Estland im Womo

Zweieinhalb Wochen im Sommer waren wir auf unserer Polen-Baltikum-Rundreise in Estland unterwegs. In dieser Zeit haben wir so viel erlebt und gesehen, dass in 18 Tagen 35 Blogbeiträge entstanden sind, plus dieser.
An der Ostseeküste im Südwesten des Landes sind wir von Lettland her eingereist und in den Soomaa-Nationalpark gefahren. Weiter führte unsere Route auf die Inseln Muhu und Saaremaa. Über Haapsalu und Rummu sind wir zur Hauptstadt Tallinn und von dort entlang der Nordküste gereist. Der Lahemaa-Nationalpark, die Glintküste und Narva im äußersten Osten des Landes waren die Ziele. Schließlich sind wir am Peipussee entlang in den Südosten gefahren, durch den Karula Nationalpark, und wieder nach Lettland.




Das nördlichste, kleinste und am dünnsten besiedelte der drei baltischen Länder hat uns nachhaltig begeistert. Es ist eine angenehme Mischung aus sehr viel Natur und moderner Welt. Vieles hat uns an Finnland und Schweden erinnert.


Das ganze Land ist recht flach, nur regional hügelig. Entsprechend prägen Seen und Moore, besonders aber Wälder, die Landschaft. Hinzu kommen die zerklüftete Küste und die Inseln.


In Estland stehen viel mehr Leuchttürme, als in Lettland und Litauen, sogar am Peipussee. Die Suche nach ihnen hat uns wieder viele unerwartete Abenteuer und herrliche Landschaften beschert.


Neben der bekannt attraktiven Hauptstadt Tallinn haben wir viele interessante Dörfer gesehen, mächtige Burgen, romantische Burgruinen, liebevoll restaurierte Gutshöfe und einen zaristischen Bahnhof. Sogar zu einer Gemäldeausstellung waren wir persönlich eingeladen.



Für Abwechslung zu kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten haben geologische und Naturphänomene gesorgt, z.B. Wanderwege über Hochmoore, die Findlingsküste und der Traumstrand am Peipussee.


Für unsere Art zu Reisen ist Estland fast perfekt. Die kostenlosen so genannten Campingplätzen der staatlichen Forstverwaltung RMK, die insbesondere für Zeltende ausgestattet sind, haben regelmäßig auch Platz für ein paar Wohnmobile. Und es gibt viele weitere Möglichkeiten, wo man in der Wildnis frei stehen kann.

Estnisch ist für uns eine exotische Sprache. Es gehört zur Finnisch-Ugrischen Sprachfamilie, mit dem Finnischen ist es verwandt. Im Osten Estlands wird überwiegend russisch gesprochen, dort helfen englisch oder deutsch kaum weiter. Und doch gab es immer eine Verständigung, wo dies nötig war. Im Westen und Norden des Landes sind insbesondere jüngere Menschen überwiegend des Englischen mächtig, nicht selten sehr gut.



Mobiles Internet ist in Estland sehr preisgünstig. Die Netzabdeckung des Landes mit schnellem Internet, bis in die Wildnis hinein, ist sehr gut. Zudem gibt es viele öffentliche WLANs.


Unsere schönsten Erlebnisse und Eindrücke (in der Reihenfolge der Reise) waren:
- der Ingatsu Moorpfad im Soomaa-Nationalpark
- die Klippen von Üügu auf der Insel Muhu
- die Frühwanderung um den Koigi-See auf der Insel Saaremaa
- die Burg von Kuressaare auf Saaremaa
- die Küste beim Leuchtturm von Lõu auf Saaremaa
- der Museumsbahnhof in Haapsalu
- Grube und Kalkberg in Rummu
- die Altstadt der Hauptstadt Tallinn
- die Findlingsküste im Lahemaa-Nationalpark
- der Wanderweg an der Glintküste
- die Festungen in Narva und Ivangorod
- der phänomenale Sandstrand am Nordufer des Peipussee
- die roten Felsen von Kallaste am Westufer des Peipussee
Der Bericht vom Estland-Teil unserer Polen-Baltikum-Rundreise ist damit abgeschlossen. Weitere Informationen, die alle drei baltischen Länder betreffen, haben wir im Gesamt-Rückblick am Ende der Reise veröffentlicht.
Frau Rumkommer präsentiert ihre besonderen Estland-Fotos auf ihrer Webseite.
Der Herumkommer hat auf seiner Internetseite reinhardprinzmeier.de mit den besten Fotos aus Europa, Amerika, Afrika und Ozeanien seine besten Aufnahmen von Estland sowie Leuchttürme in Estland hinzugefügt.
