Zur Großen Mauer

„Einmal im Leben will ich auf die chinesische Mauer“ war ein gewichtiges Argument von Frau Rumkommer für eine China-Reise. Jetzt ist es soweit, wir fahren zur „Großen Mauer“, wie sie in China heißt. Die Bezeichnung „Große“ ist auch als Abgrenzung von den unzähligen Mauern zu verstehen, die hier praktisch jedes Anwesen einfrieden.

Schon früh starten wir nach Simatai. Der Himmel ist grau, bei Temperaturen wenige Grad über Null ist es nasskalt. Aus der Stadt hinaus geht die Fahrt in Richtung Nordosten. Bei der Stadt Miyun endet die Autobahn, auf guten Landstraßen geht es durch Schneeschauer weiter in bergiges Gelände.

Nach fast dreistündiger Fahrt über rund 130 km sind wir bei der ‚Simatai Great Wall Tourist Area‘ angekommen. Der Fahrer wartet mit der Limousine bei einem kleinen Restaurant, während unser Guide uns zur Mauer bringt. Die ist durch den rieselnden Schnee zunächst noch gar nicht auszumachen. Vermutlich wegen des winterlichen Wetters ist hier alles menschenleer. Der Guide kauft die Eintrittskarten und weiter geht es in die Tourist Area hinein. Nach mehreren hundert Metern erreichen wir eine Seilbahn-Station, für die der Führer wieder die Fahrkarten beschafft.

Diese Seilbahn ist schon etwas älter. Die sehr einfachen Gondeln sind offen, das kleine Türchen zum Ein- und Aussteigen ist leicht auch während der Fahrt zu öffnen! Bevor wir einsteigen, werden die Sitzflächen kurz mit einem Handfeger grob vom Schnee befreit. Dann müssen wir bei voller Fahrt aufspringen. Als einzige Fahrgäste haben wir jeder eine Gondel. Etwa 20 Minuten dauert die Fahrt, bei der wir ordentlich durchfrieren, aber ein paar hundert Meter an Höhe gewinnen. Inzwischen kommt die Mauer in Sicht, immer noch weit oberhalb gelegen auf dem Kamm eines schroffen Bergrückens.

english:
To the Great Wall

„Once in a lifetime I want to be on the Chinese Wall“ was a substantial argument of Mrs. Roundgetter for a China trip. Now is the time, we are going to the „Great Wall“ as it is called in China. The term „great“ is also to be understood as a demarcation from the countless walls, which here enclose almost every property.

We start early to Simatai. The sky is gray, at temperatures a few degrees above zero it is wet cold. Coming from the city, the journey goes to the north-east. Near the city Miyun the highway ends, on good country roads through snow shower we go further into mountainous terrain.

After almost three hours driving over about 130 km, we arrive at the ‚Simatai Great Wall Tourist Area‘. The driver is waiting with the limousine at a small restaurant, while our guide takes us to the wall. It is not yet visible through the trickling snow. Probably because of the wintry weather, everything here is deserted. The guide buys the tickets and continues thru the tourist area. After several hundred meters we reach a ropeway station, for which the guide again procures the tickets.

This ropeway is a bit older already. The very simple gondolas are open, the little door for getting in and out is easy to open during the journey! Before we get on, the seats are cleared of the snow with a hand sweeper. Then we have to jump up at full speed. As the only passengers we have a gondola each. The journey takes about 20 minutes while we are chilled through, but we gain a few hundred meters of altitude. In the meantime, the wall is in sight, still far above the ridge of a rugged mountain range.

At the end of the cable car we continue in an open, very steep cogwheel railway, over a distance of about a hundred meters. Again, a fee is due, but the alternative would be the climb over the steep trail. Then there are still several hundred meters of snow-covered serpentines to be passed, some of them steps, until the wall is reached.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende der Seilbahn geht es mit einer offenen, sehr steilen Zahnrad­bahn weiter, über eine Strecke von ca. hundert Metern. Wieder ist eine Gebühr fällig, aber die Alternative wäre der Aufstieg über den steilen Wanderweg. Dann sind immer noch mehrere hundert Meter Weg in schneeglatten Serpentinen zurück zu legen, zum Teil auch Stufen, bis die Mauer erreicht ist.

 

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