Kotor von hoch oben

 

Von Cetinje wollen wir nach Kotor fahren. Die Route ist in unserer Straßenkarte grün markiert, also eine landschaftlich schöne Strecke. Zu unserer Überraschung ist sie im Womo-Führer nicht erwähnt, stattdessen empfiehlt der die nicht markierte Route nach Budva. Zunächst ist die Straße gut ausgebaut, teilweise neu. Einige Serpentinen in unserer Karte sind durch einen neuen Tunnel obsolet geworden. Danach blicken wir von oben auf das pittoreske Njeguši, das wir dann durchqueren.

english:
Kotor from high above

From Cetinje we want to drive to Kotor. The route is marked in green in our road map, so a scenic route. To our surprise, it is not mentioned in the (German) camper guide, instead recommending the unmarked route to Budva. First, the road is well developed, partly new. Some serpentines in our map have become obsolete by a new tunnel. Then we look from above at the picturesque Njeguši, which we then cross.

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Kilometer weiter öffnet sich der Ausblick über die Bucht von Kotor, die etwa tausend Meter unter uns liegt. Die Straße ist hier schmal, der Asphalt ausgefahren und brüchig. In einigen Kehren gibt es immer weitere Blicke in die Tiefe, schließlich direkt auf Kotor, wo ein Kreuzfahrtschiff vor der Stadt liegt.

english:
A few kilometers further on, the view opens out over the bay of Kotor, which lies about a thousand meters below us. The road is narrow here, the asphalt worn out and brittle. In some hairpin bends, there are always more glimpses into the depths, finally directly on Kotor, where a cruise ship is located in front of the city.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann beginnt der eigentliche Abstieg über Serpentinen. Etwa bei einer Höhe von 900 m ist die erste Haarnadelkurve mit „25“ markiert, die weiteren werden herunter gezählt. Die Straße ist einspurig mit seltenen, schmalen Ausweichstellen. Wir haben Glück, dass keine Touristensaison ist. Nur drei oder vier Fahrzeuge kommen uns entgegen. Wäre unser Wohnmobil etwas breiter (als die 199 cm), kämen wir in Teufels Küche, so eng sind die Begegnungen. Eine Leitplanke gibt es hier nicht. Die alten Begrenzungsmäuerchen sind brüchig, teils weg gekippt oder fehlen ganz. Diese Abfahrt ist kein Vergnügen und wir sind überglücklich, als sie geschafft ist. Jetzt ahnen wir, warum der Womo Führer die Route meidet.

english:
Then the actual descent begins on serpentines. Approximately at a height of 900 m, the first hairpin curve is marked with „25“, the others are counted down. The road is one-lane with rare, narrow passages. We are lucky that this is not the tourist season. Only three or four vehicles meet us. If our camper was a bit wider (than the 199 cm), we would be in devils kitchen, so close are the encounters. A guardrail does not exist here. The old boundary walls are fragile, partly tilted or missing altogether. This descent is no fun and we are overjoyed when it’s done. Now we guess why the camper guide avoids this route.

 

 

 

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