Mal eben durch Alaska

Außer dem Glacier Highway gibt es noch zwei weitere attraktive Gründe, nach Stewart zu reisen: Bärenbeobachtung und der Salmon Glacier (Lachs-Gletscher). Im Stewart Information Center bekommen wir eine kostenlose Broschüre mit Wegbeschreibung. Gleich jenseits von Stewart fahren wir über die US-Grenze nach Hyder. Eine Grenzkontrolle bei der Einfahrt nach Alaska ist hier nicht vorgesehen, es gibt sowieso keinen anderen Weg, als den zurück. Dass Hyder ein kleines Nest ist, das schon bessere Zeiten gesehen hat, haben wir geahnt. Tatsächlich ist das einzige Leben im Ort, das wir wahrnehmen, der Campingplatz direkt an der Durchgangsstraße. Der Lebensmittelladen und die Tankstelle sind geschlossen und dem Verfall preisgegeben. Zunächst sind wir noch verwirrt wegen der extrem niedrigen Geschwindigkeitsbegrenzung, dann wird uns klar, dass es Meilen pro Stunde sind, wir sind in den USA.

Zum so genannten Lachs-Lauf im Spätsommer, wenn die Fische „ihren“ Fluss hinauf schwimmen, kommen Schwarzbären und Grizzlybären zum Fish Creek am Ortsausgang von Hyder. Dort sind Holzstege und -laufgänge, von denen die Bären in Sicherheit beobachtet werden können. Aber die aktuellen Aufzeichnungen aller Wildbeobachtungen am Kiosk zeigen uns, dass hier noch kaum etwas passiert: Etwa ein Schwarzbär am Tag, obwohl schon ein paar Lachse da sind. Damit wollen wir uns nicht aufhalten und fahren weiter in Richtung Salmon Glacier.

Ein paar hundert Meter hinter der Bärenbeobachtungszone wechselt die Straße zu einer heftig staubenden Schotterstraße. Sie ist ein wenig abenteuerlich, mit starken Anstiegen und einigen Engstellen, über längere Strecken entlang der Bergwand. Fast unbemerkt, nur durch ein Hinweisschild markiert, fahren wir wieder nach British Columbia hinein. Eine direkte Straße innerhalb Kanadas zum Gletscher gibt es nicht. Als wir zum ersten Mal den Fuß des Gletschers tief unter uns sehen, überquert ein Murmeltier die Straße und verschwindet am Berghang.

english:
Just quickly through Alaska

In addition to the Glacier Highway, there are two other attractive reasons to travel to Stewart: bear watching and the Salmon Glacier. At the Stewart Information Center we get a free brochure with directions.

Just beyond Stewart we drive across the US border to Hyder. A border control at the entrance to Alaska is not provided here, there is no other way than the back anyway. That Hyder is a small nest that has seen better times, we have guessed. In fact, the only place we notice live is the campsite right at the thoroughfare. The grocery store and the gas station are closed and exposed to decay. At first we are confused because of the extremely low speed limit, then we realize that it’s miles per hour, we are in the US.

For the so-called salmon run in late summer, when the fish swim „their“ river, black bear and grizzly bear come to Fish Creek on the outskirts of Hyder. There are wooden walkways from which the bears can be safely observed. But the current records of all wildlife viewing at the kiosk show us that hardly anything happens here: about one black bear a day, even though a few salmon are already there. We do not want to spend time there and continue towards Salmon Glacier.

A few hundred meters past the bear observation zone, the road changes to a heavily dusty gravel road. It is a bit adventurous, with strong climbs and some bottlenecks, over longer stretches along the mountain wall. Almost unnoticed, marked only by a sign, we drive back to British Columbia. A direct road within Canada to the glacier does not exist. When we see the foot of the glacier deep below us for the first time, a groundhog crosses the road and disappears on the mountainside.

Now it is still a few kilometers upward. Parking bays are laid out at various viewpoints, from which we have different views of the glacier and the surrounding mountains, until we reach the summit after 37 km (from Stewart).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun geht es noch einige Kilometer beran. An diversen Aussichtspunkten sind Parkbuchten angelegt, von denen wir immer wieder andere Aussichten auf den Gletscher und die umgebenden Berge haben, bis wir nach 37 km (ab Stewart) am Gipfelpunkt anlangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare zu „Mal eben durch Alaska“

  1. Hi Ihr 2,
    die Gletscher sind ja der Hammer, tolle Fotos👍👍👍👍👍👍👍👍👍🤣👍👍👍👍👍🤣😉🤗.
    Wir sind seit 10 Tagen wieder auf Mallorca und genießen unsere Casa, die Landschaft und die Natur.
    Dicken Drücker🙅‍♀️🙅‍♀️🙅‍♀️😘
    Heike

    1. Hallo Heike,
      ja, auf dieser Reise voller spektakulärer Eindrücke war der Salmon Glacier ein besonderer Höhepunkt, in zweifacher Bedeutung des Wortes.
      Liebe Grüße,
      Krim und Reinhard

  2. Hallo Krim und Reinhard,
    herzlichen Dank für Eure tollen Text- und Bildergeschichten, die ich schon seit einiger Zeit mit großen Interesse verfolge. Ich wünsche Euch auch weiterhin tolles Fotografierwetter und eine gute Reise.

    Peter

    1. Hallo Peter,
      danke für das Lob. Wir freuen wir uns drüber besonders, weil es von jemandem kommt, der ähnlich wie wir reist und auch bloggt.
      Herzliche Grüße aus Kanada,
      Krim und Reinhard

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