Uruguay mit unserem Womo

 

Sechs Wochen waren wir insgesamt in Uruguay, drei im südamerikanischen Winter (August) und weitere drei im folgenden Herbst (Mitte April bis Anfang Mai). Außer einer Woche in der Hauptstadt Montevideo sind wir auf zwei Touren in fünf Wochen mit unserem Wohnmobil durch das Land gereist. Es waren die erste und die letzte Etappe einer neunmonatigen Rundreise durch das südliche Südamerika, mit Touren durch Argentinien und Chile dazwischen. 29 Blog-Beiträge (einschließlich diesem) haben wir aus Uruguay veröffentlicht, mit vielen Informationen und brillianten Fotos.

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Der amtliche, vollständige Name des zweitkleinsten südamerikanischen Landes ist: Republica Oriental del Uruguay (Republik östlich des [Rio] Uruguay), abgekürzt ROU. In der Sprache der Guaraní bedeutet Uruguay: “Fluss der bunten, singenden Vögel”.

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Tour 1: Nach Übernahme unseres Wohnmobils im Hafen von Montevideo sind wir zunächst nach Osten am Rio de la Plata bis Punta del Este und weiter am Atlantik bis zur brasilianischen Grenze gereist. Herrliche Strände und Leuchttürme waren die wesentlichen Sehenswürdigkeiten. Auf der uruguayisch-brasilianischen Grenze in Chuy Haben wir die Richtung geändert und sind nach Nordwesten weiter gefahren. Dort ging es nach Treinta y Tres, zum Nationalpark Quebrada de los Cuervos und durch den Campo, wie die Pampa in Uruguay heißt. Am Stausee Salto Grande haben wir das Land in Richtung Argentinien verlassen.

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Tour 2: Über die Staumauer des Salto Grande sind wir auch wieder eingereist und haben unsere Quasi-Umrundung Uruguays in Richtung Süden und Südosten fortgesetzt. Nostalgische, geologische, historische und kunstvolle Sehenswürdigkeiten waren die Höhepunkte dieser Etappe, die uns erneut bis nach Maldonado geführt hat.

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Anfang August (tiefster Winter in Südamerika) pfiff ein kalter Wind durch die Straßen in Montevideo. Auf der weiteren ersten Tour durch das Land wurden die Temperaturen langsam etwas angenehmer und es blieb weiterhin trocken. Auf der zweiten Tour im Frühherbst war es überwiegend noch recht sommerlich im Land und wir haben ein paar, teils heftige, auch lang anhaltende Regengüsse erlebt.

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Wir haben Uruguay als angenehmes und absolut sicheres Reiseland erlebt. In der Nacht vor der Abgabe zur Rückverschiffung haben wir das Wohnmobil in Montevideo auf der Straße vor unserem Hotel geparkt. Das war der einzige Anlass der gesamten Reise, die Lenkradkralle zu nutzen. Die Menschen in Uruguay sind uns freundlich, aufgeschlossen und entgegenkommend begegnet. Allerdings ist es schwierig, jemanden zu finden, der Englisch spricht, geschweige denn Deutsch. Unsere Spanisch-Kenntnisse sind lediglich ein paar Worte und Begriffe. Trotzdem war die notwendige Kommunikation kein Problem.

An vielen Stellen im ganzen Land ist die Landschaft vermüllt, ähnlich wie in Argentinien und Chile.

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Die Verkehrsinfrastruktur in Uruguay ist durchwachsen. Viele untergeordnete Straßen sind nicht ausgebaut, also Schotter- und Erdstraßen. Mit Schlaglöchern, auch gefährlichen, muss fast überall gerechnet werden. Auf den Schnellstraßen wird eine Maut erhoben. Dafür gibt es eine Vignette; nur an einzelnen Mautstationen kann noch bar bezahlt werden.

Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften ist 45 km/h. Die wird aber oftmals nicht erreicht, denn viele uruguayischen Autofahrer fahren sehr bedächtig. Entschleunigung könnte das Motto des Landes sein.

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Diesel war recht teuer, aber billiger als zu Hause, wo gerade das Preisniveau für Kraftstoffe sehr hoch war. Der Kraftstoff war offenbar stets gut und hat unserem Motor keine Probleme bereitet.

Anders als in Argentinien und Chile gibt es in Uruguay offenbar eine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. Es gibt noch nicht viele, aber bei einigen Tankstellen haben wir Hinweisschilder auf öffentliche Ladesäulen gesehen.

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Mobiles Internet war in Uruguay preisgünstig. Die Netzabdeckung des Landes mit schnellem Internet ist sehr gut, in Stadt und Land. Beim Kauf einer SIM-Karte muss man sich mit einem gültigen Pass registrieren lassen

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Unsere Art zu Reisen hat in Uruguay sehr gut funktioniert. Mit der englischsprachigen App I Overlander haben wir fast überall Stellplätze gefunden. Häufig waren das großartige Plätze in Parks oder in der offenen Natur . Auch Orte, an denen wir Frischwasser tanken konnten, haben wir mit der App gefunden, u. A. an Tankstellen.

Unsere 2,7 l Propangasflaschen haben wir gleich nach der Übernahme des Womo am Rand von Montevideo füllen lassen. Die Information dafür hatten wir von Seabridge. Auf der zweiten Tour brauchten wir kein Propan tanken, weil die Gasflasche noch aus Argentinien ausreichend gefüllt war.

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Einzelne offizielle nichtkommerzielle Stellplätze für Wohnmobile haben wir in Uruguay gesehen, einen auch genutzt. Ein- oder zweimal haben wir ein Hinweisschild zu einer Ver-/Entsorgungseinrichtung wahrgenommen. Wir haben unser Klo als Trenntoilette genutzt, wie wir es in Rumänien praktiziert haben. Selbstverständlich gibt es kommerzielle Campingplätze, aber die haben wir nicht genutzt.

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Viele uruguayische Orte haben einen „Camping municipal“ (Gemeinde-Campingplatz). Insbesondere an Wochenenden ist auf diesen Plätzen reger Betrieb, gern auch mit lauter Musik bis spät abends. Die wichtigste Ausstattung sind Grill- und Picknickplätze, teils auch Wasserhähne. Die Sanitäranlagen sind nur selten gut. Häufig sind solche Plätze einschließlich Wasser kostenlos.

Wohnmobile haben wir viel seltener gesehen, als in Europa. Zelten ist weit verbreitet.

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Als Selbstversorger haben wir Lebensmittel meistens in Supermärkten gekauft. Die Supermarktkette Ta-Ta hatte ein ganz ordentliches Sortiment, das beste Sortiment haben wir in den El Dorado – Supermärkten gefunden. Grundsätzlich bekommt man fast alles, aber selten in einem Geschäft. Und das Angebot ist nicht so breit, wie wir es in Europa gewohnt sind. Die Auswahl an Obst und Gemüse ist in Uruguay bescheiden, die Qualität nicht immer gut.

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Auf unserer Reiseroute (siehe oben) sind wir zweimal nach Uruguay ein- und wieder ausgereist. Die Grenzabfertigungen auf dem Flughafen von Montevideo waren normal und völlig problemlos. An der Grenzstation zwischen Uruguay und Argentinien war insbesondere die argentinische Seite bürokratisch und rückständig.

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Zur Übersicht über die gesamte Reiseroute haben wir vor der Reise bei MapFox.de die Straßenkarte „South America“ von International Travel Maps gekauft. Auch von MapFox.de haben wir den „Super Atlas Argentina“ mit zusätzlichen Karten der Nachbarländer von Zagier & Urruty Publications beschaffen lassen. Die beiden UruguayTeilkarten darin sind sehr grob, aber für die Übersicht ausreichend. Für die Detailplanung hatten wir in unserem Garmin-Navi die Südamerika-Karten.

Der Reiseführer „Uruguay“ von Lars Borchert aus dem Reise Know How Verlag hat sich für uns auf dieser Reise bewährt. Mit diesem Paket waren wir gut unterwegs.

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Unsere schönsten Erlebnisse und Eindrücke (in der Reihenfolge der Reise) waren:

Damit ist der Bericht von unserer Reise durch Uruguay abgeschlossen.

Frau Rumkommer präsentiert ihre besten Fotos aus Uruguay auf ihrer persönlichen Foto-Internetseite krim-gruettner.de. Der Herumkommer hat in Uruguay einige sehenswerte Leuchttürme für seine Sammlung fotografiert, die sind unter reinhardprinzmeier.de zu finden.

3 Kommentare zu „Uruguay mit unserem Womo“

    1. Liebe Susanne,
      ja es war eine ganz außerordentlich großartige Reise. Danke für die guten Wünsche.
      Die Zusammenfassung der gesamten Rundreise durch alle drei Länder wollen wir übermorgen veröffentlichen.
      Herzliche Grüße,
      Krim Grüttner und Reinhard Prinzmeier

  1. Lieben Dank für’s mitreisen und die vielfältigen Eindrücke, traumhaften Fotos und Recherchen, die auch die „Daheimgebliebenen“ weiterbilden.
    Gute Heimkehr und herzliche Grüße
    Marianne M.

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