Top of the World Highway

Der Top of the World Highway (Hwy 9) verbindet Dawson City bzw. den Klondike Highway (Hwy 2) in Yukon (Kanada) mit dem Taylor Highway in Alaska (USA). Er ist so benannt, weil er sich über einen Großteil seiner Länge über Höhenzüge und Bergkämme schlängelt. Außerdem liegt er sehr weit nördlich, also weit oben auf der Erdkugel.

Seine Höhenlage ermöglicht weite Ausblicke auf die Umgebung. Zu mehr als ¾ ist der Top of the World Highway eine Schotterstraße, ein paar Abschnitte sind asphaltiert. Er ist geöffnet ab Mai bis ihn Schnee im September oder Oktober unpassierbar macht.

 

Über Nacht ist es nasskalt geworden. Der Himmel ist grau und es nieselt, als wir gegen 8 Uhr zur Weiterfahrt nach Alaska starten. Wir staunen nicht schlecht, als nach ein paar Kilometern der Nieselregen zuerst in Schneeregen und dann in Schneefall übergeht.

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_6272

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_19

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300026

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_6281

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300060

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300074

 

Wir sind es gewohnt, dass Schnee auf entlaubte Bäume und Sträucher fällt, weiß auf schwarz bzw. dunkelbraun. Aber was wir hier erleben, ist Schnee auf den Farben des ‚Indian Summer‘, weiß auf gelb, orange und rot. Manchmal setzt Nebel noch zusätzliche Akzente. Dann reißen die Wolken auf und die Sonne lässt die Farben leuchten.

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300097

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_172

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_97

 

 

KG_140830_Yukon_6273

 

 

KG_140830_Yukon_8300039

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300136

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300107

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_123

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_137

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_6278

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300157

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_147

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_184

 

Wenig später geht es wieder in höhere Lagen und es wird richtig winterlich. Hier, mitten im Nirgendwo der Tundra, in 1258 m Höhe steht völlig isoliert die gemeinsam von Kanada und den USA betriebene Grenzstation Poker Creek / Little Gold Creek. Der Grenzübergang ist vom 15. Mai bis Mitte September von 9 bis 21 Uhr (8-20 Uhr Alaska-Zeit) geöffnet. Bei starkem Schneefall wird er gegebenenfalls schon früher im Jahr geschlossen.

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_194

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300184

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_197

 

 

KG_140830_TopOfTheWorldHWY_8300187

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_228

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_240

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_239

 

 

RP_2014_08_30_TopoftheworldHWY_234

Die Station (im Foto oben dunkelgrün) ist technisch hoch gerüstet. Der amerikanische Grenzbeamte macht Porträtfotos von uns, die mit den gespeicherten Daten in unseren Reisepässen abgeglichen werden. Da wir von Kanada über Land einreisen, mussten wir nicht vorab Visa beantragen. Die erhalten wir hier für 6 US$ pro Person. Es gibt eine lange Liste von Lebensmitteln, insbesondere Obst, Gemüse und Kartoffeln, aber auch Feuerholz, die nicht in die USA eingeführt werden dürfen, weil die Übertragung von Schädlingen befürchtet wird. Glücklicherweise wird unser Camper Van nicht inspiziert und der Broccoli im Kühlschrank überlebt den Grenzübertritt.

Die folgenden 24 km der so genannten Boundary Spur Road bis zum Taylor Highway sind berüchtigt als üble Schlaglochpiste. Zu unserer Freude ist sie ganz neu asphaltiert. Aber die folgende Schotterpiste des Taylor Highway (Alaska Route 5) nach Süden ist nicht ohne. Auch er ist von Oktober bis April gesperrt, außer für Schneemobile. Ganz anders, als auf dem angenehm zu befahrenden Top of the World Highway, geht es hier nicht nur kurvenreich über Serpentinen durch die Berge, zum Teil ist die Straße auch sehr schmal. Einige Streckenabschnitte bestehen aus Sand, unser Camper Van lernt hier schwimmen. Immerhin kommen wir aus dem Schnee heraus, es geht abwärts.

Wir passieren Chicken, eine immer noch aktive Goldgräberstadt. Tatsächlich fällt es schwer, die paar weit verstreuten Häuser und den großen Souvenirladen für einen Ort zu halten. Wir finden nicht einmal einen Lebensmittelladen. Kurz hinter Chicken ist der Highway asphaltiert.

Auf dem ‚West Fork Campground‘ (am Fluss West Fork) finden wir einen Stellplatz für die Nacht. Die öffentlichen Campingplätze hier in Alaska funktionieren ähnlich wie im Yukon (siehe Twin Lakes und Little Salmon Lake). Die Feuerringe für Lagerfeuer und Grillen sind in Alaska besser, aber das Feuerholz ist nicht in der Campinggebühr enthalten.