Übers Meer nach Chiloé

 

Dreimal pro Woche fährt von Puerto Cisnes eine Fahrzeugfähre der Naviera Austral nach Qellón auf der Insel Chiloé. Für die Abfahrt um 13 Uhr sollen wir zwei Stunden vorher am Fährterminal sein. Wir können also noch in Ruhe vorher frühstücken, schließlich soll die Überfahrt zwölf Stunden dauern. Die Fähre kommt erst nach 11 Uhr an und wird entladen. Beim Beladen sind zuerst die LKW mit ihren sehr langen Trailern dran. Sie müssen rückwärts über die lange Brücke ins Schiff fahren. Das ist großes Kino. Dann sind wir dran, müssen im Schiff wenden. Obwohl alles sehr entspannt abläuft, legt die Fähre tatsächlich pünktlich ab. Der erhoffte Sonnenschein für eine Panoramafahrt durch die Fjorde bleibt aus. Aber es ist windstill (ungewöhnlich in Patagonien), daher ist die See recht ruhig. Nur auf den beiden Passagen über offene See grummeln unsere Mägen. Aber dann ist das Rollen und Stampfen auch schon wieder vorbei. Unterwegs legt die Fähre in Melinka an. Wir sind überrascht von den bunten Häusern des Ortes. Sie erinnern uns ein wenig an grönländische Orte. Bei der Weiterfahrt zum Zielhafen ist es zu dunkel zum Fotografieren. Pünktlich um 1 Uhr nachts fahren wir in Qellón von Bord.

english:

Across the sea to Chiloé

Three times a week, a Naviera Austral vehicle ferry leaves Puerto Cisnes for Qellón on Chiloé Island. We are supposed to be at the ferry terminal two hours before departure at 1 pm. So we can have breakfast in peace beforehand, after all the crossing is supposed to take twelve hours. The ferry arrives after 11am and is unloaded. The trucks with their very long trailers are the first to be loaded. They have to drive backwards over the long bridge into the ship. That is great cinema. Then it’s our turn, we have to turn around inside the ship. Although everything is very relaxed, the ferry actually departs on time. The hoped-for sunshine for a panoramic trip through the fjords fails to materialise. But there is no wind (unusual in Patagonia), so the sea is quite calm. Only on the two passages over open sea do our stomachs grumble. But then the rolling and pitching is already over. On the way, the ferry docks at Melinka. We are surprised by the colourful houses of the town. They remind us a little of Greenlandic places. On the way to the port of destination, it is too dark to take pictures. We disembark in Qellón at 1 a.m. on the dot.

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