Wundertüte Schottland

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Zwei Monate waren wir unterwegs, davon sieben Wochen in Schottland. Unsere Erinnerungen an das Land waren lächerlich, verglichen mit den Erlebnissen dieser Reise. Schottland ist so vielfältig und abwechslungsreich, dass wir immer wieder ganz Anderes gesehen und erlebt haben. Wir waren freudig überrascht von der Fülle, obwohl wir Vieles auslassen mussten.

 

 

Gerade im direkten Vergleich mit Frankreich, das wir ja im Frühling zwei Monate lang bereist haben, ist deutlich geworden, warum wir für unsere Reisen die dünner besiedelten Länder und die Wildnis bevorzugen. In Frankreich waren wir an vielen attraktiven Orten entnervt, weil sie überlaufen oder entsetzlich kommerzialisiert waren. In Schottland konnten wir solche Orte in Ruhe genießen, oft ganz allein.

Standing Stones of Callanish auf der Isle of Lewis and Harris
Standing Stones of Callanish auf der Isle of Lewis and Harris

 

Auf den ersten Blick ist Schottland überwiegend bergig. Für uns war es von Wasser geprägt: Da ist zunächst eine lange, zum Teil zerklüftete Küste mit vielen fjordartigen Lochs. Hinzu kommen unglaublich viele Binnen-Lochs sowie Bäche und Flüsse. Darüber hinaus sind ausgedehnte Flächen moorig nass. Das Wasser scheint praktisch überall zu stehen. Selbst bei Gefälle wird viel Wasser von der Flora gehalten. Wenn wir es nicht besser wüssten, hätten wir manchmal geglaubt, dass Wasser bergauf fließen kann.

Selbstverständlich haben wir ab Mitte August nicht mit Badewetter gerechnet, und tatsächlich war das Wetter durchwachsen (womit die Midges-Plage eingedämmt war). Dennoch haben wir wohl den besseren Teil des Sommers erwischt, der völlig verregnetet gewesen sein soll. Besonders Frau Rumkommer hätte sich über Badewetter gefreut, angesichts sensationeller Sandstrände:

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Kildonan auf der Isle of Arran

 

Am meisten beeindruckt haben uns auf dieser Reise:

bei Kenmore auf der Applecross-Halbinsel
bei Kenmore auf der Applecross-Halbinsel

 

Neist Point auf der Isle of Skye
Neist Point auf der Isle of Skye

 

Das größte Vergnügen hatten wir mit folgenden Beiträgen:

Campingplätze gibt es in Großbritannien überall, aber keine nennenswerte Infrastruktur für Wohnmobile, wie wir das in Frankreich vorbildlich erlebt haben. In Schottland ist es nicht verboten, frei zu stehen, wo das möglich ist. Dennoch stehen auf vielen geeigneten Parkplätzen ‚No Overnight Parking‘ – Schilder.

Viele mögliche Stellplätze gibt es in den Highlands und auf den Inseln. Dort hatten wir keine Probleme, einen Platz für die Nacht zu finden. In den Lowlands waren wir einige Male auf Plätze aus dem ‚Brit Stops‚ – Verzeichnis angewiesen. In England war das Verzeichnis unentbehrlich, ‚Frei Stehen‘ ist verboten. Wohnmobil-Reisen war in England anstrengend.

Immerhin sind wir inzwischen so versiert im Ver- und Entsorgen unter solch unzureichenden Gegebenheiten, dass wir einen Campingplatz nur einmal auf der Reise aufgesucht haben, allerdings nur zum Frischwasser tanken.

Unser Wohnmobil / Reisemobil, ein Mercedes Sprinter Kastenwagen mit sehr hohem Dach (Modell Corona von CS-Reisemobile), hat sich wieder sehr bewährt. Den Allradantrieb habe ich öfter eingesetzt, als in Frankreich. Bestimmt wären wir in Schottland auch ohne ausgekommen. Aber auf einigen Straßen hätte ich noch vorsichtiger fahren müssen, einige Passagen und manches Wendemanöver hätte ich wohl ausgelassen.

Castletown an der Nordküste
Castletown an der Nordküste

 

South Harris
South Harris

 

Unterwegs hatten wir ein paar Probleme mit unserer Diesel-Combi Heizung/Boiler. Per Email und Telefon mit Fa. CS und mit der Herstellerfirma Truma sowie eigener pragmatischer Improvisation ist es uns gelungen, Heizungs- und Boilerbetrieb bis zum Ende der Reise aufrecht zu erhalten. CS hat danach die Dieselpumpe als Fehlerquelle identifiziert und ausgetauscht.

bei St. Fillans am südöstlichen Rand Rand der Highlanda
bei St. Fillans am südöstlichen Rand Rand der Highlands

 

Butt of Lewis ganz im Norden der Isle of Lewis
Butt of Lewis ganz im Norden der Isle of Lewis

 

bei Brenish auf der Isle of Lewis
bei Brenish auf der Isle of Lewis

 

Wir haben einige ungewöhnliche Verkehrsschilder gesehen, u.A. Wildwechsel-Warnungen mit Ente oder mit Eichhörnchen (statt Hirsch). Am besten hat uns aber das Schild gefallen, das in vielen Orten vor uns gewarnt hat:

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Damit ist der Bericht von unserer Schottlandreise abgeschlossen.

Unsere ganz besonderen Schottland-Fotos präsentieren wir auf unseren persönlichen Webseiten krim-gruettner.de und reinhardprinzmeier.de.

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