Nach nur wenigen Kilometern am Meer wendet sich der State Highway 6 hinter Bruce Bay wieder von der Tasman Sea ab ins Landesinnere hinein. Aber nach weiteren 45 Kilometern erreicht er wieder das Meer beim Knights Point Lookout. Hoch gelegen über der steilen Felsenküste bietet er einen herrlichen Ausblick auf ein paar Felsen direkt vor der Küste. Und wir erleben ein Blau der See, das uns gar nicht wieder loslassen will.
Von hier bis Haast verläuft die Straße nahe am Meer. Das dokumentieren einige Bäume, denen eine entsprechende „Frisur“ verpasst wurde.
Am frühen Abend erreichen wir Haast. Nach einer Kaffeepause und Tanken wollen wir weiter, den Haast Pass hinauf und uns auf einem der Stellplätze an der Strecke einen Platz für die Nach suchen.
Aber nachts ist der Pass gesperrt. Ein Erdrutsch hat die Straße teilweise weggerissen. Im Dunkeln ist das Passieren der Baustelle wohl zu gefährlich. Also suchen wir einen Platz am Haast Beach. Tatsächlich ist der schnell gefunden. Der Strand ist ein Traum.
Doch als wir aussteigen, um die Umgebung in Augenschein zu nehmen, schlägt die Begeisterung in Entsetzen um: Es wimmelt von Sandflies, Kriebelmücken, die im Sand leben und sich bei Windstille als Quälgeister betätigen. Ihre Bisse sind schmerzhaft und mehrere Tage lang zu spüren. Nichts wie weg hier!
Wir versuchen es nun also an der Straße nach Jackson Bay. Zunächst machen wir noch ein paar Aufnahmen im letzten Licht der tief stehenden Sonne. Diese Strecke zum Ende der Welt ist sehenswert, der dichte Wald zu beiden Seiten wird von mehreren Flussmündungen unterbrochen. In Jackson Bay endet die Straße und wir kehren um. An der ganzen Strecke haben wir keine Möglichkeit zum Übernachten gefunden. Es ist schon dunkel, als wir endlich am Rand von Haast doch noch einen Platz ergattern.













