Muschelsand satt

 

Elf Tage nach unserer Ankunft in Brunswick und gut vier Wochen nach der Abgabe im Hafen von Bremerhaven haben wir endlich unser Wohnmobil wieder. Den Schiffstransport hat es unbeschädigt überstanden. Es ist ein gutes Gefühl, wieder im eigenen (mobilen) Zuhause zu sein.

Das Hotel war gut, wesentlicher Grund, es zu buchen, war das hoch gelobte Frühstück. Für ernährungsbewusste Menschen mit Esskultur war das jedoch unterirdisch! Jetzt können wir wieder mit Besteck aus Metall von Tellern aus Porzellan essen, müssen nicht ein weiches Plastikmesser aus einer Plastikverpackung befreien und versuchen damit den gekühlten Klumpen Butter auf das weiche „Brot“ auf dem Pappteller zu verteilen. Tee und Kaffee können wir mit richtiger Milch und aus Porzellantassen trinken, statt mit Pulver „Creamer“ und aus Pappbechern (umgerührt mit einem Plastikstäbchen), Saft aus Gläsern statt aus einem Plastikbecher. Unser Frühstück wird nicht mehr aus dem weißesten Weißbrot mit Rührei auf Pulverbasis sowie süßer Waffel mit Sirup und süßen und zusätzlich gezuckerten Cerealien mit entfetteter Milch bestehen.

Noch ein paar Besorgungen und wir sind wieder unabhängig. Bei Tractor Supply lassen wir die Gasflasche mit Propan füllen. Der angeschlossene Gartenmarkt hat einen Außen-Wasserhahn, aus dem wir unseren Frischwassertank füllen dürfen. Der große Walmart-Supermarkt hat auch eine günstige Tankstelle, an der wir den Dieseltank füllen. Und dann brauchen wir im Supermarkt mehr als zwei Stunden, um die wichtigsten Lebensmittel für den Start einzukaufen. Als wir dort heraus kommen, ist es bereits dunkel. Aber wir haben unweit Brunswick einen Stellplatz für die erste Nacht schon ausbaldowert: Ein Wanderparkplatz in einem Wald. Dort verbringen wir den Abend mit Um- und Einraumen. Erschöpft fallen wir früh ins Bett.

Am folgenden Tag kann unsere Nordamerika-Reise richtig losgehen, nach Süden, nach Florida. Erstklassige Sandstrände sind ein Aushängeschild Floridas. An der Atlantikküste ziehen sie sich schier unendlich entlang. Vom Highway A1A, der nahe der Küste verläuft, sind Strand und Meer nur selten zu sehen, meist edle bis exklusive Gebäude sind auf die erste Dünenreihe gebaut.

Südlich von Marineland finden wir einen großen Strandparkplatz. Hier im Schutzgebiet ‚River to Sea Preserve‘ steht ein perfekter Holzbohlenweg auf der Düne parallel zum Strand. Der Strand besteht aus Muschelsand und ist entsprechend leicht orange. Hier ist so viel Muschelsand, dass er zu großen Brocken und Platten verfestigt ist. In einige hat das Meer runde Öffnungen gespült.

english:

Shell sand to the max

Eleven days after our arrival at Brunswick and a good four weeks after dropping it off in Bremerhaven harbour, we finally have our campervan back. It survived the transport by ship undamaged. It’s a good feeling to be back in our own (mobile) home.

The hotel was good, the main reason for booking it was the highly praised breakfast. However, for nutrition-conscious people with an eating culture, it was subterranean. Now we can eat again with metal cutlery from porcelain plates, we don’t have to free a soft plastic knife from plastic packaging and try to spread with it the chilled lump of butter on the soft „bread“ on the paper plate. We can drink tea and coffee with real milk and from porcelain cups, instead of powdered „creamer“ and from paper cups (stirred with a plastic stick), juice from glasses instead of a plastic cup. Our breakfast will no longer consist of the whitest white bread with powder-based scrambled eggs and sweet waffles with syrup and sweet and additionally sugared cereals with defatted milk.

A few more errands and we are independent again. We have the gas cylinder filled with propane at Tractor Supply. The adjoining garden centre has an outside tap from which we can fill our fresh water tank. The large Walmart supermarket has a cheap petrol station, too, where we fill the diesel tank. And then we need more than two hours in the supermarket to buy the most important groceries for the start. By the time we get out of there, it’s already dark. But we have already found a pitch for the first night not far from Brunswick: a trailhead car park in a forest. There we spend the evening moving and packing up. Exhausted, we fall into bed early.

The following day, our North American journey can really get underway, heading south to Florida. First-class sandy beaches are one of Florida’s hallmarks. They stretch endlessly along the Atlantic coast. From the A1A highway, which runs close to the coast, the beach and the sea are rarely visible, with mostly elegant and exclusive buildings built on the first row of dunes.

South of Marineland we find a large beach car park. Here in the ‚River to Sea Preserve‘ there is a perfect wooden boardwalk on the dune parallel to the beach. The beach is made of shell sand and is therefore slightly orange in colour. There is so much shell sand here that it has solidified into large chunks and slabs. The sea has washed round openings into some of the them.

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1 Kommentar zu „Muschelsand satt“

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Start im eigenen „Heim“ :-) gute Reise und nochmals vielen Dank für die tollen Fotos

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