Schon vor unserer Anreise hat uns die Wohnmobil-Vermietung Wilderness Motorhomes die ‚NZ Frenzy‘ Guidebooks (je ein Band für Nord- und Südinsel) als PDF-Dateien zukommen lassen. Die sind in etwas abgedrehtem, amerikanischem Englisch geschrieben, aber sehr detailliert. Der Autor hat viele interessante Orte in Neuseeland bereist, die in anderen Reiseführern nicht vorkommen. Manche seiner Empfehlungen sind anstrengende Wanderungen und sonstige eher für sportliche junge Leute geeignete Aktivitäten. Aber einige von ihm beschriebene Reiseziele sind auch für uns sehr interessant, z.B. Tawhia Falls und Mud Pool, aber auch andere.
Ganz besonders dankbar sind wir für die Infos zu den Pancake Rocks in Punakaiki, die wir heute sehen wollen. Es handelt sich dabei um Kalksteinfelsen, die aus vielen deutlich von einander abgegrenzten Schichten bestehen, wie aufgestapelte Pfannkuchen eben. Unterschiedlich harte Bereiche des Gesteins sind vom Meer zu Höhlen, unterirdischen Kanälen und offenen Schächten ausgespült worden. Und so haben sich Blowholes gebildet, durch die die Brandung Fontänen jagt. Die dringliche Empfehlung in NZ Frenzy lautet, unbedingt die Flut abzuwarten, bevor man Pancake Rocks and Blowholes besucht. Die Zeiten der Flut-Höchststände hängen im Visitor Center aus. Also haben wir am Vormittag während des Niedrigwassers die Dschungel um den Ort herum erkundet.
Gegen 15 Uhr ist es endlich so weit. Der Weg führt zunächst durch dichte, hohe Vegetation. Dann kommen wir zu den ersten Pancake Rocks.
Noch bevor wir die Blowholes sehen, ist immer wieder die Brandung wie ein Paukenschlag zu vernehmen. Und je näher wir ihnen kommen, um so mehr erkennen wir, dass Felsen und Fontänen nur ein Teil des Schauspiels sind. Erst die durch die Flut befeuerte Hefigkeit der Brandung in den unterirdischen Aushöhlungen verursacht bei jeder neuen Welle einen Erdstoß, der durch Mark und Bein geht. Ganz sicher ist dies eines der absoluten Highlights unserer Reise.

















