z.B. auf Wegweisern und Schildern, an Geschäften, bis hin zu unserem Navigationsgerät, das Straßen und Orte in griechisch anzeigt. Unsere Straßenkarte ist glücklicherweise zweisprachig, das erleichtert die Orientierung.
Nahe dem wie zusammen gerafft am Berg klebenden Dorf Lithino führt eine Stahlgitterbrücke über die Schlucht des Flusses Thiamis. Unmittelbar neben dieser abenteuerlichen Konstruktion steht eine Steinbrücke, die der Fluss selbst aus dem Felsen ausgeschliffen hat. Darauf haben die Menschen eine Kapelle gesetzt (aus Dankbarkeit? / als Vorbeugungsmaßnahme gegen Einsturz?). Holprige, teils rutschige Natursteinstufen führen in einen kleinen Dschungel unter den Brücken. Efeu und andere Rankenpflanzen haben Felsen und Wald vereinnahmt. Dazwischen leuchten Alpenveilchen.









Ein paar Kilometer weiter hat die Gemeinde Zitsa oberhalb des Ortes beim alten Kloster einen gebührenfreien Wohnmobilstellplatz eingerichtet, sogar mit Wasserhahn. Dort lassen wir uns für die Nacht nieder. Am späten Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang in der Umgebung mit Ausblick auf unser nächstes Ziel, das Pindos-Gebirge.



