Surfendes Eis

Jökulsárlón ist der Eisbergsee in Island. Das liegt u.A. an seiner Lage unmittelbar an der Ringstraße. Hinzu kommt seine Größe, andere Gletscherseen sind im Vergleich deutlich kleiner.

english:
Surfing ice

Jökulsárlón is the glacier lake in Iceland. That is, amongst others, due to its location directly at the ring road. One more reason is its size, other glacier lakes are significantly smaller in comparison.

Another important reason for the popularity of Jökulsárlón is the direct outflow of the lake into the Atlantic. This approximately 300 m long, approximately 15 m wide waterway for icebergs adds a moving component to the static image of glacier, glacier breaking edges and floating icebergs.

Twice in 24 hours the icebergs at the front are pushed back into the lake with the rising flood. Individual specimens, which have already made a part of the way towards the sea, are swept back with the current.

And then the dynamics slowly change. When the cusp of the flood is exceeded, there is no holding. With increasing current the ice chunks at the front are first drawn out into the sea. Farther located icebergs push forward. Due to the falling water level and the further increasing suction, more chunks are moving faster. Larger pieces strand in the river and intensify the flow in the narrowing passage. Ice clumps collide, thus a lot breaks. Icebergs are labile in the water. Flows, crashes and collisions cause them to turn, tilt or turn over the top.

We are lucky: on our arrival, the glacier lake is almost brimful. In the course of the evening, a very lot of pieces of ice are passing by and a great spectacle takes place for hours.

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Ein weiterer wesentlicher Grund für die Popularität von Jökulsárlón ist der direkte Abfluss des Sees in den Atlantik. Diese etwa 300 m lange, ca. 15 m breite Wasserstraße für Eisberge fügt dem statischen Bild von Gletscher, Gletscherabbruchkante und schwimmenden Eisbergen noch eine Bewegungskomponente hinzu.

Zweimal in 24 Stunden werden mit der auflaufenden Flut die Eisberge an der Front in den See zurück gedrängt. Einzelne Exemplare, die es schon ein Stück in Richtung Meer geschafft haben, werden mit der Strömung zurück geschwemmt.

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Und dann ändert sich langsam die Dynamik. Wenn der Scheitelpunkt der Flut überschritten ist, gibt es kein Halten mehr. Mit zunehmender Strömung werden zuerst die Eisbrocken an der Front ins Meer hinaus gezogen. Weiter hinten liegende drängen nach. Durch den fallenden Wasserstand und den weiter zunehmenden Sog kommen weitere in Bewegung, werden schneller. Größere Stücke laufen im Fluss auf Grund und verstärken die Strömung in dem dadurch enger werdenden Durchlass. Eisklumpen kollidieren, dabei geht einiges zu Bruch. Eisberge liegen labil im Wasser. Strömung, Abbrüche und Kollisionen führen dazu, dass sie sich drehen, kippen oder das Oberste zu unterst wenden.

Wir haben Glück: Bei unserer Ankunft ist der Gletschersee fast randvoll. Im Laufe des Abends ziehen besonders viele Eisstücke an uns vorbei und führen über Stunden ein grandioses Spektakel auf.

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2 Comments

  1. Rose Nigg said:

    Hallo ihr zwei Rumtreiber eure Fotos und Berichte sind einfach
    phantastisch und wenn man an dieser Stelle oder andernorts das
    Treiben der Eisberge schon selbst erlebt hat, beginnt das Schwelgen in den Erinnerungen riesig und die Vorfreude auf Neues immer grösser zu werden.
    Weiterhin gute Fahrt und tolle Erlebnisse, auch wir freuen uns darauf.
    Rose

    27. Mai 2016
  2. ilsefister said:

    Reinste Faszination,
    Hätte ich Island nicht auch schon auf zwei Reisen mit eigenen Sinnen und Augen erleben dürfen,ich würde denken das alles sind Aufnahmen aus einem imaginären Wunderland.Meine Liebe und Sehnsucht wächst von Tag zu Tag. Ilse

    27. Mai 2016

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