Verbotene Stadt

Durch das Tor des Himmlischen Friedens sind wir in den Vorhof des Kaiserpalasts gelangt. Der Palast der früheren Kaiser, die damals „Verbotene Stadt“, ist Welterbe. Jetzt heißt es Palastmuseum und ist absolut sehenswert. „1,3 Milliarden Chinesen, und alle sind hier“, wird zu unserem scherzhaften geflügelten Wort. Wie eine menschliche Walze „rollen“ manche Besuchergruppen heran. Aber es gibt auch kleine Gruppen und Familien, sogar die Jugend ist da.

english:
Forbidden City

Through the Gate of Heavenly Peace we have reached the forecourt of the Imperial Palace. The palace of the former emperors, the then „Forbidden City“, is world heritage. Now it is called Palace Museum and is absolutely worth seeing. „1.3 billion Chinese, and all are here,“ becomes our joking winged word. Like a human compactor, some visitor groups „roll“ up. But there are also small groups and families, even the youth is here.

In the meantime, our travel guide has procured the tickets and after queuing again we are pushing through the Midday Gate into the actual Forbidden City. Through the great open space that we enter, flows the Inner Golden Water River. In the central axis of the city, it is spanned by five parallel bridges. Gates, squares and halls alternate. The Gate of the Supreme Harmony follows. From there, you can look across a large ceremonial square to the center of the Forbidden City, the Hall of Supreme Harmony.

By the yellow roofs of its many buildings, the color yellow dominates the appearance of the palace. Yellow was reserved for the Emperor, we learn from our guide. The number of „roof-riders“ showed the hierarchical position of the house-dweller: the more of the small sitting animal figures between the bird-rider and the large dragon with the curving antler, the higher the position of the resident.

For the people here, the formerly Forbidden City obviously has a very special significance. A mixture of amazement, reverence, pride and joy is what we perceive. However, we are not experiencing any excluding nationalism. Every time we „long-noses“ get in contact with Chinese, there is great joy that Europeans are interested in China, its culture and its people. Three or four times the Aroundgetter is asked in English here in the Imperial Palace by young Chinese women to be photographed with them. How could he deny that?

Size and extent as a building, its simultaneous ease through the many figurative and colorful details and its significance as a cultural and historical monument make the Forbidden City as a whole an own world and (artificial) landscape.
We leave the Forbidden City at its northern end through the Gate of the Divine Might and across the moat.

 

 

 

Unser Reiseführer hat inzwischen die Eintrittskarten beschafft und nach erneutem Anstellen schieben wir uns durch das Mittagstor in die eigentliche Verbotene Stadt. Durch die große Freifläche, die wir betreten, fließt der Goldwasserfluss. In der zentralen Achse der Stadt wird er von fünf parallelen Brücken überspannt. Tore, Plätze und Hallen wechseln sich ab. Es folgt das Tor der Höchsten Harmonie. Von dort blickt man über einen großen Zeremonien-Platz auf das Zentrum der Verbotenen Stadt, die Halle der Höchsten Harmonie.

 

 

 

 

 

 

 

Durch die gelben Dächer seiner vielen Gebäude dominiert die Farbe Gelb das Aussehen des Palasts. Gelb war dem Kaiser vorbehalten, erfahren wir von unserem Guide. Die Anzahl der „Dachreiter“ wiesen die hierarchische Stellung des Hausbewohners aus: je mehr der kleinen sitzenden Tierfiguren zwischen dem Vogelreiter und dem großen Drachen mit dem geschwungenen Geweih, desto höher die Stellung des Hausherrn.

 

 

 

 

 

 

 

Für die Menschen hier hat die ehemals Verbotene Stadt offenbar eine ganz besondere Bedeutung. Eine Mischung aus Staunen, Ehrfurcht, Stolz und Freude nehmen wir wahr. Dennoch erleben wir keinen ausgrenzenden Nationalismus: Jedes Mal, wenn wir „Langnasen“ mit Chinesen in Kontakt kommen, herrscht große Freude, dass Europäer an China, seiner Kultur und seinen Menschen interessiert sind. Drei- oder viermal wird der Herumkommer hier im Kaiserpalast von jungen Chinesinnen auf Englisch gebeten, sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Wie könnte er das verweigern?

Größe und Ausdehnung als Bauwerk, ihre gleichzeitige Leichtigkeit durch die vielen figurativen und farbenfrohen Details und ihre Bedeutung als Kultur- und Geschichts-Denkmal machen die Verbotene Stadt insgesamt zu einer eigenen Welt und (künstlichen) Landschaft.

 

 

 

 

 

Wir verlassen die Verbotene Stadt an ihrem nörd­lichen Ende durch das Tor der Göttlichen Macht und über den Wallgraben.

 

 

 

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