Sintflut in Montenegro

 

Den dritten Tag in Folge fahren wir durch sintflutartigen Regen, jeweils für mehrere Stunden. Erstaunlich ist, dass es auch Regenpausen gibt. Frau Rumkommer hat schon den Beatles song: „We all live in a yellow submarine“ angestimmt; Unterwasserfahrt gewissermaßen. Am Vorabend wollten wir zum Kloster Ostrog, südöstlich von Nikšić. Auf immer schmaler werdenden Serpentinen aufwärts kamen uns immer größere Wassermassen entgegen. Vor den letzten vier Kilometern haben wir rechtzeitig, bevor wir von der Straße gespült wurden, einen großen, leeren Platz vor einem Friedhof entdeckt und sind geblieben. Am frühen Morgen zeigen sich diese vier Kilometer als noch schmalere Serpentinen mit noch engeren Haarnadelkurven. Auf dem Gelände des Klosters ist sogar die Zufahrt bis ganz oben frei gegeben. Aber die ist nur etwas für kürzere Fahrzeuge als unsere sechs Meter. Also fotografieren wir, im strömenden Regen, dieses Wahrzeichen Montenegros aus einiger Entfernung. Es ist gewissermaßen in eine Nische der Felswand „eingeklebt“.

english:
Deluge in Montenegro

The third day in a row we drive through torrential rain, each for several hours. It is amazing that there are also rain breaks. Mrs. Roundgetter has already intoned the Beatles song: „We all live in a yellow submarine“; underwater travel, in a way. The night before, we wanted to go to the Ostrog Monastery, southeast of Nikšić. On ever narrowing serpentines upwards bigger and bigger water masses were approaching us. Before the last four kilometers, we discovered a large, empty square in front of a cemetery in time, before we were washed off the road, and we stayed there. In the early morning, these four kilometers are even narrower serpentines with even narrower hairpin turns. On the grounds of the monastery even the driveway to the top is open. But that’s just something for shorter vehicles than our six meters. So we photograph, in the pouring rain, this landmark of Montenegro from a distance. It is, virtually, “glued into” a niche at the rock face.

 

Und dann gibt es eine Straße, die nach Süden weiterführt, praktisch ohne Serpentinen. Aber in unserer Straßenkarte ist sie nicht vermerkt. Hier dauert es nur ein paar Minuten, bis wir aus dem Regen heraus sind. Sogar die Sonne zeigt sich zeitweise. Die triefend nassen Wälder und die Überflutungen erzeugen schon ihre eigenen Wolken. Das Karstgestein hat sehr viel von dem Regenwasser aufgenommen. Aber an vielen Stellen tritt es gesammelt aus und flutet Straßen und Senken. Mit dem Wasser kommt Steinschlag in Bewegung, vor dem ohnehin immer wieder gewarnt wird.

english:
And then there is a road that goes south, practically without serpentines. But it is not noted in our road map. It only takes a few minutes to get out of the rain. Even the sun shows up at times. The dripping wet forests and the floods are already creating their own clouds. The karst rock has absorbed a lot of the rainwater. But in many places it comes out collected and floods roads and dips. With the water comes rockfall in motion, of which is warned again and again.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Danilovgrad und Umgebung fahren wir durch ein großes Überschwemmungsgebiet. Hier ist die Zeta weit über die Ufer getreten.

english:
In Danilovgrad and surroundings we drive through a large flood area. Here the Zeta has come far over its banks.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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