Australien-Reise

Dies ist der gesamte Blog unserer Reise durch Australiens Rotes Zentrum und Westaustralien

Er enthält die vierwöchige Reise durch Australien ab Frühlingsanfang (auf 4 Seiten), einschließlich Rückblick:

english:

Australia tour

This is the entire blog of our trip through Australia’s Red Center and Western Australia
It contains the four-week trip through Australia from the beginning of spring (on 4 pages), including a review:

 

Alice Springs

Puh, das war anstrengend! Anderthalb Tage hat die Anreise gedauert. Mit der Bahn nach Frankfurt, mit Qantas nonstop nach Singapur. Dort einige Stunden Aufenthalt bis zum Weiterflug. Dann mit Qantas-Töchtern zunächst nach Darwin im Norden Australiens und nach weiteren Stunden Aufenthalt nach Alice Springs. Wir sind übermüdet und unsere innere Uhr geht völlig falsch. Aber wir sind mitten drin in Australien, im geografischen Zentrum des Landes.

Der Shuttlebus vom unscheinbaren Flugplatz weit außerhalb fährt alle Hotels und Hostels ab, bis wir fast als letzte Passagiere an unserem Hotel aussteigen. Jetzt würden wir gern schlafen gehen, aber es ist nocht nicht mal 10 Uhr Ortszeit. Unser Gepäck dürfen wir deponieren, einchecken erst ab 14 Uhr.

Also machen wir einen ersten Spaziergang in Australien. ‚Alice‘ ist eine ziemlich spießige Kleinstadt, aber ein besonders schöner Schilderbaum in einem zentralen Park „beweist“, dass es der Nabel der Welt ist.

english:
Phew, that was exhausting! One and a half days the journey took. By train to Frankfurt, with Qantas nonstop to Singapore. There a few hours layover until the onward flight. Then with Qantas daughters first to Darwin in the north of Australia and after another hours stopover to Alice Springs. We are tired and our internal clock is completely wrong. But we’re in the middle of Australia, in the geographic center of the country.

The shuttle bus from the unimposing airfield far outside serves all hotels and hostels until we get off almost as last passengers at our hotel. Now we would like to go to sleep, but it is not even 10 o’clock local time. We can deposit our luggage, check in only at 2 pm.

So we take a first walk in Australia. ‚Alice‘ is a rather withe-bread small town, but an exceptionally beautiful sign tree in a central park “proves” that it is the navel of the world.

Occasionally, the Todd River flows through the town, usually its riverbed is dried up and very dusty. A few days ago, the area was hit by heavy rains, but after a week’s drought, the river is just a trickle. The floor already shows cracks from drying out. Various eucalyptus trees fascinate us.

 

Gelegentlich fließt der Todd River durch die Stadt, meistens ist sein Flussbett ausgetrocknet und sehr staubig. Vor ein paar Tagen wurde die Gegend von erheblichen Regenfällen heimgesucht, aber nach einer Woche Trockenheit ist der Fluss nur noch ein Rinnsal. Der Boden zeigt schon Risse vom Austrocknen. Verschiedenartige Eukalyptusbäume faszinieren uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ins Outback

Am Morgen nach unserer Ankunft in Alice Springs übernehmen wir bei Apollo den Camper, den wir von Deutschland aus gebucht haben. Das ist schlecht vorbereitet und zieht sich hin. Es ist ein Allrad-Pickup mit aufgesetzter Kabine. Die ist recht spartanisch, eigentlich ein besseres Zelt mit Außen-Küche. Wir wollen durch das wüstenhafte Outback fahren, auch auf nicht-asphaltierten Straßen. Darum haben wir das Allradfahrzeug gewählt und nehmen die Einbußen beim Komfort in Kauf.

Als wir endlich am Nachmittag das Fahrzeug haben, decken wir uns mit Vorräten ein. Auch das nimmt einige Zeit in Anspruch. Die nächsten nennenswerten Städte sind mindestens 1.500 km entfernt. Wir werden also in den nächsten Tagen nur selten und nur die wichtigsten Lebensmittel kaufen können.

Beim Start in Richtung Süden ist der Nachmittag schon weit fortgeschritten. Auf dem Stewart Highway, der Darwin im Norden Australiens mit Port Augusta im Süden verbindet, schaffen wir noch 250 km. Am Abzweig des Lasseter Highway liegt das Erldunda Roadhouse mit gut ausgestatteten caravan parking sites. Hier bleiben wir über Nacht.

Am folgenden Tag können wir endlich beginnen, Australien zu genießen. Am Lasseter Highway, der nach Uluru führt, können wir an vielen Stellen anhalten und das Outback erkunden.

english:
Into the outback

On the morning after our arrival in Alice Springs, we take over the camper at Apollo, which we booked from Germany. That is badly prepared and thus time consuming. It is an all-wheel-drive pickup with attached cab. It is quite spartan, actually a better tent with outdoor kitchen. We want to drive through the desertic outback, even on unpaved roads. That’s why we have chosen the four-wheel drive vehicle and accept the loss of comfort.

When we finally have the vehicle in the afternoon, we stock up on supplies. That too takes some time. The nearest major cities are at least 1,500 km away. So in the next few days we will rarely be able to buy only the most important foods.

When starting south, the afternoon is already well advanced. On the Stewart Highway, which connects Darwin in the north of Australia with Port Augusta in the south, we still make 250 km. At the junction of the Lasseter Highway is the Erldunda Roadhouse with well-equipped caravan parking sites. Here we stay overnight.

The following day, we can finally start enjoying Australia. On Lasseter Highway, which leads to Uluru, we can stop in many places and explore the outback.

Virtually everything here is alien here: plants, flowers, the red soil. Often we see freshly washed out sinks, where a lot of soil was washed away during the torrential rains a few days ago. By now almost everything is dry again and everywhere it is blooming.

 

 

 

Hier ist praktisch alles fremd: Pflanzen, Blumen, der rote Boden. Häufig sehen wir frisch ausgewaschene Senken, in denen bei den sintflutartigen Regenfällen vor ein paar Tagen viel Erdreich weggespült wurde. Inzwischen ist fast alles wieder trocken und überall blüht es.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Road Trains

Der Lasseter Highway ist eine gute, asphaltierte Straße. Allerdings folgt sie absolut dem Profil der Landschaft, ohne dass Hügel oder Senken ausgeglichen sind. In Australien ist Linksverkehr, aber mit dem hier gemieteten Fahrzeug ist das für uns kein Problem.

english:
The Lasseter Highway is a good paved road. However, it absolutely follows the profile of the landscape, with no hills or dips balanced. In Australia is left-hand traffic, but with the here vehicle rented that is no problem for us.

A problem can be the huge truck and trailers that can be found everywhere. These so-called Road Trains consist of a massive towing vehicle and usually three extremely long trailers. To overtake such a long truck-trailer-combination would be an adventure. But most of the time the road trains drive so fast that they overtake themselves. That too is dangerous. The size and mass of them as well as the high speed cause not only dust but also stones to be whirled up. Even when a road train is approaching, it is recommended to drive to the left so as not to be hit by stones.

In the midday heat we pass two Road Trains parked on the roadside, which have „loaded“ cattle. One of the tractors is obviously broken, the two drivers are busy with it. The vehicles are covered all over with encrusted red mud. Apparently they drove over rainy earth roads in the Red Center of Australia.

 

Zum Problem können die riesigen Lastzüge werden, die hier überall anzutreffen sind. Diese sogenannten Road Trains bestehen aus einer wuchtigen Zugmaschine und meistens drei extrem langen Anhängern. Ein so langes Gespann zu überholen, wäre ein Abenteuer. Aber meistens fahren die Road Trains ohnhin so schnell, dass sie selbst überholen. Auch das ist gefährlich. Größe und Masse der Gespanne sowie die hohe Geschwindigkeit führen dazu, dass nicht nur Staub aufgewirbelt wird, sondern auch Steine. Selbst bei entgegen kommendem Road Train wir empfohlen, links ran zu fahren, um nicht von Steinen getroffen zu werden.

 

In der Mittagshitze passieren wir zwei am Straßenrand abgestellte Road Trains, die Rinder „geladen“ haben. Eine der Zugmaschinen ist offenbar defekt, die beiden Fahrer sind damit beschäftigt. Die Fahrzeuge sind über und über mit verkrustetem rotem Schlamm überzogen. Offenbar sind sie über regennasse Pisten im Roten Zentrum Australiens gefahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mount Conner

Bis Uluru sind es noch etwa 100 km, da taucht links des Lasseter Highway in der Ferne hinter Wüstenkasuarinen (Desert Oaks) ein großes Felsplateau auf: Der Tafelberg Mount Conner. Wie das ganze umgebende Land ist auch dieser Felsen rostrot. Die Dünen nahe der Straße sind allerding heller rot bis grell orange. Im Gegensatz zum dichten Buschwerk auf einer Seite des Highway ist die andere offeneres Gelände mit verschiedenen Eukalyptusbäumen.

english:
To Uluru there are still about 100 km, as on the left of the Lasseter Highway in the distance behind desert oaks a large rocky plateau appears: table mountain Mount Conner. Like all the surrounding land, this rock is rusty red. The dunes near the road however, are brighter red to gaudy orange. Unlike the dense bushes on one side of the highway, the other is more open terrain with various eucalyptus trees.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamele im Outback

Wir haben natürlich davon gehört, dass einige hunderttausend Kamele durch das Outback ziehen. Im 19. Jahrhundert wurden einige der Dromedare in Australien eingeführt als Last- und Reittiere bei der Erschließung des Landes. Irgendwann wurden sie nicht mehr gebraucht und frei gelassen. Offenkundig sind ihre Lebensbedingungen in den ariden Gebieten Australiens sehr gut, denn sie vermehren sich rasant. Und plötzlich steht da neben der Straße eine Herde Kamele. Das passiert uns ja nicht alle Tage.

english:
Camels in the outback

Of course, we’ve heard that hundreds of thousands of camels are moving through the outback. In the 19th century, some of the dromedaries were introduced in Australia as pack animals and mounts in the development of the country. At some point they were no longer needed and released. Obviously, their living conditions in the arid areas of Australia are very good, because they multiply rapidly. And suddenly there is a herd of camels beside the road. That does not happen to us every day.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uluru in Sicht

Neben der Oper in Sydney gilt Uluru als bekanntestes Wahrzeichen Australiens. Also sind wir begeistert, als es endlich in der Ferne vor uns aus der Landschaft auftaucht. Dieser riesige, genarbte Stein ist einfach faszinierend. Und je weiter wir ins Outback des roten Zentrums voran kommen, desto filigraner werden die Muster in den roten Dünen.

english:
Uluru in sight

In addition to the Sydney Opera, Uluru is Australia’s most famous landmark. So we are thrilled when it finally appears in the distance in front of us from the landscape. This huge, grained stone is simply fascinating. And the further we get into the outback of the Red Centre, the more filigree the patterns in the red dunes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uluru / Ayers Rock

Rechtzeitig vor Sonnenuntergang haben wir Uluru erreicht. Die ersten Europäer, die diesen beeindruckenden Inselberg in der zentralaustralischen Wüste „entdeckten“, nannten ihn Ayers Rock. Für die Anangu, die Aborigines, die hier seit mehr als zehntausend Jahren leben, ist Uluru ein Heiliger Berg. Und selbst für aufgeklärte Menschen ist nachvollziehbar, dass der rund 350 m hohe Felsen spirituell animiert. Das wird besonders deutlich bei Sonnenuntergang, wenn seine rötliche Farbe noch verstärkt wird. Innerhalb weniger Minuten ändern sich die Rottöne, um dann fast schlagartig nach grau zu wechseln, sobald das Sonnenlicht erloschen ist.

english:
In time for sunset we have reached Uluru. The first Europeans who „discovered“ this impressive sandstone formation in the Central Australian desert called it Ayers Rock. For the Anangu, the Aborigines who have lived here for more than ten thousand years, Uluru is a Sacred Mountain. And even for enlightened people is understandable that the approximately 350 m high rock animates spiritually. This becomes particularly clear at sunset, when its reddish colour is enhanced. Within a few minutes, the reds change and then almost sudden switch to gray as soon as the sun extinguishes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Köpfe

Etwa 30 km von Uluru entfernt ragt eine Gruppe von 36 rundlichen Felsen aus der Umgebung heraus: Kata Tjuta, was in der Sprache der Anangu ‚viele Köpfe‘ bedeutet und das Gebilde gut beschreibt. Der weiße „Entdecker“ nannte es „The Olgas“.

english:
Many heads

About 30 km from Uluru, a group of 36 rounded rocks tower out of the area: Kata Tjuta, which in the Anangu language means ‚many heads‘ and describes the structure well. The white „discoverer“ called it „The Olgas“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kata Tjuta / The Olgas

Wir finden Kata Tjuta noch interessanter, als Uluru. Die vielen unterschiedlichen Felsen sind wie Individuen in einer Gruppe.

english:
We find Kata Tjuta even more interesting than Uluru. The many different rocks are like individuals in a group.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Valley of the Winds

Für die Anangu sind große Teile von Kata Tjuta heilig und sie nutzen sie als Ort für Rituale. Öffentlich zugänglich ist ein Wanderweg durch das Valley of the Winds (Tal der Winde). An heißen Tagen ab 36°C wird er zum Schutz der Besucher geschlossen. Wir haben Glück, denn die Temperatur bleibt knapp darunter. Daher schaffen wir nur einen Teil des Rundwegs und kehren rechtzeitig um. Wir gehen zwischen den Felsdomen hindurch über steinige Wege. Eine grobe Treppe führt tief hinab, drohend ragt über uns aus dem Fels ein großer Findling, der dort ausgewaschen ist.

english:
For the Anangu, large parts of Kata Tjuta are sacred and they use them as a place for rituals. Public is a hiking trail through the Valley of the Winds. On hot days from 36°C it is closed to protect the visitors. We are lucky because the temperature stays just below. Therefore, we only make part of the loop and turn around in time. We walk between the rock domes on stony paths. A rough staircase leads deep down, threatening a large boulder protrudes above us from the rock, which is washed out there.

A stream flows through a lush valley. Here is a refuge for finches in the shady trees. Then we have to climb a very steep rock face and hike along a rocky ridge.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch ein üppiges Tal fließt ein Bach. Hier ist in den schattenspenden Bäumen ein Refugium für Finken. Dann müssen wir eine sehr steile Felswand erklimmen und auf einem Felsrücken entlang wandern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luritja Road

Bei Kata Tjuta endet die Straße. Um zu unseren weiteren Zielen zu kommen, müssen wir den Lasseter Highway etwa zur Hälfte zurück fahren. Am Abzweig der Luritja Road nach Norden zum Watarrka Nationalpark haben Witzbolde einen Baum mit Schuhen und Kleidungsstücken „garniert“.

english:
At Kata Tjuta the road ends. To get to our further destinations, we have to drive the Lasseter Highway about half way back. At the junction of Luritja Road north to Watarrka National Park, jokesters have „garnished“ a tree with shoes and clothing.

On a large rest area with a forest of desert casuars at the Luritja Road we make our lunch break. The trunks and branches of the trees on a large area are all charred. But the trees are green again. Here a forest fire ran through some time ago. Some trees across the road probably got worse. Striking are the crested pigeons that drink from a puddle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf einem großen Rastplatz mit einem Wald von Wüstenkasuarinen an der Luritja Road machen wir unsere Mittagspause. Die Stämme und Äste der Bäume auf einer großen Fläche sind alle verkohlt. Aber die Bäume sind wieder grün. Hier ist vor einiger Zeit ein Waldbrand durch gezogen. Einige Bäume auf der anderen Straßenseite hat es wohl schlimmer erwischt. Auffällig sind die Spitzschopftauben, die aus einer Pfütze trinken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blühende Wüste

Wir haben den Rastplatz an der Luritja Road nur ein paar Kilometer hinter uns gelassen, da fahren wir durch ein Meer von Wildblumen. Bei unserem Start zu dieser Reise war zu Hause Herbstanfang, auf der Südhalbkugel ist also Frühling. Hier im Zentrum Australiens herrschen sommerliche Temperaturen. Der heftige Regen ein paar Tage vor unserer Ankunft war wohl der Impuls, der die Vegetation quasi explodieren ließ.

english:
Blooming desert

We have left the rest area at Luritja Road just a few miles behind, driving through a sea of wildflowers. When we started for this trip at home was the beginning of autumn, so in the southern hemisphere is spring. Here in the center of Australia, summer temperatures prevail. The heavy rain a few days before our arrival was probably the impulse that made the vegetation almost explode.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kings Canyon

Die Hauptattraktion im Watarrka National Park, etwa 150 km nördlich von Uluru, ist die größte Schlucht Australiens, der Kings Canyon.

english:
The main attraction in Watarrka National Park, about 150 km north of Uluru, is Australia’s largest gorge, Kings Canyon.

At the start of the trails in the area of the canyon, signs point to the risks of high temperatures. We want to hike on Kings Canyon Rim Walk, which leads around the canyon. It starts with a steep climb and we quickly understand the warnings on the signs.

The efforts are rewarded with magnificent views of the rock domes in the surrounding plateau and the flatland lying at your feet. We can not manage the entire 6 km long circuit in the heat and turn back in time.

 

 

 

 

 

 

 

Am Anfang der Wanderwege im Gebiet des Canyon weisen Schilder auf die Risiken durch hohe Temperaturen hin. Wir wollen auf dem Kings Canyon Rim Walk wandern, der um den Canyon herum führt. Der beginnt mit einem steilen Anstieg und wir verstehen sehr schnell die Warnungen auf den Schildern.

 

 

 

 

 

 

 

Die Anstrengungen werden belohnt mit grandiosen Ausblicken auf die Felsdome im umgebenden Hochplateau und das zu Füßen liegende Flachland. Den gesamten 6 km langen Rundweg schaffen wir in der Hitze nicht und kehren rechtzeitig um.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mereenie Loop Road

Im Kings Canyon Resort kaufen wir die Berechtigung, die Mereenie Loop Road zu befahren. Diese Straße zwischen Kings Canyon und den westlich von Alice Springs gelegenen West MacDonnell Ranges führt durch Land der Aborigines. Dafür ist ein ‚permit‘ erforderlich, das nur am Tag der Fahrt hier in der Tankstelle erhältlich ist. Bis auf ein kurzes Stück beim Resort ist der Loop eine Schotterstraße und Allradfahrzeuge sind empfohlen. Wir haben großes Glück: Nach schweren Überschwemmungen wird an diesem Tag die Straße wieder freigegeben.

Noch am asphaltierten Abschnitt passieren wir mal wieder eine Pegellatte. In Senken der Straßen zeigen sie hier im Zentrum Australiens den Wasserstand nach Regenfällen an. Ein weiteres Indiz, dass hier kürzlich viel Wasser war, sind die melonenartigen Früchte an den Straßenböschungen. Auch die haben wir unterwegs schon mehrmals gesehen. Und dann endet auch schon der Asphalt.

english:
At Kings Canyon Resort we buy a permit to drive on the Mereenie Loop Road. This road between Kings Canyon and West MacDonnell Ranges west of Alice Springs leads through Aboriginal land. This requires a permit, which is only available on the day of the trip here in the gas station. Except for a short stretch at the resort, the loop is a gravel road and 4×4 vehicles are recommended. We are very lucky: After heavy flooding, the road is opened again that day.

Still on the paved section we pass again a level post. In depressions of the roads they show the water level here in the center of Australia after rainfall. Another indication that there was a lot of water here recently is the melon-like fruits on the street embankments. We saw them, too, several times on the way. And then the asphalt ends.

After a few kilometers, there is Ginty’s Lookout near the road. This vantage point is the only place where we may go farther than 50 meters from the roadsides. Up here we have a wonderful view over the partly wooded plain with the Kings Canyon in the background.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach wenigen Kilometern liegt unweit der Straße Ginty’s Lookout. Dieser Aussichtspunkt ist die einzige Stelle, an der wir uns weiter als 50 m von den Straßenrändern entfernen dürfen. Hier oben haben wir einen herrlichen Ausblick über das teilweise bewaldete Flachland mit dem Kings Canyon im Hintergrund.

 

 

 

 

 

Noch ein paar Kilometer weiter wird klar, warum die Piste gesperrt war. Hier steht immer noch eine große, tiefe Pfütze, die jetzt immerhin umfahren werden kann. Gleich daneben ist der Schlamm von der Hitze schon wieder getrocknet und rollt sich auf.

english:
Another few kilometers further it becomes clear why the track was closed. Here is still a big, deep puddle, which can now be avoided. Right next to it, the mud has already dried again from the heat and rolls up.

Next to the road we discover termite mounds. They are red here, like the surrounding soil from which they are built.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben der Straße entdecken wir Termitenhügel. Sie sind hier rot, wie der umgebende Boden, aus dem sie gebaut sind.

 

 

 

 

 

Brumbies: Australiens Mustangs

Im Mereenie Valley grast neben der Mereenie Loop Road eine Herde Wildpferde. Brumbies werden diese verwilderten Nachkommen von Reit- und Lastpferden der Goldsucher des 19. Jahrhunderts genannt. Sie halten deutlich Abstand zu uns und beobachten uns aufmerksam.

english:
Brumbies: Australia’s Mustangs

In the Mereenie Valley, a herd of wild horses graze next to the Mereenie Loop Road. Brumbies are referred to as the feral offspring of 19th century prospectors’ riding horses and sumpters. They keep a clear distance to us and watch us attentively.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Outback

Mehr Outback, als an der Mereenie Loop Road, geht kaum: Menschenleere Wildnis, trockenes Buschland wechselt sich ab mit üppigem Grün, Flachland mit steilen Bergflanken am Straßenrand, dazu die kurvenreiche Schotterstraße mit Schlaglöchern und Sandpassagen, Staub und Hitze. Und dann breitet sich neben der Straße ein unüberblickbares Blütenmeer aus.

english:
More outback, as at the Mereenie Loop Road, is hardly possible: deserted wilderness, dry scrubland alternates with lush greenery, lowlands with steep mountain sides at the roadside, additonally the winding gravel road with potholes and sand passages, dust and heat. And then a vast sea of flowers spreads along the road.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tnorala (Gosse Bluff)

Am Ende des Mereenie Loop folgen wir dem Red Centre Way weiter nach Norden und fahren auf dem Namatjira Drive auf die West MacDonnell Ranges zu. „Wuschelköpfe“ am Straßenrand erregen unsere Aufmerksamkeit, die wollen wir aus der Nähe sehen. Es sind Grasbäume (grasstree, auch blackboy). An einem Stein wärmt sich eine kleine Echse.

english:
At the end of the Mereenie Loop we continue on the Red Centre Way to the north and drive on the Namatjira Drive to the West MacDonnell Ranges. „Fuzzy-heads“ on the roadside attract our attention, we want to see them up close. They are grass trees (also blackboy). A small lizard warms itself on a stone.

After a few kilometers we reach Tyler’s Pass lookout. From here we have a magnificent view of Tnorala, called ‘Gosse Bluff‘ by the white „discoverers“. 142.5 million years ago, a 600-meter-wide comet hit here, leaving a crater about 22 km across. We look over the crater trough to the central mountain.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach ein paar Kilometern erreichen wir den Tyler’s Pass lookout. Von hier haben wir einen herrlichen Ausblick auf Tnorala, von den weißen „Entdeckern“ ‚Gosse Bluff‘ genannt. Vor 142,5 Millionen Jahren ist hier ein 600 m großer Komet eingeschlagen und hat einen Krater von etwa 22 km Durchmesser hinterlassen. Wir blicken über die Kratersenke auf den Zentralberg.

 

 

 

 

 

 

 

Ormiston Gorge

Nach der Fahrt durch die staubige rote Halbwüste erscheint uns der Mount Sonder Lookout wie eine Oase. Über einen gut gefüllten See blicken wir auf einen der höchsten Berge der West MacDonnell Ranges an deren westlichem Ende.

english:
After driving through the dusty red semi-desert, the Mount Sonder Lookout seems like an oasis to us. Over a well-filled lake, we look out over one of the highest mountains in the West MacDonnell Ranges at its western end.

But it gets even better: the Namatjira Drive now runs south of the mountain range. From there an 8 km long spur road leads to the Ormiston Gorge. Its driveway is flooded, but already passable again.

In the gorge is a dreamlike lake with a magnificent beach. From the ghost gum lookout above the lake, the view goes along the gorge and down to the lake. (Eucalyptus trees in Australia are called Gum trees or Gum for short. One of the more than 600 species has a snow-white stem and is therefore known as the ghost gum.)

 

 

 

Aber es wird noch besser: Der Namatjira Drive verläuft jetzt südlich des Gebirgszugs. Von ihm führt eine 8 km lange Stichstraße zur Schlucht Ormiston Gorge. Ihre Zufahrt ist überflutet, aber schon wieder passierbar.

 

 

 

 

 

In der Schlucht liegt ein traumhafter See mit herrlichem Strand. Vom Ghost Gum Lookout oberhalb des Sees geht der Blick entlang der Schlucht und nach unten auf den See. (Eukalyptusbäume heißen in Australien Gum trees oder kurz Gum. Eine der über 600 Arten hat einen schneeweißen Stamm und wird daher als Gespenster-Gummibaum bezeichnet: Ghost Gum.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buschfeuer

Schon mehrfach haben wir auf unserer Fahrt durch das Rote Zentrum Spuren von Buschbränden gesehen. Vom Campingplatz im Kings Canyon Resort konnten wir beobachten, wie in der Nähe offenbar kontrolliert ein Areal abgebrannt wurde. Die Aborigines haben jahrtausendelange Erfahrung damit. Nach Regenfällen sind solche kontrollierten Brände möglich. Sie verhindern verheerende Großbrände, weil große Ansammlungen von trockenem brennbarem Material verhindert werden.

english:
Bush fire

Several times we have seen traces of bush fires on our trip through the Red Centre. From the campsite at Kings Canyon Resort we could see how nearby an area was apparently burned controlled. The Aborigines have millennia of experience with it. After rainfall, such controlled fires are possible. They prevent devastating large fires because large accumulations of dry combustible material are prevented.

On the way towards Alice Springs, at the Namatjira Drive below the West MacDonnell Ranges, we pass an area that has recently burned down. In many cases not even the dry leaves are burnt.

 

 

 

Auf der Fahrt in Richtung Alice Springs passieren wir am Namatjira Drive unterhalb der West MacDonnell Ranges ein Gebiet, das erst kürzlich abgebrannt ist. Vielfach sind nicht mal die trockenen Blätter verbrannt.

 

 

 

 

 

 

 

Wellensittiche

In den West MacDonnell Ranges sind Wellensittiche offenbar stark verbreitet, wir treffen sie hier an verschiedenen Stellen an, stets in größerer Zahl. Sie sind weniger scheu, als viele andere Vögel, und lassen sich daher gut beobachten.

english:
Budgies

Budgerigars are apparently very common in the West MacDonnell Ranges, we find them here in various places, always in greater numbers. They are less shy than many other birds and are therefore easy to watch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

West MacDonnell Ranges

Die MacDonnell Ranges erstrecken sich über hunderte Kilometer westlich und östlich von Alice Springs im Northern Territory. Die parallel verlaufenden Bergkämme der Gebirgskette lassen schon aus der Ferne erahnen, dass sie aufgefaltet sind. Am Namatjira Drive im Westteil des Gebirgszugs passieren wir Felswände aus rotem Sandstein, die aus der Umgebung ragen. Hier ist gut zu erkennen, dass ehemals ebene Flächen von unfassbaren Kräften in die Senkrechte verschoben wurden.

english:
The MacDonnell Ranges stretch hundreds of kilometers to the west and east of Alice Springs in the Northern Territory. The parallel mountain ridges of the mountain chain let adumbrate already from afar that they are folded up. On Namatjira Drive in the western part of the mountain range, we pass red sandstone cliffs that jut out of the surrounding area. Here it is easy to see that previously flat surfaces have been shifted by incredible forces into the vertical.