Torfabbau

Nach zwölf abwechslungsreichen Anreisetagen sind wir in Irland angekommen. In Wales hatten wir kaum zum Fotografieren geeignetes Wetter, zum „Kilometer machen“ war es in Ordnung. Für die Fähren von Fishguard nach Irland waren kurzfristig nur noch Tickets für Fahrten tief in der Nacht verfügbar. Darum haben wir die Nachmittagsfähre von Holyhead, im Norden von Wales, nach Dublin genommen.
Die Fahrt durch England und Wales war anstrengend: Selbst Schnellstraßen sind häufig von Kreisverkehren unterbrochen. Aber richtig problematisch ist, dass abseits der Schnellstraßen praktisch alle Straßen sehr eng und sehr kurvig sind. Hohe Hecken, Mauern oder Felsen reichen bis direkt an die schmalen Fahrbahen. Vorausschauendes Fahren ist somit dort nicht möglich.
Von Dublin aus haben wir uns erst mal nach Westen orientiert, zum Shannon River soll es gehen. Einige Kilometer östlich von Clonmacnoise, bei Lackagh Beg, liegt an der Straße ein Torfmoor. Hier wurde offenbar mit schwerem Gerät Torf gestochen, der zum Trocknen gestapelt ist. Die einzige verbliebene Maschine hier ist ein Fahrzeug zum Einsammeln und Abtransportieren der Torfstücke. Eine Kabine für die Arbeiter ist verwaist und wuchert zu. Einige Kilometer entfernt steht ein Torfkraftwerk, das aber seit ein paar Jahren nicht mehr mit Torf befeuert wird.

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