Nach Irland im Womo

 

Fünfeinhalb Wochen waren wir mit unserem Wohnmobil in Irland einschließlich Nordirland, die zweite Augusthälfte bis zum offiziellen Ende des Sommers. Vorher haben wir uns fast zwei Wochen für die Anreise gegönnt, die Hälfte davon in Süd-England. 64 Blog-Beiträge aus Irland haben wir veröffentlicht (einschließlich diesem), mit Informationen und vielen wunderschönen Fotos.

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Auf unserer Route rund um Irland, mit Abstechern ins Hinterland, haben wir viel vom Land gesehen und erlebt: Von der Mitte am Shannon zu den Cliffs of Moher an der Westküste und zur baumlosen Karstlandschaft des Burren. Weiter sind wir dem Wild Atlantic Way nach Norden gefolgt, durch Connemara, Irlands wilden Westen, durch die spektakuläre Küstenlandschaft des County Mayo und den einsamen Nordwesten im County Donagal. Von dort ging es per Fähre nach Nordirland, wo wir uns an der Causeway Coast orientiert haben. Weiter führte die Route durch Irlands historischen Osten, östlich von Belfast und nach Süden bis in die Gegend um die irische Hauptstadt Dublin.

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Durch die Wicklow Mountains sind wir in Richtung Südwesten nach Kilkenny und Rock of Cashel gereist und nochmal zur Atlantikküste im Westen. Von den sensationellen Kilkee Cliffs aus haben wir uns wieder am Wild Atlantic Way orientiert, jetzt nach Süden. Die großen Halbinseln im Südwesten haben wir erkundet, mit dem Ring of Kerry, dann County Cork im Süden und schließlich Irlands Sonnenküste von Cork bis Wexford.

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Irland ist überwiegend hügelig, die vielen Steilküsten sind häufig von traumhaften Sandstränden unterbrochen. Insbesondere diese Küsten sind spektakulär. Hinzu kommen zahllose historische Klöster, Kirchen und Burgen, viele davon sehenswerte Ruinen.

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Da Irland eine große Insel ist, stehen an seinen Küsten relativ viel Leuchttürme. Die waren für uns wichtige Reiseziele, wie schon in den Anreise-Ländern Belgien, Frankreich und England. Und wieder haben wir bei der Suche nach Leuchttürmen andere sehenswerte Orte gefunden.

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Mitte August war es noch relativ sommerlich im Land, an der Atlantikküste im Westen weniger als an der Ostküste. Im September wurde es am Atlantik zunehmend herbstlich, mit Nebel, Regen und schließlich Sturm.

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Englisch ist die hauptsächliche Sprache in Irland, das war, anders als in Ländern, deren Sprache wir nicht beherrschen, für uns im täglichen Leben vorteilhaft. Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren freundlich, zuvorkommend und sehr hilfsbereit. Wir sind in einer angenehmen Atmosphäre gereist, haben uns willkommen und sicher gefühlt.

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Das Straßennetz in Irland ist recht gut, die Straßen sind überwiegend asphaltiert. Dennoch war das Fahren meistens anstrengend: Sogar Schnellstraßen sind nicht selten von Kreisverkehren unterbrochen. Niederrangige Straßen sind praktisch alle eng und sehr kurvig, häufig von hohen Hecken, Mauern oder Felsen gesäumt, direkt an der Fahrbahn. Somit ist dort vorausschauendes Fahren unmöglich. Mit einem für Rechtsverkehr gebauten Fahrzeug ist das im Linksverkehr besonders unangenehm.

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Hinzu kommt, dass lediglich ein paar Schnellstraßen-Strecken wirklich so geebnet sind, dass das Fahrzeug auf dem Fahrbahnbelag ruhig dahin fährt. Praktisch alle anderen Fahrbahnen sind mehr oder weniger uneben. Die Reifen haben dadurch oft verringerte Bodenhaftung, das Fahrzeug wird ständig gerüttelt und die Lenkung erfordert ununterbrochenen Kraftaufwand des Fahrers.

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Die irischen Verkehrsteilnehmer, besonders Autofahrer, haben wir als außerordentlich zurückhaltend und hilfsbereit erlebt, mit ein paar extremen Ausnahmen.

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Irland ist ein ordentliches, aufgeräumtes Land. Nach den Erlebnissen mit extremer Vermüllung von Landschaften in Südamerika war es eine Wohltat, in wirklicher Zivilisation zu reisen. Auch klimatisch war diese Reise ein willkommenes Kontrastprogramm zu Hitze und Staub.

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Im Sommer ist Irland nicht nur grün sondern bunt. Das Grün überwiegt, hinzu kommen lila Heide, gelber Stechginster, rote Fuchsien allüberall sowie eine große Vielfalt und Menge an Hortensien. Brombeersträucher säumen praktisch alle Wege. Davon haben wir oft genascht.

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Irland ist offenkundig ein beliebtes Land für Wohnmobilreisen, wir haben praktisch überall Womos gesehen. Und wir haben erlebt, dass das Land dafür gut geeignet ist. Offizielle Wohnmobil-Stellplätze haben wir nur wenige genutzt, Campingplätze gar nicht. Oft haben wir an spektakulären Orten übernachtet. Übernachtungsplätze und Wasserhähne haben wir im Wohnmobil-Tourguide Irland, in den internationalen Stellplatz-Portalen Campercontact und park4night gefunden oder selbst entdeckt.

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Wie in anderen EU-Ländern waren die Supermärkte der uns vertrauten Ketten Lidl und Aldi, aber auch das britische Tesco, erste Wahl für die Lebensmittel-Versorgung. Dort haben wir uns auch mit einer ordentlichen Auswahl Zitrusfrucht-Marmeladen eingedeckt, Orangen und Dreifrucht Marmelades, die in Deutschland selten zu finden sind und schon gar nicht in dieser Vielfalt. Da die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland offen ist, sind Sortiment und Preise der Supermärkte nur in Nuancen unterschiedlich.

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Der erwähnte Führer „Wohnmobil-Tourguide / Die schönsten Routen durch Irland“ aus dem Reise Know How Verlag hat sich bewährt. Zusätzlich hatten wir den Reiseführer „Irland“ aus dem Michael Müller Verlag, dessen Führer wir sehr schätzen. Bewährt hat sich auch der KartensatzIrland“ von freytag & berndt, bestehend aus drei Straßenkarten (Nord, Mitte, Süd) und einem Heft mit Informationen.

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Die Netzabdeckung von schnellem Mobilem Internet ist in Irland sehr gut, in Stadt und Land. Eine SIM-Karte haben wir nicht gekauft, denn im EU-Land Irland, aber auch in Nordirland, aufgrund einer Übergangsregelung selbst in England und Wales, konnten wir unsere deutschen SIM-Karten (im Smartphone und im Mifi) zu denselben Konditionen nutzen wie zuhause.

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Zu unseren schönsten Erlebnissen und Eindrücken (in der Reihenfolge der Reise) gehören:

Damit ist der Bericht von unserer großen Rundreise durch Irland, einschließlich Nordirland, abgeschlossen.

Es folgt noch die Rückreise. Die haben wir in Rosslare Harbour per Fähre nach Cherbourg in der Normandie (Frankreich) begonnen.

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