Portugals Frühling im Womo

 

Sechs Wochen, von Mitte Februar bis Ende März, sind wir mit unserem Wohnmobil durch den portugiesischen Frühling gereist. Davon haben wir 64 Blog-Beiträge (einschließlich diesem) mit vielen gelungenen Fotos und einer Fülle an Informationen veröffentlicht.

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Nach fast fünf Wochen Anreise durch den Osten Frankreichs und quer durch Spanien haben wir die Ost-Algarve erreicht, im Südosten Portugals. Von dort sind wir der gesamten Küste gefolgt, bis zum Nordwesten des Landes, mit diversen Abstechern ins bergige, teils gebirgige Hinterland.

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Auf unserer Route durch Portugal haben wir viele Facetten des Landes gesehen und dabei den Frühling genossen: An der Algarve war er Mitte Februar schon sommerlich. Die Westküste war im März deutlich kühler, aber landschaftlich nicht weniger grandios. Im einzigen Hochgebirge gab es zur Freude der Einheimischen Mitte März sogar noch späten Schnee.

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Portugal hat eine lange, spektakuläre Atlantikküste mit langen, traumhaften Stränden. Sehr viele Stauseen im überwiegend bergigen Hinterland sind gute Wassersport-Reviere.

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Portugal ist nicht nur ein Ziel für Badetouristen, sondern ein vielseitiges Reiseland mit vielen Naturschönheiten, atemberaubenden Steilküsten, großartigen historischen Städten und Burgen, frühgeschichtlichen Stätten, vielen besonders schönen Leuchttürmen sowie den Metroploen Lissabon und Porto. Hinzu kommen unzählige Klöster und Kirchen, an denen wir weniger interessiert waren.

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Wir haben Portugal als angenehmes und sicheres Reiseland erlebt. Obwohl wir die portugiesische Sprache nicht sprechen, hatten wir keine Probleme mit der Verständigung. Englischsprachige Menschen haben wir noch am Ehesten an der Algarve angetroffen. Wenige nennenswerte Kontakte hatten wir mit Reisenden aus anderen europäischen Ländern. Menschengruppen haben wir wegen Covid-19 gemieden und auch darauf verzichtet, Museen zu besuchen.

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Die Verkehrsinfrastruktur in Portugal ist ordentlich, ähnlich wie in einigen anderen europäischen Ländern. Die portugiesischen Autofahrer fahren überwiegend angenehm und nicht aggressiv.

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Portugal ist ein sehr ordentliches und sauberes Land, möglicherweise noch mehr als Spanien, das uns diesbezüglich schon positiv aufgefallen ist. Überall gibt es Papierkörbe, Mülleimer und Müllcontainer, die man nicht überquellen lässt. Straßen und Plätze werden sauber gehalten und Strände offenbar regelmäßig gesäubert. Vermüllung der Landschaft, wie in Italien, Griechenland und Rumänien, haben wir nicht gesehen.

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Die Infrastruktur für Wohnmobile ist in Portugal sehr gut. Überall gibt es Stellplätze, viele öffentlich und kostenlos, häufig mit Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Auch die sind häufig kostenlos. In den ganzen eineinhalb Monaten haben wir lediglich für Frischwasser einmal 3 € ausgegeben; das war an der Algarve. Dort gibt es kaum kostenlose Stellplätze. Die wenigen sind meist unattraktive, riesige Plätze an Durchgangsstraßen. Wir haben es dort vorgezogen, im Hinterland in Ruhe zu Übernachten. Kommerzielle Stellplätze und Campingplätze gibt es an der Algarve sowie im ganzen Land selbstverständlich sehr viele, aber die sind eher nicht unsere Welt.

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Supermärkte von Lidl und Intermarché bieten in einigen Städten drei bis fünf kostenlose Stellplätze auf ihren Parkplätzen. Das ist keine Idylle, aber ein „Notnagel“, den wir in Lagos genutzt und mit Wäschewaschen kombiniert haben (siehe unten). Intermarché bietet an einigen Supermärkten auch Ver- und Entsorgungseinrichtungen, einige kostenlos. Diese Einrichtungen sind offenbar überwiegend an Intermarché-Märkten mit Tankstelle. Die hatten auf unserer Reise meistens die günstigsten Dieselpreise.

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An vielen Intermarché-Märkten und Einkaufszentren stehen außen Waschmaschinen-Trockner-Kombinationen. Eine 18kg- und eine 8kg-Waschmaschine (einschließlich automatischer Waschmittelzugabe) sowie ein Wäschetrockner (Tumbler) sind üblicherweise zu sehr moderaten Kosten verfügbar. Die Geräte sind über mehrsprachige Eingaben bedienbar und üblicherweise wahlweise mit Münzen oder Kreditkarte zu bezahlen. Die Waschmaschinen sind schnell, wie in Automaten-Waschsalons. Die haben wir übrigens in größeren Städten auch gesehen.

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Unsere Übernachtungsplätze haben wir in Womo-Führern und im internationalen Stellplatz-Portal Campercontact gefunden, nur sehr selten in park4night. Einige haben wir selbst entdeckt. Freistehen ist in Portugal viel einfacher, als wir gedacht haben. Das Gesetz, das es eingeschränkt hat, wurde 2021 wieder entschärft. Im Wesentlichen darf man in Naturparks nicht freistehen.

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Portugal ist ein beliebtes und sehr geeignetes Land, um dem Winter in nördlicheren Ländern auszuweichen. Und es ist ein sehr gutes Land für Wohnmobilreisen. So war es nicht verwunderlich, dass im ganzen Land Wohnmobile unterwegs waren. Besonders beliebt ist, sicherlich wegen des Klimas, die Südküste. Dort war auch die größte Womo-Dichte.

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Wie üblich, waren wir als Selbstversorger unterwegs. Wie schon in anderen europäischen Ländern waren die Supermärkte der uns vertrauten Ketten Lidl und Intermarché erste Wahl für die Lebensmittel-Versorgung. Die führen sowohl deutsche bzw. westeuropäische Lebensmittel als auch landestypische und Bio-Produkte. Auch Aldi ist in vielen Städten vertreten. In den Supermärkten gibt es alles. Insbesondere an der Algarve haben wir einzelne Bio-Läden gesehen, allerdings mit kleinem Sortiment. Wegen Covid-19 haben wir nur einmal wöchentlich eingekauft und unsere Vorräte aufgefüllt.

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Die erwähnten Führer aus dem Womo-Verlag „Mit dem Wohnmobil nach Portugal Teil 1: Der Norden / Teil 2: Der Süden“ haben wir genutzt und den Reiseführer „Portugal“ aus dem Michael Müller Verlag. Der Marco Polo Straßenatlas „Spanien, Portugal“, hat sich bewährt, wie auf den Spanien-Reisen.

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Mobiles Internet ist in Portugal preisgünstig. Die Netzabdeckung des Landes mit schnellem Internet ist sehr gut, in Stadt und Land.

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Zu unseren schönsten Erlebnissen und Eindrücken (in der Reihenfolge der Reise) gehören:

Damit ist der Bericht von unserer Frühlings-Rundreise durch Portugal abgeschlossen.

Diese Reise ist aber noch nicht zu Ende. Für den Rückweg nach Deutschland haben wir rund vier Wochen eingeplant. Die Berichte aus Nordspanien folgen in den nächsten Tagen.

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