
Der Folgefonna-Gletscher, oberhalb des Obstanbaugebiets am Hardangerfjord, ist der drittgrößte und von den großen Gletschern auf dem norwegischen Festland der südlichste. Von der Straße Fv 40 zwischen Dimmelsvik und Matre führt eine schmale Straße nach Nordosten in Richtung Gletscher. Zu unserer Überraschung ist sie sehr gut asphaltiert. Gleich am Anfang, am türkis schimmernden See Fjellhaugvatn, lassen Hochspannungsleitungen schon erahnen, dass die Straße zu Wasserkraftwerken führt. Wir fahren durch eine Seenlandschaft und Berge mit zerzausten Birken an ihren Flanken.








Die Straße steigt kontinuierlich an und wir erreichen den See Blådalsvatnet. Der ist mittels einer Staumauer vergrößert worden. Seine Höhe kann um mehrere zehn Meter schwanken und wir sehen ihn mit niedrigem Wasserstand. Der See mit dem türkisfarbenen Gletscherwasser und die Landschaft, die ihn umgibt, sind extrem und bildschön. Der Wasserstand ist Folge der Stromerzeugung durch Wasserkraft. Am Ende des Sommers ist ein Großteil des Wassers von den Turbinen „verbraucht“. Regen und Schnee in Herbst und Winter sowie die Schneeschmelze werden den See wieder auffüllen.

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Ein bedeutender Zufluss kommt vom höher gelegenen See Midtbotnevatnet. Auch er ist durch eine Staumauer vergrößert und wird für die Stromerzeugung genutzt. Er ist randvoll und sein ungewöhnlicher Überlauf speist einen rasanten Wasserfall, der in einem reißenden Bach mündet.

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