Zentral- und Westaustralien im Womo

 

Die Planung dieser Reise hat uns zunächst einige Probleme bereitet. Wir wollten möglichst viel von Australien sehen, hatten aber keine konkrete Vorstellung, welche Region. Das Land ist so groß, dass in den zur Verfügung stehenden vier Wochen ohnehin nur ein Ausschnitt zu bereisen war. Also haben wir besondere landschaftliche Sehenswürdigkeiten und Nationalparks recherchiert. Davon gibt es so viele, dass wir eine Prioritätenliste erstellt haben. Dann wurde es etwas einfacher: Uluru und die Pinnacles waren als wichtigste Ziele gesetzt. So wurden das wüstenhafte Rote Zentrum und das dünn besiedelte Westaustralien unsere Reisegebiete.

 

 

 

 

Ursprünglich hatten wir die Vorstellung, in preiswerten Bed & Breakfast – Unterkünften zu übernachten, wie wir es z.B. aus Großbritannien kannten. Bei der Recherche nach solchen Unterkünften fanden wir bald heraus, dass Bed & Breakfast in Australien extrem wenig angeboten wird, dabei aber luxuriös und sehr teuer ist. Daher wurde dies unsere zweite Reise im gemieteten Wohnmobil (nach dem Pickup-Camper in Island).

 

Die Jahreszeiten auf der südlichen Erdhalbkugel, also auch in Australien, sind konträr zu unseren. Gern haben wir den Herbstbeginn gegen Frühling in Australien eingetauscht. Gefühlt war dieser Frühling häufig sogar ein Sommer, auch mit extremen Überraschungen:

Das Rote Zentrum ist üblicherweise sehr trocken und staubig. Dort gab es bis eine Woche vor unserer Ankunft heftige Regenfälle, die fast unsere gesamte dortige Route unpassierbar machten. Wir hatten daher großes Glück, dass rechtzeitig alle Straßen wieder frei waren, die Mereenie Loop Road tatsächlich erst am Tag unserer Durchfahrt. Und in Carnarvon, etwa 900 km nördlich von Perth, wurde es uns Anfang Oktober unerträglich tropisch heiß.

 

Wie auf unseren Fotos zu sehen ist, hatten wir weit überwiegend herrliches Reisewetter, oft mit blauem Himmel.

 

 

 

Dass die australische Natur sehr anders ist, als die uns vertraute, war uns wohl bewusst. Aber die Exotik, die wir gesehen und erlebt haben, hat uns doch oft überrascht. Zusätzlich erfreulich fanden wir, dass große Gebiete unter Schutz stehen, viele als Nationalparks. Im Süden Westaustraliens sind wir praktisch von einem Nationalpark in den nächsten gelangt.

 

 

 

Auch wussten wir vorab, dass in Westaustralien die Wildblumen im Frühling als touristische Attraktion gepriesen werden. Im wirklichen Leben war das oftmals überwältigend. Und der voran gegangene Regen im Roten Zentrum hat auch dort die Wildblüten quasi explodieren lassen.

 

Zu den unerwartet vielen landschaftlichen Schönheiten kamen (überwiegend im Südwesten) wunderbare Tierbegegnungen hinzu. Die allenthalben unangenehmen Tiere waren Fliegen, sie sind sehr penetrant. Anders als in anderen Teilen der Welt lassen sich diese Fliegen nicht durch eine Bewegung vom Körper verscheuchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Aussies“ haben wir als entspannt wahrgenommen. Unsere wenigen Begegnungen mit Menschen waren angenehm. Allerdings haben wir insbesondere in Alice Springs beobachtet, dass die Kulturen von Aboriginies und weißen Australiern kaum kompatibel sind. Die dominierende Kultur ist westlich. Aber eigentlich gehört den Aboriginies das Land, in dem sie nicht selten wie völlige Fremdkörper wirken. Das hat uns nachhaltig beeindruckt und ratlos gemacht.

 

Die Straßen, die wir befahren haben, waren gut und weit überwiegend asphaltiert. Die wenigen Schotterstraßen auf dieser Reise waren ordentlich oder besser. Glücklicherweise haben wir schon vor der Reise den Hallwag Straßenatlas Australien beschafft. Denn in Australien haben wir nichts Besseres bzw. nichts Anderes gesehen. Dabei war es dort nicht einfach, überhaupt Kartenmaterial zu finden. Der Reiseführer „Westaustralien und das Top End“ aus der Reihe „australienweit“ war uns eine gute Hilfe.

 

 

 

Unsere Erfahrungen mit dem Wohnmobilvermieter Apollo waren durchwachsen. Spätestens seit unserer Neuseelandreise kennen wir erheblich Besseres. Als Camper-Neulinge haben wir nur auf offiziellen Campgrounds übernachtet und deren Einrichtungen genutzt. Dabei gab es keine Probleme.

 

Auf eine besondere Annehmlichkeit in Australien wollen wir gern noch hinweisen: Auf Campingplätzen, auch auf staatlichen, sowie in öffentlichen Parks sind Gasgrills installiert, mit Gas, kostenlos. Diese Grills haben eine Edelstahlplatte, auf der ohne Kontakt mit dem Feuer gegrillt wird. An einer Kette hängt eine Spachtel zum Reinigen der Platte. Grillen ist in Australien eine Art Jedermannsrecht.

 

 

 

Australien ist solch ein großartiges Reiseland, insbesondere für Naturliebhaber, dass wir immer noch kaum fassen können, wie viel Besonderes und Schönes wir dort in kurzer Zeit gesehen und erlebt haben. Aus unseren 30 Tagen in Australien sind 71 abwechslungsreiche Blogbeiträge (und diese Zusammenfassung) entstanden.

Die Highlights dieser Reise waren im Roten Zentrum:

in Westaustralien:

Damit ist der Bericht von unserer Reise durch Zentral- und Westaustralien abgeschlossen.

 

 

 

 

Zentral- und Westaustralien im Womo Weiterlesen »