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Charity Aktion

 

Auf dem Überseeboulevard in der Hamburger HafenCity präsentiert die 33. OPEN ART fünfzig großformatige Fotos aus Kanada. 49 davon sind Aufnahmen, die wir auf unseren bisherigen Reisen durch das zweitgrößte Land der Erde gemacht haben. Diese Fotos haben wir alle hier im Blog veröffentlicht. Fünf Monate lang, vom 23. April bis 20. September 2026, sind sie unter dem Titel „Kanada – von Natur aus vielfältig“ zu sehen.

Die Fotodrucke im Format 180 cm x 120 cm sind open-air entlang der Flaniermeile / Fußgängerzone des Überseeboulevard aufgestellt und kostenlos Tag und Nacht zu sehen. Unterhalb jedem der Bilder ist eine kleine Informationstafel angebracht. Darin stehen der Titel des Fotos und eine kurze Beschreibung, in Deutsch und Englisch. In einer kleinen Übersichtskarte Kanadas ist der Ort markiert, an dem das Foto aufgenommen wurde.

Unsere Fotos so zahlreich und beeindruckend groß gedruckt in aller Öffentlichkeit ausgestellt zu sehen, erfüllt uns mit unbändiger Freude. Die Drucke sind exzellent, wir haben darauf noch Details entdeckt, die wir auf unseren Bildschirmen nicht gesehen haben.

english:

Donation campaign

On Überseeboulevard in Hamburg’s HafenCity, the 33rd OPEN ART exhibition is showcasing fifty large-format photographs from Canada. Forty-nine of these are images we have taken on our previous travels through the world’s second-largest country. We have published all of these photographs here on the blog. For five months, from 23 April to 20 September 2026, they will be on display under the title “Canada – Diverse by Nature”.

The 180 cm x 120 cm photo prints are displayed outdoors along the promenade / pedestrian zone of Überseeboulevard and can be viewed free of charge day and night. A small information panel is attached below each of the images. It features the title of the photo and a brief description, in German and English. A small map of Canada shows the location where the photo was taken.

Seeing our photos displayed in public in such large numbers and printed in such impressive sizes fills us with boundless joy. The prints are excellent; we’ve even spotted details in them that we hadn’t seen on our screens.

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Verbleib der ausgestellten Fotodrucke

Schon während der Ausstellung haben Besucher*innen die Möglichkeit, sich ihr Lieblingsmotiv auf Dauer zu sichern. Die hochwertigen Original-Fotodrucke werden nach Ende der Ausstellung an diejenigen verschenkt, die in der Ausstellungszeit vom 24.04. bis 20.09.2026 den gemeinnützigen Verein Sprachbrücke-Hamburg e.V. mit einer angemessenen Spende unterstützen. Jede*r Spender*in darf sich jeweils ein Bild unter folgenden Bedingungen aussuchen:

  • die Fototafel ist noch verfügbar, also noch nicht für einen Spender reserviert,

  • die Fototafel wird kurzfristig nach Ende der Ausstellung im Zeitraum 24. September bis 09. Oktober 2026 und nach Absprache direkt bei Sprachbrücke-Hamburg e.V. in Hamburg-Hamm abgeholt.

Eine Zustellung ist nicht möglich. Wegen der Größe der Fototafeln können die nicht in einem PKW transportiert werden! Für die Abholung wird ein Transporter benötigt. Interessenten, die nicht selbst ein geeignetes Fahrzeug haben, könnten z.B. einen Kurierdienst beauftragen; die Kosten dafür wären selbst zu tragen.

Dank der hohen Qualität sind die Fotodrucke ausgesprochen robust und strahlen nach einer Säuberung trotz der 5 Monate im Hamburger Wetter wie neu.

Es gibt keinen Rechtsanspruch auf eine Fototafel. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

english:

Whereabouts of the exhibited photo prints

Already whilst the exhibition is running, visitors have the opportunity to secure their favourite image for the long term. The high-quality original photographic prints will be given as gifts, once the exhibition has ended, to those who support the non-profit organisation Sprachbrücke-Hamburg e.V. with a suitable donation during the exhibition period from 24 April to 20 September 2026. Each donor may choose one picture under the following conditions:

  • the plaque is still available, i.e. has not yet been reserved for a donor,

  • the plaque will be collected directly from Sprachbrücke-Hamburg e.V. in Hamburg-Hamm shortly after the exhibition ends, between 24 September and 9 October 2026, by arrangement.

Delivery is not possible. Due to their size, the photo panels cannot be transported in a passenger car! A van is required for collection. Those interested who do not have a suitable vehicle of their own could, for example, hire a courier service; the costs would be borne by them.

Thanks to their high quality, the photo prints are extremely durable and, after cleaning, look as good as new despite having spent five months exposed to the Hamburg weather.

There is no legal entitlement to a photo panel. Legal action is excluded.

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Technische Informationen zu den Fototafeln

  • Die Fototafeln sind wetterfest.
  • Es sind hochwertige Fotodrucke auf 3mm dickem Alu-Dibond.
  • Maße: 1,20 Meter mal 1,80 Meter.
  • Jede Fototafel wiegt ca. 7,6 Kg.
  • Es sind keine Aufhänge-Vorrichtungen vorhanden.

Die Tafeln brauchen wegen ihres Gewichts spezielle Aufhänge-Vorrichtungen. Die Firma PPS, die sie gedruckt hat, gibt dazu folgende Hinweise:

Für die Befestigung empfehlen wir keine Powerstrips, da diese auf der glatten Oberfläche und bei dem Gewicht nicht zuverlässig halten.

Geeignet sind unter anderem:

Aufhängesysteme mit Haken oder Galerieschienen für eine sichere Befestigung an der Wand

Online-Shop: https://www.galeriebedarf.de/bildaufhaengungen.html

Staffeleien oder Ständer, wenn die Tafeln flexibel im Raum aufgestellt werden sollen

Aufhängeplatten (Haftbleche), die rückseitig angebracht werden. Hier empfehlen wir mindestens zwei Platten pro Tafel, am besten zusätzlich mit Montagekleber fixiert, da die reine Klebekraft meist nur bis ca. 6 kg trägt.

Online Shop: https://www.amazon.de/Spiegelbefestigung-Set-Spiegelbleche-Alu-Dibond-Spiegelhalter/dp/B00NSCRUXM

english:

Technical information about the photo panels

  • The photo panels are weatherproof.
  • They are high-quality photo prints mounted on 3mm-thick aluminium Dibond.
  • Dimensions: 1.20 metres by 1.80 metres.
  • Each photo panel weighs approx. 7.6 kg.
  • No hanging fixtures are provided.

Due to their weight, the panels require special mounting brackets. PPS, the company that printed them, provides the following guidance:

We do not recommend using PowerStrips for mounting, as they do not hold securely on the smooth surface and cannot support the weight.

Suitable options include:

Mounting systems with hooks or gallery rails for secure wall mounting

Online shop: https://www.galeriebedarf.de/bildaufhaengungen.html

Easels or stands, if the boards are to be positioned flexibly within the room

Mounting plates (adhesive plates) attached to the back. Here, we recommend at least two plates per board, ideally secured additionally with mounting adhesive, as the adhesive strength alone usually only supports up to approx. 6 kg.

Online shop: https://www.amazon.de/Spiegelbefestigung-Set-Spiegelbleche-Alu-Dibond-Spiegelhalter/dp/B00NSCRUXM

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Spendenempfänger

Der Verein Sprachbrücke-Hamburg e.V. unterstützt die sprachliche Integration von erwachsenen Zugewanderten und ist Träger des Ehrenamtsprojekts „Sprache im Alltag”. Dieses umfasst kostenfreie Gesprächsrunden mit Exkursionen. Die Gesprächsrunden finden in ganz Hamburg, online und mobil statt. Alle Gesprächsangebote von Sprachbrücke-Hamburg e.V. werden von Ehrenamtlichen geleitet, die für diese Aufgabe speziell geschult und begleitet werden.

Der Verein Sprachbrücke-Hamburg e.V. steht für die Förderung sprachlicher Integration im Sinne eines Aufeinander-Zugehens, Voneinander-Lernens und Miteinander-Wachsens mit dem Ziel, einen Beitrag zum verständnisvollen Miteinander verschiedener Ethnien und Nationen in unserer multikulturellen Gesellschaft zu leisten. Mit dem Ehrenamtsprojekt „Sprache im Alltag“ sollen Zugewanderte und Geflüchtete ermutigt werden, ihr erlerntes Deutsch anzuwenden und zu vertiefen.

english:

Beneficiary

The Sprachbrücke-Hamburg e.V. association supports the linguistic integration of adult immigrants and runs the voluntary project “Sprache im Alltag” (Language in Everyday Life). This involves free discussion groups combined with excursions. The discussion groups take place across Hamburg, online and mobile. All discussion groups run by Sprachbrücke-Hamburg e.V. are led by volunteers who have been specially trained and supported for this role.

The Sprachbrücke-Hamburg e.V. association is dedicated to promoting linguistic integration through mutual engagement, learning from one another and growing together, with the aim of contributing to understanding and harmony between different ethnic groups and nations in our multicultural society. The voluntary project “Language in Everyday Life” aims to encourage immigrants and refugees to use and improve the German they have learnt.

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Krim (Frau Rumkommer) ist Gründungsmitglied des Vereins und auch auf unseren Reisen beratend für ihn tätig. Während unserer sechsmonatigen Reise durch ganz Kanada hat sie aus der Ferne online die Finanzen des Vereins verwaltet. Reinhard (Herumkommer) unterstützt Krims Engagement für den Verein nach Kräften.

Wir sind beide Ausländer, in jedem Land, das wir bereisen. Daher sind uns Schwierigkeiten bei der Verständigung vertraut. Außerdem glauben wir an die gegenseitige Bereicherung verschiedener Kulturen. Nicht zuletzt aus diesen Erkenntnissen ist uns die Förderung der deutschen Sprache für Ausländer in Deutschland ein Anliegen.

Der Verein Sprachbrücke-Hamburg e.V. und sein Projekt „Sprache im Alltag“ finanzieren sich über Spenden und öffentliche Mittel von der Sozialbehörde Hamburg.

Mit Geld- oder Sachspenden wird der Ausbau des Projekts gefördert und ein wichtiger Beitrag zur sprachlichen Integration erwachsener Zugewanderter in Hamburg geleistet.

english:

Krim (Mrs Roundgetter) is a founding member of the association and also acts in an advisory capacity for it during our travels. During our six-month journey across Canada, she managed the association’s finances remotely via the internet. Reinhard (Aroundgetter) supports Krim’s commitment to the association wholeheartedly.

We are both foreigners in every country we visit. We are therefore familiar with the difficulties of communicating. Furthermore, we believe in the mutual enrichment that different cultures bring. It is not least because of these insights that promoting the German language among foreigners in Germany is a matter of concern for us.

The Sprachbrücke-Hamburg e.V. association and its “Language in Everyday Life” project are funded by donations and public funding from the Hamburg Social Welfare Authority.

Donations of money or in kind help to expand the project and make an important contribution to the linguistic integration of adult immigrants in Hamburg.

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Organisation von Spende und Fotodruck-Geschenk

  • Spender, die nach dem 23. April 2026 mindestens 190 € an den Verein Sprachbrücke-Hamburg e.V. spenden, können uns per E-Mail an krim.gruettner@hamburg.de und/oder reinhard.prinzmeier@web.de den Titel der Fototafel mitteilen, die sie gern geschenkt haben möchten. Gegebenenfalls können bis zu zwei weitere Titel von ersatzweise gewünschten Fototafeln genannt werden, für den Fall, dass das gewünschte und evtl. das ersatzweise nächst-priorisierte Foto schon vergeben ist.
  • Ist das gewünschte sowie das nächst- und übernächst-priorisiert gewünschte Foto schon vergeben, wird dies dem Spender per E-Mail mitgeteilt.
  • Falls die gewünschte bzw. die nächst- oder übernächst-priorisiert gewünschte Fototafel noch nicht vergeben ist, bekommt der Spender eine Antwort-E-Mail mit entsprechender Zusage für die Fototafel.
  • Nach Eingang der Spende erhält der Spender eine E-Mail zum Ablauf der Übergabe der Fototafel. Der/die Spender*in bekommt eine Zuwendungsbestätigung vom Verein Sprachbrücke-Hamburg e.V.. Damit kann die Spende von der Steuer abgesetzt werden. Der finanzielle Aufwand für die Fototafel reduziert sich dadurch.
  • Falls eine angekündigte Spende nicht innerhalb von sieben Tagen nach Zusage auf dem Konto von Sprachbrücke-Hamburg e.V. eingegangen ist, verfällt die Zusage und die betreffende Fototafel ist wieder für Spender verfügbar. Dies wird dem verhinderten Spender per E-Mail mitgeteilt.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Fototafel beschädigt ist, ist gering. Dennoch: Eine Garantie für den Zustand der Tafeln gibt es nicht.

english:

Organising of donation and photo print gift

  • Donors who donate at least €190 to Sprachbrücke-Hamburg e.V. after 23 April 2026 can contact us by email to krim.gruettner@hamburg.de and/or reinhard.prinzmeier@web.de to let us know the title of the photo panel they would like to receive as a gift. If necessary, up to two further titles of alternative photo panels may be specified, in the event that the desired photo panel and, if applicable, the next-priority alternative have already been allocated.
  • If the desired photo panel, as well as the next- and further-next-priority alternatives, have already been allocated, the donor will be notified by email.
  • If the desired photo panel, or the next or further-priority choice, is not yet allocated, the donor will receive a reply email confirming the allocation of the respective photo panel.
  • Upon receipt of the donation, the donor will receive an email detailing the handover process for the photo panel. The donor will receive a donation receipt from the Sprachbrücke-Hamburg e.V. association. This means the donation is tax-deductible. This reduces the financial outlay for the photo panel.
  • If a promised donation has not been received in the account of Sprachbrücke-Hamburg e.V. within seven days of confirmation, the confirmation will lapse and the photo panel in question will become available to donors again. The donor who is unable to proceed will be notified of this by email.
  • The likelihood of a photo panel being damaged is low. However, there is no guarantee as to the condition of the panels.

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Folgende Fototafeln sind aktuell noch verfügbar:

The following photo panels are currently still available:

1a Peggy’s Cove – Atlantikküste, Nova Scotia

Peggy’s cove – Atlantic Coast, Nova Scotia

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1b Peggy’s Point – Peggy’s Cove, Nova Scotia

Peggy’s Point – Peggy’s Cove, Nova Scotia

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2b Indian Summer – Brockville, Ontario

Indian Summer – Brockville, Ontario

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3a Leuchtturm Rose Blanche, Neufundland

Rose Blanche Lighthouse, Newfoundland

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3b Wild Bight – Strait of Belle Isle, Neufundland

Wild Bight – Strait of Belle Isle, Newfoundland

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4a Renaturiertes Torfmoor – Île Miscou, New Brunswick

Renatured Peat Bog – Île Miscou, New Brunswick

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4b Penouille – Nationalpark Forillon, Québec

Penouille – Forillon National Park, Québec

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5b The Islands Park – Shelburne, Nova Scotia

The Islands Park – Shelburne, Nova Scotia

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6b Île-Aux-Foins – Neguac, New Brunswick

Île-Aux-Foins – Neguac, New Brunswick

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7a Inselfelsen – Rocher Percé

Rocher Percé – Island Rock

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7b Papageitaucher-Insel – Elliston, Neufundland

Puffin Island – Elliston, Newfoundland

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8a Burntcoat Head – Bay Of Fundy, Nova Scotia

Burntcoat Head – Bay Of Fundy, Nova Scotia

 

8b The Balancing Rock – Long Island, Nova Scotia

The Balancing Rock – Long Island, Nova Scotia

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9a West Pennant – bei Halifax, Nova Scotia

West Pennant – near Halifax, Nova Scotia

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9b Schneegänse – Sankt-Lorenz-Strom, Québec

Snow Geese – St. Lawrence River, Québec

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10a Gischt – Niagarafälle, Ontario

Spray – Niagara Falls, Ontario

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10b Niagarafälle, Ontario

Niagara Falls, Ontario

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11a Nordlicht – Liard Trail, Northwest Territories

Northern Lights – Liard Trail, Northwest Territories

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12a Cline River und Abraham Lake, Alberta

Cline River and Abraham Lake, Alberta

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12b Herbert Lake – Banff Nationalpark, Alberta

Herbert Lake – Banff National Park, Alberta

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13b Truck, Saskatchewan

Truck, Saskatchewan

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14a Rodeo – Grunthal, Manitoba

Rodeo – Grunthal, Manitoba

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15a Lundbreck Falls – Lethbridge, Alberta

Lundbreck Falls – Lethbridge, Alberta

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15b Badlands – Grasslands Nationalpark, Saskatchewan

Badlands – Grasslands National Park, Saskatchewan

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16a Elche – an Route 430, Neufundland

Moose – at Route 430, Newfoundland

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16b WeißkopfseeadlerMackenzie River, Northwest Territories

Bold Eagle – Mackenzie River, Northwest Territories

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17b Powwow – Meadow Lake, Saskatchewan

Powwow – Meadow Lake, Saskatchewan

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19a Bei Drumheller, Alberta

Near Drumheller, Alberta

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19b Grizzly – Alaska Highway, Yukon

Grizzly – Alaska Highway, Yukon

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20a Hector Lake – Banff Nationalpark, Alberta

Hector Lake – Banff National Park, Alberta

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20b Salmon Glacier, British Columbia

Salmon Glacier, British Columbia

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21a Diademhäher, British Columbia

Steller’s Jay, British Columbia

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21b Steinschafe – Stone Mountain Provincial Park, British Columbia

Stone Sheep – Stone Mountain Provincial Park, British Columbia

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22a Yoho Valley Road – Yoho Nationalpark, British Columbia

Yoho Valley Road – Yoho National Park, British Columbia

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22b Emerald Lake – Yoho Nationalpark, British Columbia

Emerald Lake – Yoho National Park, British Columbia

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23a Teslin Tlingit Heritage Center, Teslin, Yukon

Teslin Tlingit Heritage Center, Teslin, Yukon

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23b Schwatka Lake – Whitehorse, Yukon

Schwatka Lake – Whitehorse, Yukon

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24a Emerald Lake, Yukon

Emerald Lake, Yukon

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25b Schwarzbär, Alaska Highway, British Columbia

Black Bear, Alaska Highway, British Columbia

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Sonnenuntergänge

Romantik, Faszination, Ergriffenheit: Sonnenuntergänge nehmen uns gefangen. Sie lassen uns innehalten, die warmen Rottöne ziehen uns magisch an. Die Landschaft wird in warmes Licht getaucht. Lange Schatten setzen Akzente. An vielen Orten der Erde konnten wir uns dieser Faszination nicht entziehen:

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Nordamerika im Womo

 

Neun Monate, von Anfang Februar bis in Anfang November, sind wir mit unserem Wohnmobil durch Nordamerika (außer Mexiko) gereist: durch die USA einschließlich Alaska sowie durch Kanada. Es war nicht nur eine unserer längsten Reisen sondern auch eine der intensivsten. Selten haben wir so viel gesehen und erlebt, es gab fast täglich ein Highlight. Entsprechend sind von den Erlebnissen der 280 Tage 296 Blogbeiträge mit 307 Örtlichkeiten in der Karte entstanden (plus drei Teile Rückblick), mit sehr vielen Informationen und rund 6150 brillianten Fotos.

Über Planung, Vorbereitung (auch Visum-Beschaffung), Organisation und Wohnmobil-Verschiffung haben wir vor Antritt der Reise hier im Blog berichtet.

english:

North America in a camper van

For nine months, from the beginning of February to the beginning of November, we travelled through North America (except Mexico) with our motorhome: through the USA including Alaska and through Canada. It was not only one of our longest journeys but also one of the most intensive. Rarely have we seen and experienced so much; there was a highlight almost every day. Accordingly, 296 blog posts with 307 locations on the map (plus three parts of the review) were created from the experiences of the 280 days, with lots of information and around 6150 brilliant photos.

We reported on the planning, preparation (including visa procurement), organisation and motorhome shipping here in the blog before the start of the trip.

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Reiseverlauf

Ankunft im Südosten der USA

Anfang Februar sind wir von Hamburg über Amsterdam und Atlanta nach Brunswick im US-Bundesstaat Georgia geflogen. Der Grenzbeamte auf dem Flughafen Atlanta, der unsere Pässe und Visa kontrollierte, hat für uns im IT-System der Grenzschutzbehörde eine mögliche Aufenthaltsdauer bis Dezember eingegeben. Ein gelungener Start.

In Brunswick mussten wir länger als erwartet auf die Ankunft unseres Wohnmobils warten, weil das transportierende Schiff sich zunehmend verspätete. Um die Wartezeit zu nutzen, haben wir einen kleinen PKW gemietet und damit Ausflüge in die Umgebung der Stadt sowie nach Savannah und zum Okefenokee Swamp unternommen.

english:

Itinerary

Arrival in the south-east of the USA

At the beginning of February, we flew from Hamburg via Amsterdam and Atlanta to Brunswick in the US state of Georgia. The border official at Atlanta Airport, who checked our passports and visas, entered a possible length of stay until December for us in the Border Patrol’s IT system. A successful start.

At Brunswick, we had to wait longer than expected for our camper van to arrive because the ship transporting it was increasingly delayed. To make the most of the waiting time, we hired a small car and used it to go on excursions around the city, to Savannah and to the Okefenokee Swamp.

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Südstaaten

Als wir nach elf Tagen unseren Camper aus dem Hafen holen konnten, sind wir in Richtung Süden gestartet, durch Florida am Atlantik entlang. Im Süden des Bundesstaats haben uns die Everglades nachhaltig beeindruckt. Weiter ging’s am Golf von Mexiko, zunächst nach Norden, dann nach Westen.

Über Alabama, Mississippi, New Orleans (Louisiana), Galveston und San Antonio (Texas) haben wir in der Amistad National Recreation Area die Grenze zu Mexiko erreicht. Der Höhepunkt in Texas war der Big Bend Nationall Park.

english:

Southern states

When we were able to get our camper out of the port after eleven days, we headed south through Florida along the Atlantic. In the south of the state, the Everglades made a lasting impression on us. We continued along the Gulf of Mexico, first to the north, then to the west.

Via Alabama, Mississippi, New Orleans (Louisiana), Galveston and San Antonio (Texas), we reached the border with Mexico in the Amistad National Recreation Area. The highlight in Texas was the Big Bend National Park.

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New Mexico bis San Francisco

Die riesige Höhle Carlsbad Caverns im Süden von New Mexico gehört zu den außergewöhnlichsten Orten dieser Reise. Ein gutes Kontrastprogramm war in gleißendem Sonnenlicht der White Sands National Park.

Im Südosten von Arizona konnten wir einen großen Schwarm Kraniche auf dem Weg nach Norden beobachten. Dann haben uns die bizarren Felsen des Chiricahua National Monument beeindruckt. Der Saguaro National Park in der Sonora-Wüste hat uns nicht nur mit den großen “Armleuchter”-Kakteen fasziniert, sondern auch mit einer Vielfalt anderer Kakteen und weiterer Sukkulenten.

Durch die südliche kalifornische Wüste ging es weiter zum Joshua Tree National Park. Der ist zwar nach einer Yukka-Art benannt, aber außerordentlich interessant machen ihn markante Felsen, Felsformationen und Felshaufen. Südlich von Los Angeles gab es verschiedene Vogelschwärme zu sehen. Weiter nach San Francisco sind wir auf einer der schönsten Straßen der Welt, der Panoramastraße Highway 1, und über die Umleitung Carmel Valley Road gefahren. Die Golden Gate Bridge und weitere spektakuläre Brücken bei San Francisco lagen auf der weiteren Route.

english:

New Mexico to San Francisco

The huge Carlsbad Caverns cave in southern New Mexico was one of the most extraordinary places on this trip. The White Sands National Park was a good contrasting programme in glistening sunlight.

In the south-east of Arizona, we were able to observe a large flock of cranes on their way north. Then we were impressed by the bizarre rocks of Chiricahua National Monument. Saguaro National Park in the Sonoran Desert not only fascinated us with its large ‘arm candelabra’ cacti, but also with a variety of other cacti and succulents.

We continued through the Southern Californian desert to Joshua Tree National Park. Although it is named after a Yukka species, its striking rocks, rock formations and rock piles make it extremely interesting. There were various flocks of birds to be seen south of Los Angeles. We travelled on to San Francisco on one of the most beautiful roads in the world, the scenic Highway 1, and via the Carmel Valley Road diversions. The Golden Gate Bridge and other spectacular bridges near San Francisco were on the further route.

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Sierra Nevada

Der Yosemite National Park, östlich von San Francisco, war Ende März noch in weiten Teilen im frostigen Griff des Winters. Darum konnen wir ihn nur teilweise sehen. Auch unser weiterer Weg nach Osten war durch winterliche Verhältnisse in den Bergen der Sierra Nevada versperrt. Auf dem Umweg über den weit nördlich gelegenen Carson Pass im Hochschnee sind wir dann auf die Ostseite des Gebirges gelangt. Der Mono Lake mit seinen bizarren Kalktuff-Gebilden war hier das Ziel. Wegen eines aufziehenden Unwetters sind wir zügig weiter in Richtung Süden gefahren, bis zu den sehenswerten Alabama Hills bei Lone Pine. Das war der Ausgangspunkt zum Death Valley National Park, den wir drei Tage lang erkundet haben.

Nevada, Arizona und Utah

Las Vegas und spektakuläre Landschaftsparks in der Umgebung waren der Auftakt der Route durch die berühmten Nationalparks sowie einige weniger bekannte Parks im Südwesten der USA: vom Grand Canyon über Zion Canyon, Bryce Canyon, Grand Staircase Escalante, Monument Valley und Valley of the Gods weiter zu Canyonlands und Arches National Park.

Von dort sind wir wieder nach Westen gereist, zum Kaltwasser-Geysir Crystal Geyser und zu den Comic-artigen Hoodoos im Goblin Valley State Park in Utah. Im Great Basin National Park waren wir wieder in Nevada. Das nächste Ziel war das lebende Museum der Nevada Northern Railway in Ely. Von dort sind wir dem US-Highway 50 nach Westen gefolgt, der als Einsamste Straße in Amerika bezeichnet wird. Diverse skurrile Orte machen die Strecke interessant.

english:

Sierra Nevada

At the end of March, large parts of Yosemite National Park, east of San Francisco, were still in the frosty grip of winter. That’s why we could only see parts of it. Our route further east was also blocked by wintry conditions in the Sierra Nevada mountains. A diversion via the Carson Pass in the high snow far to the north brought us to the eastern side of the mountain range. Mono Lake with its bizarre calcareous tufa formations was our destination here. Due to an approaching thunderstorm, we quickly continued south to the Alabama Hills near Lone Pine, which are well worth seeing. This was the starting point for Death Valley National Park, which we spent three days exploring.

Nevada, Arizona and Utah

Las Vegas and spectacular scenic parks in the surrounding area were the prelude to the route through the famous national parks as well as some lesser-known parks in the south-west of the USA: from the Grand Canyon via Zion Canyon, Bryce Canyon, Grand Staircase Escalante, Monument Valley and Valley of the Gods on to Canyonlands and Arches National Park.

From there we travelled west again, to the cold water geyser Crystal Geyser and to the comic-like hoodoos in Goblin Valley State Park in Utah. In the Great Basin National Park we were back in Nevada. Our next destination was the living museum of the Nevada Northern Railway at Ely. From there we followed US Highway 50 westwards, which is said to be the loneliest road in America. Various quirky places make the route interesting.

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Kalifornien und Oregon

Am bildschönen Lake Tahoe haben wir wieder Kalifornien erreicht und hatten dort die erste Bärenbegegnung dieser Reise. Weiter ging’s durch Berge zur Pazifikküste. Meeresklippen, Leuchttürme und die gigantischen Redwood-Bäume haben wir auf dem Weg nach Norden aufgesucht.

Die Fortsetzung war die legendäre, romantische Oregon-Küste. Bei Portland haben wir uns wieder nach Osten, ins Inland gewandt, mit Ziel Hells Canyon, auf der Grenze zu Idaho.

Idaho, Wyoming und Montana

Bei Twin Falls und im Craters of the Moon National Monument and Preserve konnten wir eindrucksvoll sehen, dass Idaho zu einem großen Teil vulkanisch geprägt ist.

Im weiter nördlich gelegenen Wyoming ist der Grand Teton National Park so etwas wie der Auftakt zu Yellowstone. Den Yellowstone National Park haben wir eine Woche lang intensiv erkundet und sind dann über Montana nach Kanada gereist.

english:

California and Oregon

We reached California again at the beautiful Lake Tahoe, where we had our first bear encounter of the trip. We continued through mountains to the Pacific coast. We visited sea cliffs, lighthouses and the gigantic redwood trees on the way north.

The continuation was the legendary, romantic Oregon Coast. Near Portland we turned east again, inland, heading for Hells Canyon on the Idaho border.

Idaho, Wyoming and Montana

At and around Twin Falls and the Craters of the Moon National Monument and Preserve, we were able to see impressively that Idaho is largely characterised by volcanic activity.

Further north in Wyoming, the Grand Teton National Park is something of a prelude to Yellowstone. We explored Yellowstone National Park intensively for a week and then travelled to Canada via Montana.

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Durch Kanadas Westen nach Alaska

Anfang Juni haben wir die kanadische Provinz British Columbia und dort den Kootenay National Park erreicht. Der Glacier National Park und der Mount Revelstoke National Park am Trans Canada Highway waren wegen winterlicher Verhältnisse nur teilweise zugänglich. In Richtung Norden ging es weiter über den Wells Gray Provincial Park bei Clearwater, die Bridge Lake Ice Caves, Quesnel und die Bijoux Falls zum Alaska Highway.

Mit diversen Tierbegegnungen, u.A. Schwarz- und Grizzlybären, Bergziegen sowie Bisonherden, sind wir durch subarktische Landschaften in Richtung Nordwesten gereist, in acht Tagen auf dem Alaska Highway durch British Columbia und Yukon nach Alaska.

english:

Through Canada’s West to Alaska

At the beginning of June, we reached the Canadian province of British Columbia and the Kootenay National Park. Glacier National Park and Mount Revelstoke National Park on the Trans Canada Highway were only partially accessible due to winter conditions. Heading north, we continued via Wells Gray Provincial Park near Clearwater, the Bridge Lake Ice Caves, Quesnel and Bijoux Falls to the Alaska Highway.

With various animal encounters, including black and grizzly bears, mountain goats and bison herds, we travelled through subarctic landscapes towards the northwest, in eight days on the Alaska Highway through British Columbia and Yukon to Alaska.

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Sommer in Alaska

Die Ankunft in Alaska, dem größten, nördlichsten und westlichsten US-Bundesstaat, markierte den Sommeranfang und die “Halbzeit” der Reise. Von Tok aus führten uns die ersten Routen auf Tok Cutoff, Edgerton Highway und die McCarthy Road zum Wrangell-St.Elias National Park and Preserve. Von dort ging es zurück zum Richardson Highway und nach Südwesten über den Thompson Pass nach Valdez.

Auch von hier sind wir zurück und im großen Bogen, über den Richardson Highway und den Glenn Highway, nach Wasilla und Anchorage gefahren. Von der größten Stadt Alaskas ging die Reise nach Südwesten auf die Kenai-Halbinsel, auf Seward Highway und Sterling Highway über Soldotna, an der Westküste entlang, bis zum Ende der Straße bei Homer.

Zurück, mit Abstecher nach Seward, ging’s nochmal nach Anchorage und weiter auf dem Glenn Highway nach Glennallen. Von dort sind wir auf dem Richardson Highway nach Norden gereist, durch die Alaska Range, über Delta Junction nach Fairbanks.

Dort haben wir uns auf den ultimativen Alaska-Roadtrip gemacht, auf dem Dalton Highway, über die Brooks Range in den hohen Norden, nach Deadhorse am Arktischen Ozean und zurück.

Wieder von Fairbanks aus sind wir auf dem Parks Highway nach Süden gefahren, zum Denali Nationalpark. Nach Osten ging’s danach auf dem Denali Highway, parallel zur Alaska Range, und weiter nach Norden, nochmal auf dem Richardson Highway bis Delta Junction.

Hier haben wir die Rückreise Richtung Süden begonnen, zunächst auf dem nördlichsten Streckenabschnitt des Alaska Highway bis Tok, dann auf dem Taylor Highway über Chicken zum Top of the World Highway. Auf dem haben wir nach fünf Wochen Alaska vorübergehend verlassen.

english:

Summer in Alaska

Our arrival in Alaska, the largest, northernmost and westernmost US state, marked the beginning of summer and the ‘halfway point’ of our journey. From Tok, our first routes took us along the Tok Cutoff, Edgerton Highway and McCarthy Road to Wrangell-St. Elias National Park and Preserve. From there we headed back to the Richardson Highway and south-west over Thompson Pass to Valdez.

We also returned from here and travelled in a wide arc via the Richardson Highway and the Glenn Highway to Wasilla and Anchorage. From the largest city in Alaska, we travelled southwest to the Kenai Peninsula, along the Seward Highway and Sterling Highway via Soldotna, along the west coast to the end of the road at Homer.

Back, with a detour to Seward, we travelled back to Anchorage and on to Glennallen on the Glenn Highway. From there we travelled north on the Richardson Highway, through the Alaska Range, via Delta Junction to Fairbanks.

There we started on the ultimate Alaskan road trip, on the Dalton Highway, over the Brooks Range to the far north, to Deadhorse at the Arctic Ocean and back.

Again from Fairbanks, we travelled south on the Parks Highway to Denali National Park. We then headed east on the Denali Highway, parallel to the Alaska Range, and further north, again on the Richardson Highway to Delta Junction.

This is where we started our return journey south, first on the northernmost section of the Alaska Highway to Tok, then on the Taylor Highway via Chicken to the Top of the World Highway. We left Alaska temporarily after five weeks on this highway.

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Yukon und Süd-Alaska

Der Top of the World Highway ist sehr sehenswert und die einzige Straßenverbindung zwischen Kanada und Alaska außer dem Alaska Highway, allerdings nur für wenige Monate im Sommer. Auf ihm sind wir im Yukon in Dawson City angekommen. Von dort sind wir weiter über den nördlichen Klondike Highway nach Süden gefahren, bis Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon.

Nochmal ging’s auf dem Alaska Highway nach Westen, bis Haines Junction, und weiter auf der Haines Road in Richtung Süden, nach Haines in Alaska. Dort, am Chilkoot River, ist einer der besten Orte zum Beobachten von Grizzlybären beim Lachse fangen.

english:

Yukon and South Alaska

The Top of the World Highway is well worth seeing and is the only road connection between Canada and Alaska apart from the Alaska Highway, but only for a few months in summer. We arrived at Dawson City in the Yukon. From there we travelled south along the northern Klondike Highway to Whitehorse, the capital of the Yukon.

Once again, we travelled west on the Alaska Highway to Haines Junction and continued south on the Haines Road to Haines in Alaska. There, at the Chilkoot River, is one of the best places to watch grizzly bears catching salmon.

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Durch British Columbia nach Süden

Von Haines haben wir eine Fähre nach Skagway genommen und sind auf dem weiteren Weg über den White Pass wieder nach Kanada eingereist. Über den südlichen Klondike Highway und nochmal ein Stück Alaska Highway ging’s bis Upper Liard.

Dort sind wir nach Süden auf den Stewart Cassier Highway abgebogen. Nach drei Tagen Fahrt durch eine besonders einsame Gegend mit schier endlosen Wäldern und traumhaften Seen haben wir südwestlich von New Haselton den Yellowhead Highway erreicht. Auf diesem nördlichen Zweig des Trans Canada Highway ging’s nach Südosten weiter.

Alberta und Saskatchewan

In Alberta sind wir bis jenseits von Jasper gefahren, von Hinton aus im Osten der Rocky Mountains entlang, dann dem North Saskatchewan River folgend wieder nach Westen zum Icefields Parkway. Auf dem Parkway ging’s zunächst nach Norden bis zu den Eisfeldern im Jasper National Park, dann nach Süden durch den Banff National Park.

Bei Drumheller, nordöstlich von Calgary, haben wir uns in der Prärie die Badlands angesehen und in der Stadt den Saurier-Kult. Im Cypress Hills Interprovincial Park, weit südöstlich, war auf einer schmalen Schotterstraße Saskatchewan erreicht. Nach mehreren Tagesetappen Richtung Osten sind wir ein letztes Mal wieder in die USA eingereist, in den Bundesstaat North Dakota.

english:

Through British Columbia southwards

From Haines, we took a ferry to Skagway and travelled back into Canada via the White Pass. Along the southern Klondike Highway and another stretch of the Alaska Highway we travelled to Upper Liard.

There we turned south onto the Stewart Cassier Highway. After three days travelling through a particularly remote area with endless forests and beautiful lakes, we reached the Yellowhead Highway southwest of New Haselton. On this northern branch of the Trans Canada Highway we continued south-east.

Alberta and Saskatchewan

In Alberta, we drove beyond Jasper, from Hinton along the eastern side of the Rocky Mountains, then following the North Saskatchewan River back west to the Icefields Parkway. On the Parkway, we first travelled north to the ice fields in Jasper National Park, then south through Banff National Park.

At Drumheller, north-east of Calgary, we visited the Badlands on the prairie and the dinosaur cult in the city. In Cypress Hills Interprovincial Park, far to the south-east, we reached Saskatchewan on a narrow gravel road. After several days travelling east, we entered the USA again for the last time, into the state of North Dakota.

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Große Seen

Weitere Tagesetappen nach Osten durch North Dakota und Minnesota brachten uns zum westlichsten Hafen des Lake Superior in Duluth. Durch Wisconsin und Michigan sind wir am Südufer des Sees bis zu seinem östlichen Ende gereist.

Danach haben wir das Ostufer des Lake Michigan etwa bis zur Hälfte erkundet und auf dem Weg zum Lake Huron die so genannte Untere Halbinsel (Lower Peninsula) des Staates Michigan durchquert. Diese „Halbinsel” hat die Form eines Fausthandschuhs (engl.: mitten). An dessen “Daumen” sind wir nach Süden gefahren und weiter an Detroit vorbei.

Bei Toledo haben wir Ohio erreicht und sind am Südufer des Lake Erie über Cleveland und Erie (Pennsylvania) bis Dunkirk (New York) gereist.

New York und Neuengland

Im Binnenland des Bundesstaats New York sind wir bis zum Hudson River gefahren und an ihm entlang nach Süden. In New York City haben wir Manhattan durchquert, Brooklyn und Queens und dann Long Island bis zu seinem östlichen Ende.

Ende September bis Anfang Oktober sind wir im Indian Summer durch die Neuenglandstaaten Connecticut, Rhode Island, Massachusetts, New Hampshire und Maine an der Atlantikküste nach Nordosten gereist.

english:

Great Lakes

Further daily stages to the east through North Dakota and Minnesota brought us to the westernmost port of Lake Superior in Duluth. We travelled through Wisconsin and Michigan along the southern shore of the lake to its eastern end.

We then explored about half of the eastern shore of Lake Michigan and crossed the so-called Lower Peninsula of the state of Michigan on the way to Lake Huron. This ‘peninsula’ has the shape of a mitten. We travelled south along its ‘thumb’ and on past Detroit.

We reached Ohio near Toledo and travelled along the southern shore of Lake Erie via Cleveland and Erie (Pennsylvania) to Dunkirk (New York).

New York and New England

In inland New York State, we travelled to the Hudson River and south along it. In New York City, we crossed Manhattan, Brooklyn and Queens and then Long Island to its eastern end.

In late September to early October, we travelled north-east along the Atlantic coast through the New England states of Connecticut, Rhode Island, Massachusetts, New Hampshire and Maine during the Indian summer.

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Finale in Ost-Kanada

Von Maine aus haben wir die kanadische Provinz New Brunswick erreicht und die USA endgültig verlassen. Fredericton, die Hauptstadt New Brunswicks, war dann Ausgangspunkt für eine Route am Saint John River entlang nach Nordwesten, weiterhin im Indian Summer.

Es folgte ein Abstecher in die Provinz Québec, um die Gaspésie-Halbinsel herum.

Zurück in New Brunswick haben wir bei Bathurst und auf den Inseln Lamèque und Miscou sowie auf der Île-aux-foins bei Neguac außergewöhnliche Landschaften entdeckt.

Dann haben wir New Brunswick diagonal durchquert und anschließend von West nach Ost die Küste der Bay of Fundy bereist.

Schließlich haben wir den westlichen Teil der Provinz Nova Scotia umrundet, entlang der Südküste der Bay of Fundy und dem Atlantik. Von Halifax sind wir über Montreal und Paris nach Hamburg zurück geflogen.

english:

Final in Eastern Canada

From Maine, we reached the Canadian province of New Brunswick and left the USA for good. Fredericton, the capital of New Brunswick, was then the starting point for a route along the Saint John River to the north-west, still in Indian summer.

This was followed by a detour to the province of Québec, around the Gaspésie Peninsula.

Back in New Brunswick, we discovered extraordinary landscapes near Bathurst and on the islands of Lamèque and Miscou as well as on the Île-aux-foins near Neguac.

We then crossed New Brunswick diagonally and travelled along the coast of the Bay of Fundy from west to east.

Finally, we travelled around the western part of the province of Nova Scotia, along the south coast of the Bay of Fundy and the Atlantic Ocean. From Halifax we flew back to Hamburg via Montreal and Paris.

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Klima und Wetter

Ab Beginn der Reise im Februar bis Mitte Juni sind wir in angenehmem Frühlingswetter gereist, zeitweise war es regional schon sommerlich. Ab Mitte Juni hatten wir in Alaska, Kanada, an den Großen Seen und in Neuengland gut drei Monate Sommer. Und selbst der Herbst, mit Indian Summer in Maine und Ost-Kanada, war überwiegend sehr schön. Richtig schlechtes Wetter hatten wir kaum.

Die jahreszeitlich üblichen Unwetter und Waldbrände in einigen Regionen der USA konnten wir dank unserer Zeit- und Routenplanung vermeiden. Selbst von den vielen, teils verheerenden Waldbränden in Kanada waren wir nur marginal betroffen.

Der zweite Teil dieses Rückblicks handelt von der Natur in Nordamerika und einigen kulturellen Aspekten der Reise.

english:

Climat and weather

From the beginning of the trip in February until mid-June, we travelled in pleasant spring weather, at times it was already summery in some regions. From mid-June, we had a good three months of summer in Alaska, Canada, at the Great Lakes and in New England. And even autumn, with Indian summer in Maine and eastern Canada, was mostly very beautiful. We hardly had any really bad weather.

Thanks to our time and route planning, we were able to avoid the usual seasonal storms and forest fires in some regions of the USA. We were even only marginally affected by the many, sometimes devastating forest fires in Canada.

The second part of this review is about nature in North America and some cultural aspects of the trip.

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Nordamerika im Womo Weiterlesen »

Nach Nordamerika

 

Mal wieder ist unser Wohnmobil ohne uns unterwegs, wieder auf dem Atlantik, diesmal auf dem Weg in die USA. Anfang Februar fliegen wir nach Brunswick im Bundesstaat Georgia. Dort wollen wir das Womo im Hafen abholen und damit durch weite Teile Nordamerikas reisen. Die neun Monate in Südamerika waren großartig. Diesen Zeitrahmen haben wir jetzt wieder. Den Winter wollen wir hinter uns lassen und vorwiegend im Frühling und Sommer unterwegs sein.

Wesentliche Reiseziele sind Florida und die Nationalparks im Westen der USA. Alaska, das wir nur in zwei kurzen Abstechern von Yukon aus erlebt haben, wollen wir etwa einen Monat lang bereisen. Von dort soll es mitten durch Kanada gehen, wo es für uns noch Einiges zu entdecken gibt. Das Gebiet der Großen Seen, diesmal auf US-amerikanischer Seite, wollen wir bereisen und dann Neuengland sowie den Osten Kanadas.

Für den Osten und den Westen der USA sowie für Alaska haben wir neue Reiseführer angeschafft. Für Kanada haben wir noch jeweils einen für Westen und Osten. Für unser Garmin-Navi haben wir den Nordamerika-Kartensatz gekauft und geladen.

Im November und Dezember hatten wir noch einige Arbeiten am Wohnmobil zu erledigen: neue Reifen, Inspektion bei Mercedes-Benz, Hauptuntersuchung (TÜV) und kleinere Reparaturen, die ich selbst durchgeführt habe. Eine Verschiffung vor Januar war daher kaum möglich.

Vor den Wahlen in den USA Anfang November wollen wir unbedingt außer Landes sein, nämlich in Kanada. Im Herbst wird es schwieriger, in Kanada Frischwasser für das Womo zu bekommen; das haben wir auf unserer sechsmonatigen Reise durch das Land vor ein paar Jahren erlebt. Daher muss die Reise Anfang November enden. Aus diesen Erwägungen resultieren die verfügbaren neun Monate.

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Für diesen Zeitraum reicht das elektronische Visum ESTA mit drei Monaten Gültigkeit nicht. Also haben wir im Oktober beim US-Konsulat Frankfurt per Online-Formular ein Touristenvisum beantragt. Den Antrag auszufüllen dauert laut Info auf der Webseite des US-Außenministeriums etwa 90 Minuten. Das kann aber nur funktionieren, wenn man vorher alle benötigten Unterlagen und Informationen bereit legt, die in viele Formularseiten einzugeben sind. Allerdings ist vorab nicht zu ahnen, was alles abgefragt wird. Daher ist es auch unbedingt ratsam, mindestens nach jeder Formularseite die Informationen zu speichern. Wenn man ein paar Minuten pausiert, z.B. um nachzusehen, wie der Vorgesetzte auf der vorletzten Arbeitsstelle hieß, schließt die Webeite und man muss sich wieder einloggen. Wir haben einen halben Tag benötigt.

Die Gebühr für den Visumantrag war rund 176 € pro Person. Hinzu kamen rund 28 € für die Zustellung des Passes per UPS-Kurier nach Erteilung oder Ablehnung des Visum. Ist der Antrag vollständig ausgefüllt, muss man noch die Webseite suchen, auf der man einen Termin für ein Interview im Konsulat buchen kann.

Den Interview-Termin im November haben wir mit unserem Ausflug nach Süddeutschland, in die Schweiz und nach Österreich kombiniert. Als wir ein paar Minuten vor dem Termin am Konsulat ankamen, hatte sich dort schon eine lange Menschenschlange aufgebaut. Immerhin ging ein Mitarbeiter des Konsulats umher und gab ein paar beruhigende Infos über den weiteren Ablauf. An zwei Schaltern wurden die Antragsteller auf gebuchte Termine überprüft und relativ zügig eingelassen. Drinnen war eine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie auf Flughäfen. In einem weiteren Gebäude wurden an zwei Schaltern nacheinander unsere Pässe geprüft und Fingerabdrücke genommen, jeweils wieder mit Schlangestehen.

Nachdem wir eine weitere Menschenschlange durchgestanden hatten, kamen wir endlich am Schalter zum Interview an. Dort wurden uns ein paar Fragen zu der Reise, der Dauer und der Finanzierung gestellt, die wir zufriedenstellend beantwortet haben. Die Visa wurden als genehmigt erklärt, die Zustellung der Pässe sei in der folgenden Woche zu erwarten. Alle Mitarbeiter des Konsulats, mit denen wir Kontakt hatten, waren freundlich, die Atmosphäre in den Gebäuden war angenehm. Nach etwa zwei Stunden waren wir wieder draußen.

Nach fünf Tagen wurde Krims Pass mit dem eingeklebten Visum zugestellt, meiner nicht. Da wurden wir unruhig. In den Emails zur Bestätigung der Beantragung und der Kurierzustellung war ein Link, über den der Status des Antrags eingesehen werden kann. Auf diese Weise habe ich erfahren, dass mein Visum „genehmigt“, Krims schon „ausgestellt“ (issued) war. Rund zwei Wochen nach dem Interview war auch mein Visum ausgestellt und mein Pass wurde zugestellt. Die Visa sind zehn Jahre gültig, aber je Reise wohl normalerweise nur sechs Monate.

Für Kanada brauchen wir kein Visum beantragen, weil wir dort über Land einreisen wollen. Das elektronische Touristenvisum ETA wird nur benötigt, wenn man per Flugzeug oder Schiff (auch Kreuzfahrt) einreist.

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Nachdem der Einreise nichts mehr im Wege stand, haben wir unverzüglich einen meist sehr früh ausgebuchten Campingplatz gebucht sowie die Wohnmobil-Verschiffung auf den Weg gebracht: Im Yellowstone-Nationalpark ist Freistehen nicht erlaubt. Darum haben wir bereits Ende November für Ende Mai sechs Übernachtungen auf einem Campground im Nationalpark gebucht. Da waren die ersten Plätze schon vergriffen. Nur zwei Campingplätze im Park öffnen im Mai, die vielen anderen frühestens im Juni.

Ebenfalls Ende November habe ich auf den Webseiten von mehreren Agenturen für die Wohnmobil-Verschiffung das Anfrage-Formular ausgefüllt und abgeschickt.

Eine Agentur in Bremerhaven hat in der Email mit dem Angebot folgendes mitgeteilt: „Das Fahrzeug darf nur mit dem zum Fahrzeug gehörigen Inhalt an das Terminal angeliefert werden. Anderenfalls wird die Beiladung durch das Terminalpersonal kostenpflichtig entfernt. Obwohl ich daraufhin abgesagt habe, wurde auch die Rückverschiffung von Brunswick angeboten (obwohl ich Halifax zur Rückverschiffung erwähnt hatte). Klar, dass wir dieses ohnehin sehr teure Angebot ignoriert haben.

Eine Hamburger Agentur hat „wegen hoher Nachfrage“ um „Geduld“ gebeten. Als 16 Tage nach der Anfage ein Angebot kam, hatten wir schon anderweitig gebucht.

Ein weiteres Angebot aus Hamburg erschien uns zunächst gut und wir haben es gebucht. Allerdings haben wir keine Infos zum Zielhafen und zur Abwicklung der Einfuhr des Fahrzeugs bekommen. Inzwischen hatte Seabridge einen Schiffsfahrplan mir mehreren für uns besseren Terminen gesandt. Auf Anfrage konnte die schon gebuchte Agentur kurzfristig nichts Entsprechendes anbieten. Daraufhin haben wir dort storniert und bei Seabridge gebucht.

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Seabridge for Motorhomes hat uns gut informiert, wie bei den früheren Verschiffungen (Hamburg – Halifax und zurück, Hamburg – Montevideo und zurück). Weiterhin wurden wir mit Musterformularen für die Beantragungen bei US-Behörden unterstützt und für den Spediteur bzw. den Zoll. Auch Kontakte zu Versicherungsmaklern für Kfz-Versicherungen in Nordamerika wurden geliefert. Und schließlich hat sich dies Angebot als das preiswerteste erwiesen. Inzwischen haben wir mit Hilfe von Seabridge, zusätzlich zur Organisation der Verschiffung:

  • das behördliche Dokument zum temporären (maximal einjährigen) Import des Wohnmobils mit Befreiung von den Umweltauflagen der USA;
  • einen Kontakt zur Spedition im Zielhafen für die Zollabwicklung, einschließlich der Vorbereitung der erforderlichen Dokumente;
  • eine Kfz-Haftpflichtversicherung für die USA und Kanada;
  • eine weltweit (einschließlich USA und Kanada) gültige Kfz-Kaskoversicherung.

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Da war für uns also auch noch viel zu beantragen, Verträge mussten abgeschlossen werden. Wie schon bei der Vorbereitung der Südamerikareise ist es für uns ein kleines Wunder, dass die gesamte Organisation mit einigen gegenseitigen Abhängigkeiten erfolgreich war. Die zweieinhalb Monate von den Anfragen zur Verschiffung bis zum Flug in die USA sind uns nicht langweilig geworden:

Als der erwartete Termin der Schiffsankunft bekannt war, haben wir Flüge für uns Beide gebucht. Mit Air France/KLM und Delta, die zur Allianz Sky Team gehören, waren sinnvolle Routen und günstige Preise möglich, sowohl für den Hinflug in die USA als auch für den Rückflug von Kanada. Explorer Fernreisen hat dabei die sehr gute Expertise bestätigt, die wir schon bei Buchung der Flüge nach und von Montevideo erlebt haben.

Die erste angefragte Versicherungsmaklerfirma (über die wir auf unserer Kanadareise versichert waren) konnte nur eine Haftpflichtversicherung für die USA anbieten, für Kanada nicht. Bei der zweiten von Seabridge angegebenen haben wir für beide Länder die Versicherung abgeschlossen. Dort haben wir erfahren, dass unser Fahrzeug entsprechend der Beschreibung als „Campervan“ klassifiziert ist und nicht als „Motorhome“.

Der Abschluss einer Kaskoversicherung zog sich hin. Wenige Tage vor Abgabe des Womo im Hafen mussten wir noch Fotos des Fahrzeugs von allen vier Seiten nachreichen. Erst drei Tage vor unserem Abflug haben wir die Versicherungspolice erhalten.

Eine Transportversicherung (für den Schiffstransport des Wohnmobils) haben wir, wie bei den vorherigen Überseereisen mit dem eigenen Womo, über Versicherungsmakler Gerd Augustin in Hamburg abgeschlossen. Die kostet für Hin- und Rück-Transport zusammen erheblich weniger als die von den Verschiffungsagenturen vermittelten für einen Weg.

Die recht kostengünstige Krankenversicherung, die wir für Südamerika hatten, ist für die USA und Kanada viel teurer; das gilt auch für die meisten anderen Langzeit-Auslandskrankenversicherungen. Von Freunden, die auch ausgedehnte Reisen mit ihrem Womo unternehmen, haben wir den Tip „ ADAC“ bekommen. Der ADAC bietet Langzeit-Auslandskrankenversicherungen für die ganze Welt an und erhebt, anders als andere Versicherungen, für USA und Kanada keinen höheren Beitrag. Für diese beiden Länder ist sie für uns mit großem Abstand die günstigste. Diese Versicherung ist (etwas teurer) auch für Nichtmitglieder verfügbar. Wir haben uns für die Mitgliedschaft entschieden, die für das erste Jahr praktisch mit der Differenz finanziert ist. Der Versicherungsbestätigung in deutsch und englisch ist eine weitere Bestätigung in deutsch, englisch und spanisch angehängt, dass CoVid-19 mitversichert ist.

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Wegen Schiffsverspätungen wurde unser Womo inzwischen zweimal auf ein jeweils anderes Schiff umgebucht, damit der Ankunftstermin einigermaßen gehalten wird. Die Hotelbuchung in Brunswick für die ersten zwei Tage nach unserer Ankunft haben wir inzwischen auf vier Tage verlängert. Wegen weiterer Verspätung des Schiffs werden wir wohl mindestens eine Woche im Hotel wohnen müssen.

Anders als bei früheren Reisen wurde das Womo nicht von Hamburg verschifft (was sehr bequem für uns war) sondern von Bremerhaven. Dort hätten wir es ursprünglich spätestens am 11. Januar abgeben sollen. Wegen eines ab 8. Januar angekündigten Streiks bei der Deutschen Bahn haben wir die Abgabe für den 5. Januar geplant, damit wir mit dem Zug zurück fahren könnten. Dann wurde die Schiffsabfahrt vom 16. auf den 26., den 20. und schließlich auf den 23. Januar verschoben. Der Bahnstreik war erledigt und wir haben am 17. Januar das Womo in den Hafen von Bremerhaven gefahren.

Den haben wir als recht unorganisiert erlebt. Letztlich haben wir 1¼ Stunden auf einem menschenleeren Hafenterminal auf die Übernahme des Womo durch Terminalpersonal gewartet. Wir bekamen nicht einmal eine Bestätigung ausgehändigt, dass das Womo dort abgegeben und übernommen war. Aus dem Hamburger Hafen kennen wir das alles ganz anders. Die Kfz-Kennzeichen habe ich wieder abgenommen, damit sie unterwegs nicht abhanden kommen. Die nehmen wir ins Fluggepäck.

Das Schiff ist am 26. Januar abgefahren. Seinen Kurs verfolgen wir auf der Internetseite Marine Traffic.

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Nach Südamerika

 

Unserem Wohnmobil haben wir mal wieder eine Kreuzfahrt spendiert. Von Hamburg durch die Nordsee und den Ärmelkanal in den Atlantik, an Madeira, Kanaren und Cabo Verde vorbei geht es in mehrere brasilianische Häfen, nach Buenos Aires und schließlich zum Zielhafen Montevideo. In der Hauptstadt von Uruguay treffen wir am Ankunftstag des Schiffs (laut Fahrplan) per Flugzeug ein.

Einige technische Aspekte haben uns bestärkt, diese seit Längerem geplante Langzeit-Reise durch den fernen Kontinent jetzt zu wagen. Wir haben in letzten Monaten viel in das inzwischen fast acht Jahre alte Fahrzeug investiert. Dadurch ist es jetzt in einem denkbar guten technischen Zustand, der Innenausbau ist es ohnehin nach wie vor. Ähnlich gute technische Voraussetzungen für eine solche Reise werden wir vermutlich nie wieder haben.

  • Vor gut einem halben Jahr war das Fahrzeug in der zweijährlichen Hauptuntersuchung. Dabei wurden Mängel an Spur- und Koppelstangen der Vorderachse festgestellt; sie wurden repariert.
  • Zwei Monate später, auf der Reise durch Spanien, war das Zweimassenschwungrad der Kupplung defekt und die gesamte Kupplung wurde ausgetauscht.
  • Im weiteren Verlauf der Reise mussten in Portugal die vorderen Bremsscheiben ausgewechselt werden.
  • Nach der Reise waren die Reifen abgefahren und neue mussten her.
  • Bei der fälligen Inspektion durch Mercedes-Benz wurden Mängel an Kühlmittelpumpe, Achsmanschetten, Bremsen und Hinterachswellen erkannt und beseitigt.

Speziell für Südamerika (und für die Schiffspassage) haben wir dann noch ein paar zusätzliche technische Vorkehrungen getroffen:

  • Die Starterbatterie funktionierte noch, ihre Kapazität hat aber nachgelassen. Daher haben wir unserem Womo vorbeugend eine neue gegönnt. Nach vier Wochen Parken im Schiff und bei möglichen Nachtfrösten in den Hoch-Anden soll sie nicht ausfallen.
  • Die großen Fenster in den Seiten des Wohnmobils haben wir zusätzlich gesichert.
  • Die Truma-Dieselheizung wurde gewartet.
  • Außerdem haben wir für die Dieselheizung das Höhenkit nachrüsten lassen.
  • Gleichzeitig wurden die unter dem Fahrzeug liegenden Dieselleitungen und -pumpen der Heizung gegen Kälte isoliert.
  • Den Befüllungs-Wasserfilter haben wir mit einem Aktivkohlefilter bestückt, statt des einfachen Membranfilters.
  • Im Frischwassertank soll ein Silbernetz mögliche Krankheitskeime abtöten.
  • Insbesondere für WC, Heizung und Wasseranlage haben wir wichtige Ersatzteile beschafft und eingepackt.

Selbstverständlich haben wir einen Straßenatlas und mehrere Reiseführer gekauft für die Länder, die wir bereisen wollen. Für unser Garmin-Navi haben wir die Südamerika-Karten gekauft und geladen.

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Mit der bewährten Hilfe von Seabridge wurde das Wohnmobil verschifft. Dabei waren wieder diverse Vorgaben der Reederei zu berücksichtigen, zum Teil andere als nach Kanada.

  • Küchen- und Badausrüstung, Bettzeug, Camping-, Bergungs- und Reparaturausrüstung, Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel und Gegenstände für den persönlichen Bedarf dürfen im Womo transportiert werden. Sie müssen in Schränken und Staufächern untergebracht sein. Alles muss „seemäßig“ gestaut, das Wohnmobil innen „blickleer“ sein.
  • Lebensmittel, Alkohol, Pflanzen, Erde, Tabakwaren, Drogen (auch Medikamente) sowie brennbare Flüssigkeiten und gefährliche Güter, aber auch Bargeld, Wertsachen, Laptop, Foto- und Filmausrüstung, Navi sowie elektronische Geräte dürfen sich nicht im Womo befinden. Der Kraftstofftank darf nur ¼ bis ½ gefüllt sein.
  • Gasflaschen müssen unbenutzt und versiegelt oder leer und gespült sein. Das Spülen ist teurer als die Beschaffung einer neuen Flasche. Zwei Flaschen empfiehlt Seabridge zur Vermeidung von Versorgungsengpässen. Also haben wir zwei neue ALU(mini)-Flaschen gekauft und für den Schiffstransport versiegeln lassen. Für alle Fälle haben wir noch einen Gasadapter beschafft. Einen Trafo für 115V (wie in Kanada) brauchen wir nicht, denn die Länder, die wir bereisen wollen, haben alle 220V.

Bei der Abgabe des Fahrzeugs für den Seetransport hatten wir ein Heimspiel: Am kombinierten Container- und Roll-on Roll-off (RoRo-) Terminal O’Swaldkai der Firma Unikai im Hamburger Hafen werden Schiffe für den Transport von Straßenfahrzeugen be- und entladen. Dort habe ich unser Womo übergegeben. Die Kfz-Kennzeichen habe ich, wie empfohlen, abgenommen, damit sie unterwegs nicht abhanden kommen. Die sollen ins Fluggepäck.

Seit ein paar Wochen sind wir jetzt ohne Fahrzeug. Nach den intensiven Vorbereitungen, einschließlich Beladen des Womo, hatten wir zunächst beim Blick auf den leeren Parkplatz vor dem Haus eine Art Phantomschmerz. Auf der Internetseite Marine Traffic verfolgen wir den Kurs des Schiffs.

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Seabridge for Motorhomes organisiert die Verschiffung und beschreibt den zeitlichen Ablauf, die Erfordernisse für den Schiffstransport sowie für Reisen durch Südamerika. Außerdem werden Vermittler für die Kfz-Haftpflichtversicherung, Reederei-Agent und Hafen-Spediteur vor Ort in Südamerika genannt bzw. empfohlen, jeweils mit Adresse und E-Mail-Adresse sowie GPS-Koordinaten. Entsprechende Infos gibt es auch für Hotels, Gastankstelle und ein paar Campingplätze in bzw. bei Montevideo.

Es war also noch erheblich mehr zu erledigen und zu organisieren, als Vorbereiten, Beladen und Abgeben des Wohnmobils. Für uns hat sich bewährt, dass wir sofort nach Rückkehr von unserer Frühlingsreise durch Südwest- und Westeuropa die Verschiffung gebucht sowie alle Vorbereitungen geplant und priorisiert abgearbeitet haben. Drei Monate waren wir damit gut beschäftigt. Einiges hat gut geklappt, die meisten Aufgaben bereiteten zusätzliche Mühe und brauchten viel Geduld:

  • Die Montage der Sicherheitsbleche an den großen Seitenfenstern ist nicht so einfach, wie vom Hersteller behauptet. Zu zweit ist es uns gelungen. Allerdings war in einem der beiden Fenster die Fensterlaibung zu dick. CS-Reisemobile hat das Problem beseitigt, als das Womo zur Nachrüstung des Heizungs-Höhenkit in ihrer Werkstatt war.
  • Die Inspektion des Basisfahrzeugs in der Mercedes-Werkstatt zog sich über neun Tage hin (inkl. Feiertag). Fast täglich wurden weitere Defekte erkannt: Die Kühlmittelpumpe war undicht und musste ersetzt werden. Beide Achsmanschetten der Vorderachse waren defekt und mussten ausgetauscht werden. Die rechte war vor zwei Jahren undicht und wurde ersetzt. Sechs Monate später war sie wieder defekt und wurde als Garantieleistung ausgetauscht. Wenige Tage vor Ablauf der zweijährigen Garantie war die erneut defekt. Der Kundenberater wollte mir weis machen, das sei ein Verschleißteil. Hartnäckiges Beharren auf der Garantie war letztlich erfolgreich. Versehentlich(!) wurde aus dem Getriebe das Öl abgelassen (statt aus dem Verteilergetriebe). Dabei wurde festgestellt, dass es die falsche Farbe hatte und viel zu dünnflüssig war. Die hinteren kombinierten Bremstrommeln und -scheiben waren innen stark verrostet, mit der Folge, dass die ohnehin unterdimensionierte Feststellbremse das Fahrzeug kaum noch hielt. Zufällig(!) wurde an der Hinterachse erhebliches Spiel bemerkt. Beide Zahnwellen der Hinterachse (die in Rohren laufen) waren ausgeschlagen. Das ist alles ärgerlich und lässt am Qualitätsanspruch von Mercedes-Benz zweifeln, für den hohe Preise verlangt werden. Der Rechnungsbetrag für die Inspektion war astronomisch hoch.
  • Die online bestellten Gasflaschen waren angeblich „auf Lager“. Geliefert wurden sie zunächst nicht. Telefonisch ist der Shop nur an zwei Wochentagen jeweils für ein paar Stunden erreichbar. Zwei Wochen nach Bestellbestätigung wurde am Telefon erklärt, neue Gasflaschen seien „im Zulauf“ und sollten vermutlich in zwei weiteren Wochen beim Händler eintreffen. Nach insgesamt vier Wochen wurden sie geliefert.
  • Den online bestellten Straßenatlas „Argentinien Super Atlas“ musste MapFox aus Argentinien beschaffen. Knapp sechs Wochen dauerte es, bis er bei uns eintraf.
  • Das in einem Reiseführer genannte Online-Reisebüro für Flugbuchungen stellte sich als nur sporadisch besetztes Ein-Mann-Unternehen heraus. Ohne dass wir eine Rechnung erhalten hatten, wollte der Inhaber von uns Kreditkartendaten per Telefon übermittelt haben. An dem Punkt haben wir storniert. Die Flüge haben wir dann in einem Reisebüro in Hamburg persönlich gebucht.
  • In Buenos Aires haben wir die erforderliche Kfz-Haftpflichtversicherung per E-Mail angefragt. Letztlich hat auch das geklappt, aber bis wir den Vertrag hatten, dauerte es fast fünf Wochen.
  • Für Kanada hatten wir eine sehr kostengünstige Krankenversicherung von der HUK Coburg. Die hat eine Altersbeschränkung, sodass sie jetzt für uns nicht mehr verfügbar ist. Als Versicherter bei der Techniker Krankenkasse (TK) habe ich (Reinhard) einen (im Vergleich mit anderen Anbietern) recht günstigen Tarif für die Langzeit-Auslandskrankenversicherung bei der envivas bekommen, die mit der TK kooperiert. Krim musste beim günstigsten Versicherer ungefähr 50% mehr bezahlen. Mir hat die envivas unaufgefordert eine Bestätigung der Versicherung in deutsch, englisch und spanisch gesandt. Darin ist auch der Hinweis, dass CoVid-19 mitversichert ist. Krim bekam diese Bestätigungen erst auf Anforderung.
  • Selbst die für diverse Gebühren im Zielhafen erforderlichen US-Dollars bei einer Bank in Hamburg zu beschaffen, war nicht trivial und hat uns zwei Tage beschäftigt.

Für einige Verwirrung hat die Reederei gesorgt, die unser Wohnmobil nach Südamerika transportiert.

  • Zunächst erhielten wir über Seabridge eine Buchungsbestätigung für das Schiff „Grande Argentina“, planmäßige Abfahrt: 08. Juli, planmäßige Ablieferung des Wohnmobils bis spätestens 2 Arbeitstage (Mo-Fr) vor Abfahrt (also 06. Juli).
  • Gut drei Wochen später wurde die Buchungsbestätigung geändert auf „Grande Guinea“, planmäßige Abfahrt: 07. Juli.
  • Wenige Tage später wurde der Treibstoffzuschlag ab 1. Juli erhöht.
  • Zehn Tage danach wurde die Buchungsbestätigung geändert auf „Grande Amburgo“. Gleichzeitig kam der Hinweis, das Fahrzeug müsste spätestens am 04.07 um 17 Uhr übergeben sein. Seabridge hat dazu erläutert, dass die Reederei es durch das Tauschen der Schiffe im Gegensatz zu allen anderen Reedereien schafft, ziemlich im Fahrplan zu bleiben.
  • Weitere drei Tage später änderte sich die späteste Abgabe des Fahrzeugs auf 01.07 um 17 Uhr (acht Tage nach dieser Mitteilung). „Die Reederei braucht zur Zeit diese Vorlaufzeit zum Planen der Schiffe, die aufgrund hohen Ladungsaufkommens sehr voll sind.“ Glücklicherweise hatten wir alle Vorbereitungen für das Womo rechtzeitig erledigt und keine weite Anreise zum Hamburger Hafen.
  • Tatsächlich abgefahren ist das Schiff am 8. Juli, wie ursprünglich geplant.
  • Mit der Frachtrechnung kam dann noch Ärger. Die Reederei hat das Womo bei der Verladung angeblich gemessen, die Angaben aus der Zulassungsbescheinigung wurden ignoriert. Offenbar wurden die Maße geschätzt. Die größte Fehl-“Messung“, die der Länge, hat als Grundlage für Frachtrate und Treibstoffzuschlag zu ungerechtfertigten Mehrkosten von 39 Euro geführt.

Für Südamerika werden diverse Impfungen empfohlen. Einige sind Voraussetzung für die Einreise aus bestimmten (Nachbar-)Ländern. Änderungen dieser Regularien sind nicht ungewöhnlich. Gegen einige Infektionen sind wir schon länger geimpft, gegen CoVid-19 maximal.

Eine Impfberatung bei der Hausärztin ergab, dass wir uns noch gegen Hepatitis A und Tollwut impfen lassen sollten. Die Grundimmunisierung gegen Tollwut dauerte insgesamt vier Wochen mit drei Injektionen (weitere sind uns bis 2052 ! prognostiziert). Gegen Malaria haben wir ein empfohlenes Prophylaxe-Medikament zur Mitnahme gekauft.

Zur Gelbfieber-Impfung haben wir uns im Institut für Tropenmedizin beraten lassen. Diese wird über 60-jährigen nur verabreicht, „wenn ein signifikantes und unvermeidbares Risiko einer Gelbfieber-Infektion besteht“.

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Einige der genannten Probleme haben die Kosten des Projekts erhöht. Viele erforderten unnötigen Aufwand für Nachfragen, E-Mails, Telefonate. Und immer wieder haben wir gewartet und gebangt, ob eins der vielen Puzzelteile ausfällt oder kostenintensive Verzögerungen verursacht. Dass bisher die gesamte Organisation mit vielen gegenseitigen Abhängigkeiten erfolgreich war, ist für uns ein kleines Wunder.

Seit fast acht Jahren haben wir viel Erfahrung mit unserem Wohnmobil gesammelt, davon rund 3 ½ Jahre auf Reisen, in weiten Teilen Europas und sechs Monate in Kanada. Ohne diese Erfahrung würden wir dies Abenteuer vermutlich nicht wagen.

Vor drei Jahren haben wir erste Schritte für eine Reise mit unserem Womo durch Australien unternommen. Dort ist für uns noch viel zu entdecken. Seabridge hat uns dann mitgeteilt, dass die Reederei für die Routen nach Australien wegen einer Käferplage vorher die Erhitzung des Fahrzeugs fordert: „Die Fahrzeuge müssen im Inneren am kältesten Punkt auf 60 Grad erhitzt werden und das für ca. 30 Minuten. Die gesamte Zeit der Erhitzung dauert dadurch ca. 2 Stunden.“ Dieser extremen Erhitzung wollten wir unser Wohnmobil nicht aussetzen, denn wir haben Schäden an Dichtungen, Verklebungen und Elektrik befürchtet. Darum haben wir diese Planungen abgebrochen. Später waren wir froh darüber, denn zunächst wüteten die großen Waldbrände in Australien, dann mussten dort wegen CoVid-19 Wohnmobile zurück gelassen werden.

Jetzt hoffen wir, trotz möglicher Risiken, auf eine außergewöhnliche Reise zu ganz besonderen Zielen in Südamerika. Wenn wir in Montevideo unser Wohnmobil aus dem Hafen abgeholt haben, wollen wir neun Monate die südlichen Länder Südamerikas bereisen: Uruguay, Argentinien, Chile und ein Abstecher nach Bolivien sind geplant.

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Womo durch Kanada, Teil 3

 

Nach Planung und Verlauf der Reise im ersten Teil des Rückblicks sowie Natur und Kultur im zweiten Teil wollen wir in diesem letzen Teil auf reisespezifische und technische Aspekte eingehen.

Wohnmobil nach Übersee

Die Verschiffung unseres Womo hat SeaBridge organisiert. Die Firma haben wir als professionell erlebt, von der ersten online-Anfrage ein Jahr vor der Reise bis zur Freigabe zum Abholen des zurück transportierten Fahrzeugs aus dem Hamburger Hafen. Die Kommunikation mit ihr war jederzeit gut, schnell und zuverlässig. Viele detaillierte Informationen zu Inhalt des Wohnmobils, Abgabe im Hafen, Sicherheit auf dem Schiff, Abholung im Zielhafen etc. haben sehr geholfen, uns bei dem Abenteuer der Verschiffung des Campers eine gewisse Sicherheit zu geben. Das ist nicht selbstverständlich, wie unsere Recherche zu Alternativen gezeigt hat.

Da wir in Hamburg wohnen, war für uns der Hamburger Hafen als Start- und End-Hafen ideal. Durchgeführt wurden die Transporte mit RoRo-Schiffen der Reederei ACL. In Halifax konnten wir mit einem Tag Verspätung die Frachtpapiere für unser Wohnmobil bei der Spedition abholen. Beim Zoll am anderen Ende der Stadt mussten wir auf die Unterboden-Inspektion wegen Maul- und Klauenseuche warten. Die Abholung aus dem Hafenterminal verlief dann zügig. Dabei haben wir gern gesehen, dass an der Frontscheibe ein von außen deutlich lesbarer Hinweis auf Videoüberwachung im Schiff angebracht war.

english:

Camper through Canada, part 3

After planning and itinerary in the first part of the review as well as nature and cultural aspects in the second part, in this final part we want to focus on travel-specific and technical aspects.

Motorhome overseas

The shipment of our camper was organized by SeaBridge. We experienced the company as professional, from the first online inquiry one year before the trip to the pick up clearance of the returned vehicle from the port of Hamburg. Communication with them was always good, fast and reliable. Many detailed information on the content of the motorhome, delivery in the port, security on the ship, pick-up in the port of destination, etc. have helped a lot to give a certain security in the adventure of shipping the camper. This is not self-evident, as our research on alternatives has shown.

Since we live in Hamburg, the Port of Hamburg was ideal for us as a start and end port. The transports were carried out with RoRo ships of the shipping company ACL. In Halifax, we were able to pick up the freight papers for our motorhome at the forwarding company one day late. At customs at the other end of town, we had to wait for the underbody inspection for foot-and-mouth disease. The pick-up from the port terminal was then speedy. We were happy to see that the windshield had an externally legible reference to video surveillance in the ship.

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Versicherungen

Empfohlen wurde eine Transportversicherung, die für Schäden aufkommt, die im Hafen oder auf dem Schiff entstehen könnten. Versicherungsmakler Gerd Augustin in Hamburg hat uns über einen Assekuradeur das Wohnmobil für beide Transporte zu weniger als einem Drittel dessen versichert, was es bei Vermittlung durch SeaBridge gekostet hätte.

Die europäischen Kfz-Versicherungen gelten in Amerika nicht. Daher war eine amerikanische Fahrzeugversicherung erforderlich, deren Police bei evtl. Polizeikontrollen hätte präsentiert werden müssen. Aus intensiver Internet-Recherche in Reise-Foren und -Blogs etc. hatten wir Hinweise auf Alternativen zu der von SeaBridge vermittelten Versicherung. Die erwiesen sich alle als inzwischen obsolet. Wir waren letztlich froh über das Angebot von SeaBridge, obwohl es für ein halbes Jahr mehr gekostet hat, als einer der beiden Schiffstransporte. Das Fahrzeug war während der Reise in Deutschland angemeldet, daher bestand hier Versicherungspflicht. Eine Beitragserstattung hat unsere deutsche Kfz-Versicherung daher verweigert.

Auch unsere deutschen Krankenversicherungen zahlen nicht in Übersee. Für die Reisekrankenversicherung hatten wir Angebote, die überwiegend mehrere tausend Euro für sechs Monate kosten sollten. Die HUK Coburg hat uns zu 1,30 € pro Tag je Person versichert bzw. zu 1,20 € für Mitglieder der Barmer Ersatzkasse.

english:

Insurances

Recommend was a transport insurance that covers any damage that might occur in the port or on the ship. Insurance broker Gerd Augustin in Hamburg has insured the motorhome for both transports through an underwriting agent at less than a third of what it would have cost if intermediated by SeaBridge.

The European motor insurances do not apply in America. Therefore, an American vehicle insurance was required, of which the policy in a possible police check would have to be presented. From intensive Internet research in travel forums and blogs, etc., we had references to alternatives to the insurance brokered by SeaBridge. They all proved obsolete meanwhile. We were ultimately happy with SeaBridge’s offer, although for half a year it cost more than one of the two ship transports. The vehicle was registered in Germany during the trip, so there was compulsory insurance here. A contribution refund was refused by our German motor insurance therefore.

Our German health insurance, too, does not pay overseas. For the travel health insurance we had offers, which should cost mainly several thousand Euros for six months. The HUK Coburg insured us at 1.30 € per day per person or € 1.20 for members of the Barmer Ersatzkasse.

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Energieversorgung

Dankbar haben wir das Angebot von SeaBridge für einen Transformator angenommen, der die amerikanischen 115V auf 230V für unser Womo transformiert hat. Wir haben ihn nur sechsmal benutzt, aber ohne ihn hätten wir Probleme gehabt. Ein weiterer dankenswerter Service von SeaBridge ist ein Adapter aus Messing zum Anschluss amerikanischer Gasflaschen an deutsche Druckregler. Der Adapter wird in die Öffnung der Gasfasche geschraubt. Von Hand geht das allerdings nicht vollständig, er muss beim Einschrauben einen Widerstand überwinden. Dafür ist ein Werkzeug erforderlich, z.B. der passende Schraubenschlüssel, Kombizangen sind üblicherweise zu klein.

Wir haben eine Wasserpumpenzange benutzt, die auch beim Festschrauben des Gardena Schlauch-Steckverbinders gute Dienste geleistet hat. Für das Gardena-System, das wir an unserem Frischwasserschlauch benutzen, gibt es in Kanada in Baumärkten kompatible Komponenten zu kaufen. Wasserhähne mit Außengewinde sind in Kanada nach unserer Erfahrung ausschließlich 1/2″ (1/2 Zoll). Andere Steckadapter waren nicht erforderlich.

Gas benötigen wir in unserem Camper „nur“ zum Kochen, die Heizung läuft mit Diesel, der Kühlschrank elektrisch. Daher nutzen wir in Europa kein Propangas. Wir haben einen keinen Gasflaschenkasten, in dem nur eine 2,75 Kg Butangasflasche vom Typ R 907 der Firma CampinGaz (blaue Gasflasche) Platz hat. Zur Belüftung steht sie dort auf vier kleinen Füßen. In Amerika gibt es diese (Tausch-)Gasflaschen nicht.

Als Ersatz haben wir in Kanada eine 2,5 l Propangasflasche gekauft: 5 lbs Vapor Cylinder (im allgemeinen Sprachgebrauch „5-pounder“), offizielle Bezeichnung: 5# DOT Vertical ACME/OPD Cylinder. Sie hat Lüftungsöffnungen zwischen Behälter und Fuß, daher sind im Gegensatz zur blauen Flasche die Füße im Gasflaschenkasten entbehrlich. Glücklicherweise hatte CS-Reisemobile eine solche Gasflasche. Daher konnten sie rechtzeitig vor der Reise die Füße so modifizierten, dass sowohl die amerikanische als auch die blaue Flasche passt.

Propan ist in Kanada ein wichtiger Energieträger. Es ist daher fast überall (sehr preiswert) verfügbar, u.A. an vielen Tankstellen. Allerdings haben viele Verkaufsstellen nur Tausch-Gasflaschen. Außerdem gibt es Unterschiede in den diversen Provinzen. Die im technischen Supermarkt Canadian Tire in Bayer’s Lake bei Halifax gekaufte und gefüllte Flasche konnten wir in Neufundland bei Canadian Tire nicht auffüllen lassen.

english:

Energy supply

Thankfully we accepted SeaBridge’s offer for a transformer that transformed the American 115V to 230V for our camper. We only used it six times, but without it we would have had problems. Another thankworthy service from SeaBridge is a brass adapter to connect American gas cylinders to German pressure regulators. The adapter is screwed into the opening of the cylinder. By hand, this is not possible completely, it must overcome a resistance when screwing. This requires a tool, e.g. the right wrench, combination pliers are usually too small.

We have used a water pump pliers, which has also served well when tightening the Gardena hose connector. For the Gardena system we use on our freshwater hose, there are compatible components in Canada available in hardware stores. In Canada, in our experience, taps with male threads are 1/2 „(1/2 inch) in size, other plug adapters were not required.

Gas is needed in our camper „only“ for cooking, the heating is on diesel, the refrigerator is electric. That’s why we do not use propane gas in Europe. We have a small gas cylinder box with space for only a 2.75 kg butane cylinder, type R 907, of CampinGaz (blue gas cylinder). For ventilation, it stands there on four small feet. In America, these (exchange)cylinders are not available.

As a replacement, we bought a 2.5 liter propane cylinder in Canada: 5 lbs Vapor Cylinder (commonly called „5-pounder“), official name: 5 # DOT Vertical ACME / OPD Cylinder. It has air vents between the container and its base, therefore, unlike the blue cylinder, the feet in the gas cylinder box are dispensable. Fortunately, CS travel mobiles had one such gas cylinder. Therefore, in time for the trip they were able to modify the feet to fit both the American and the blue cylinder.

Propane is an important energy source in Canada. It is therefore available almost everywhere (very cheap), i.a. at many gas stations. However, many vendors have only exchange propane cylinders. There are also differences in the various provinces. The cylinder, bought and filled at the technical store Canadian Tire at Bayer’s Lake near Halifax, we were unable to get refilled at Canadian Tire in Newfoundland.

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Kraftstoff

Das Tankstellennetz in Kanada ist sehr gut. Allerdings führen viele Tankstellen keinen Diesel. In dünn besiedelten und abgelegenen Gegenden gibt es nur wenige Tankstellen, die Preise sind dort deutlich höher. Viele Tankstellen sind „unbemannt“, funktionieren ausschließlich mit Kreditkarten.

In einigen Provinzen war Diesel (zum Teil erheblich) billiger als Benzin. Generell sahen die Kraftstoffpreise in kanadischen Dollars ähnlich aus wie in Deutschland in Euro. Bei einem Wechselkurs von rund 1,50 CAN$ für 1 € waren die Preise also rund ein Drittel günstiger als Zuhause. Auf unserer Yukon-Reise hat das (nagelneue) gemietete Wohnmobil 25 l Superbenzin pro 100 km verbraucht, unser eigenes Womo auf dieser Reise rund 11,3 l Diesel. Die Differenz der Kraftstoffkosten zwischen gemietetem und eigenem Camper hat fast die Transportkosten über den Atlantik finanziert.

An einigen Tankstellen gibt es Zapfstellen, die als ‚Clear Diesel‘ und ‚Dyed Diesel‘ deklariert sind, manchmal ist nur die eine oder die andere Sorte gekennzeichnet. Daher hat es einige Zeit gedauert, bis wir verstanden haben, dass es sich um ungefärbten und eingefärbten Diesel handelt, letzterer vermutlich subventioniert und nur für autorisierte Nutzer verfügbar.

Die Qualität des Diesels ist nach unserer Erfahrung in Kanada recht unterschiedlich. Aus einem Reiseblog hatten wir den Hinweis, um ein Verrußen des Motors zu verhindern, sei es wichtig, dem Diesel beim Tanken ein Additiv zuzugeben. Das haben wir (unregelmäßig) getan. Tatsächlich wird eine große Auswahl solcher Additive angeboten (auch gegen das Gelieren des Diesels bei Frost). Nachdem wir das Additiv einige Zeit vernachlässigt hatten, qualmte unsere Dieselheizung höchst beunruhigend!

english:

Fuel

The gas station network in Canada is very good. However, many gas stations do not sell diesel. In sparsely populated and remote areas, there are only a few gas stations, the prices are much higher there. Many gas stations are „unmanned“, operate exclusively with credit cards.

In some provinces, diesel was (sometimes considerably) cheaper than gasoline. In general, fuel prices in Canadian dollars looked similar to those in Germany in Euros. With an exchange rate of around 1.50 CAN$ for 1 €, the prices were about one-third favourable than at home. On our Yukon trip, the (brand new) rented motorhome consumed 25 liters of premium gasoline per 100 km, our own camper on this trip about 11.3 liters of diesel. The difference in fuel costs between rented and own camper has almost financed the cost of transport across the Atlantic.

At some gas stations there are pumps declared ‚Clear Diesel‘ and ‚Dyed Diesel‘, sometimes only one or the other variety is identified. Therefore, it took us some time to understand that these are undyed and dyed diesels, the latter probably subsidized and only available to authorized users.

The quality of the diesel is quite different in Canada according to our experience. From a travel blog we had the hint to prevent engine sooting, it was important to add an additive to the diesel when refueling. We did that (irregularly). In fact, a wide range of such additives is offered (also against the gelling of the diesel in freezing weather). After we had neglected the additive for some time, our diesel heater smoked very alarming!

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Wasser-Ver- und Entsorgung

In Europa sind Tankstellen eine recht sichere Quelle zum Auffüllen des Frischwassertanks unseres Wohnmobils, in Kanada ging das absolut nicht. Falls überhaupt, haben nur große Tankstellen, insbesondere Truck Stops, außen einen Wasserhahn.

Aber: Die öffentliche Wasserversorgung erfolgt in vielen Orten nicht über Rohrleitungsnetze. Insbesondere für entlegene Häuser bzw. Wohngebiete und wohl auch in Regionen mit Permafrostböden wird Frischwasser in Tankwagen geliefert oder in Tanks selbst geholt. Dafür gibt es örtliche Wasser-Tankstationen. Viele davon haben außen einen normalen Wasserhahn. Vermutlich ist die Lagerung von Frischwasser in Tanks der Grund, dass dem Trinkwasser in Kanada so viel Chlorchemie zugesetzt wird, wie wir es kaum irgendwo sonst erlebt haben.

Wasserversorgung sowie Grau- und Schwarzwasser-Entsorgung für Camper ist selbstverständlich auch auf Campingplätzen möglich. Wenn man dort nicht übernachtet, wird auf vielen dieser Plätze für das Entsorgungen eine Gebühr erhoben. Wasser haben wir mehrmals kostenlos bekommen.

Es gibt auch öffentliche Entsorgungsstellen, meistens mit Frischwasserversorgung. Sie heißen ‚Sani Dump‘ bzw. ‚RV Sani Dump‘, manchmal auch ‚Dumping Station‘, französisch ‚Vidange‘. Aber Achtung: Gelegentlich wurden wir zur Müllkippe geschickt (‚Dump‘ bzw. ‚Dump Station‘). Ver- und Entsorgungsstellen haben wir bei Touristen-Informationen gefunden, an oder in National-, Provinz-, Regional- und örtlichen Parks, gelegentlich auf Tankstellen, in einzelnen Fällen bei Kläranlagen oder Wasserwerken.

Für die meisten Campingplätze, Parks und Info-Stationen gilt: Von September oder Oktober bis Mai sind sie geschlossen. Dann sind auch deren Ver- und Entsorgungsstationen geschlossen, Wasserleitungen abgesperrt oder unerreichbar. Im Herbst wurde es für uns immer schwieriger, Frischwasser zu bekommen. Einmal haben wir bei einem Wohnmobil-Händler gezapft, einmal hat uns eine Filiale von Canadian Tire „gerettet“, ein paarmal war in Parks im „Winterschlaf“ noch nicht überall das Wasser abgesperrt.

english:

Water supply and disposal

In Europe, petrol stations are a pretty safe source of refilling our camper’s fresh water tank, but in Canada they were absolutely not. If at all, only large gas stations, especially truck stops, have a tap outside.

But: The public water supply in many places is not via piping networks. Especially for remote houses or residential areas and probably also in regions with permafrost soils fresh water is delivered in tankers or fetched in tanks by the people themselves. For this there are local water stations. Many of them have a normal tap outside. Presumably, the storage of fresh water in tanks is the reason that so much chlorine chemistry is added to drinking water in Canada, as we have hardly experienced anywhere else.

Water supply and gray and black water disposal for campers is of course also possible on campsites. If you do not stay there, a fee will be charged on many of these sites for disposal. Water we got several times for free.

There are also public disposal points, mostly with fresh water supply. They are called ‚Sani Dump‘ or ‚RV Sani Dump‘, sometimes ‚Dumping Station‘, in French ‘Vidange’. But beware: Occasionally we were sent to the dump (or ‚Dump Station‘). We have found supply and disposal points at tourist informations, at or in national, provincial, regional and local parks, occasionally at gas stations, in some cases at sewage treatment plants or waterworks.

For most campsites, parks and tourist informations, they are closed from September or October to May. Then their supply and disposal stations are closed, water pipes shut off or out of reach. In the fall it became increasingly difficult for us to get fresh water. Once we tapped at an RV dealer, once a branch of Canadian Tire „saved“ us, a couple of times in parks in the „hibernation“ not yet everywhere the water was shut off.

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Camping

Camping ist in Kanada sehr beliebt, in Tourismusbroschüren wird es als eine der wichtigsten Freizeitaktivitäten geführt. Wir haben oft gescherzt, in Kanada gebe es so viele Campingplätze wie Einwohner. Das ist selbstverständlich übertrieben. Tatsächlich haben wir aber noch in keinem anderen Land so viele Campingplätze gesehen. Sie sind aber mit ganz wenigen Ausnahmen nur vier bis fünf Monate im Jahr geöffnet.

Wohnmobil-Stellplätze, wie sie in Europa weit verbreitet sind, kostenlos oder mit geringer Gebühr, mit wenig oder keiner Camper-Infrastruktur, haben wir in Kanada nicht gefunden. Auf vielen Rastplätzen an den Highways stehen „No camping“ oder „No overnight parking“ Schilder. Auf vielen anderen ist das Übernachten nicht verboten, eine Systematik ist nicht erkennbar. Grundsätzlich sind die Plätze von einer zur anderen Provinz sehr verschieden. Auf einigen haben wir übernachtet, gesehen haben wir weit mehr geeignete. Bootseinlassstellen haben sich für uns als Stellplätze sehr bewährt, in dicht besiedelten Gegenden Parkplätze an Grünanlagen und bei Sportplätzen. Mindestens fünfzehnmal haben wir unter bzw. nahe bei Leuchttürmen übernachtet.

english:

Camping is very popular in Canada and it is listed in tourist brochures as one of the most important leisure activities. We have often joked that in Canada there are as many campsites as there are inhabitants. This is of course exaggerated. In fact, we have not seen so many campsites in any other country. With only a few exceptions, however, they are only open four to five months a year.

Motorhome sites that are common in Europe, for free or for a small fee, with little or no camper infrastructure, we have not found in Canada. At many rest areas on the highways there are „No camping“ or „No overnight parking“ signs. On many others, the overnight stay is not prohibited, a system is not recognizable. Basically, the places are very different from one province to another. On some we have stayed overnight, we have seen far more suitable. Boat launches have proved very useful for us as pitches, in densely populated areas parkings at green areas and at sports fields. At least fifteen times we have stayed under or near lighthouses.

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Straßenzustand

Viele Straßen in Kanada sind in schlechtem Zustand. Frostaufbrüche und Schlaglöcher sind auch auf den wichtigsten Fernstraßen weit verbreitet. Auf den vielen Schotterstraßen muss selbstverständlich mit aufgewirbelten Steinen gerechnet werden. Aber asphaltierte Straßen sind häufig schlechter. Unsere neuen All Terrain Reifen haben sich dort bewährt. Und mit wenigen Ausnahmen sind wir die gesamten sechs Monate mit zugeschaltetem Allrad-Antrieb gefahren. Überhaupt war unser Wohnmobil, Typ Corona von CS-Reisemobile, bei dieser Langzeit-Belastung mit fast 37.000 km mal wieder genau richtig.

english:

Road condition

Many roads in Canada are in poor condition. Frost breaks and potholes are common even on major highways. Of course on the many gravel roads whirled stones must be expected. But paved roads are often worse. Our new All Terrain tires have proven themselves there. And with few exceptions, we drove the entire six months with all-wheel drive. In general, our motorhome, type Corona by CS travel mobiles, was just right for this long-term load with almost 37,000 km.

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Reiseführer, Karten und Touristen-Informationen

Der Straßenatlas für ganz Nordamerika, den wir in einem Fachgeschäft in Hamburg gesehen haben, war uns zu dick. So hatten wir für die Planung und unterwegs nur den kleinen ‚Canada road atlas / atlas routier‘ von MapArt mit rund 100 Seiten im Format Letter (etwas kleiner als DIN A4). Unsere Reiseführer ‚Kanada-Osten‘ und ‚Kanada-Westen‘ von Iwanowski’s waren gut. Vermutlich wären die von SeaBridge empfohlenen Führer von Reise Know How besser gewesen, weil sie Campingreisen mehr behandeln. In den einen wie den anderen kommen die Provinzen Manitoba und Saskatchewan gar nicht oder kaum vor.

Ganz wesentlich zum Erfolg unserer Reise haben die vielen Touristen-Informationen in Kanada beigetragen. Sie sind nur selten, insbesondere in British Columbia, mit dem uns vertrauten ‚i‘ gekennzeichnet. Üblich ist ein Fragezeichen: ‚?‘. Häufig leiten Schilder mit dem Zeichen an den Haupteinfallstraßen zur Info. Meistens heißen sie ‚Visitor Center‘. Sie geben detailliertes örtliches und regionales Infomaterial und Karten heraus, fast ausschließlich kostenlos. Im persönlichen Gespräch werden Fragen beantwortet, Hinweise und wertvolle Informationen gegeben sowie Unterkünfte und Campingplätze reserviert. Besonders gut sortiert, auch mit Material anderer Provinzen, sind die Infos im Flughafen Halifax und an den Hauptreiserouten jeweils an der ersten Ausfahrt nach einer Provinzgrenze. Bewährt hat sich für uns, frühzeitig Material zu sammeln, das erst Monate später gebraucht wurde. Im Herbst waren nämlich die meisten Infos geschlossen und somit kaum noch Material verfügbar.

english:

Travel guides, maps and tourist informations

The road atlas for all of North America, which we saw in a specialist store in Hamburg, was too thick for us. So for planning and on the way we had only the small ‘Canada road atlas / atlas routier’ by MapArt with about 100 pages in the format letter (slightly smaller than DIN A4). Our travel guides ‚Canada East‘ and ‚Canada West‘ by Iwanowski’s were good. Presumably the guides by Reise Know How, recommended by SeaBridge, would have been better off treating camping trips more. In each case the provinces of Manitoba and Saskatchewan are hardly covered or not at all.

Very much to the success of our trip contributed the many tourist informations in Canada. They are rarely, especially in British Columbia, marked with the familiar ‘I’. Usual is a question mark: ‘?’. Often signs with it at the main access roads lead to the info. Mostly they are called ‘Visitor Center’. They offer detailed local and regional informational material and maps, almost exclusively for free. In personal conversation, questions are answered, tips and valuable information are given, and accommodations and campsites are reserved. Particularly well sorted, also with material from other provinces, are the informations in the Halifax airport and at the main travel routes at the first exit after a provincial border. It has proven useful for us to collect material at an early stage, which was only needed months later. In the fall most of the informations were closed and thus hardly any material was available.

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Internet und WLAN / Wi-Fi

Nicht nur zum Bloggen brauchen wir auf unseren Reisen Zugriff auf mobiles Internet. Dafür haben wir einen mobilen WLAN Hotspot (mobile Wi-Fi: MiFi), etwas kleiner als ein Mobiltelefon. In Europa kaufen wir dafür im jeweiligen Reiseland eine prepaid SIM-Karte, die unterwegs aufgeladen werden kann. In Kanada war das nicht möglich. In einem Elektronik-Fachmarkt in Halifax haben die Fachleute einen Netzanbieter herausgefunden, mit dem unser Gerät wider erwarten im ganzen Land funktionieren würde. Der Versuch, uns dort für einen Vertrag anzumelden, scheiterte jedoch. Der sehr teure postpaid-Vertrag ist ohne kanadischen Pass nicht möglich, die noch erheblich teurere prepaid SIM-Karte nicht ohne kanadische Kreditkarte.

Also haben wir statt eigenem Online-Zugang öffentlich zugängliche WLANs genutzt. Das hat besser funktioniert als zunächst angenommen. Zwar mussten wir dafür unseren Tagesablauf ändern und tagsüber per WLAN ins Internet statt abends per MiFi. Aber wir haben dann festgestellt, dass es im ganzen Land erstaunlich viele freie WLANs gibt.

Die besten offenen WLANs hatten wir regelmäßig an den Touristen-Informationen sowie an öffentlichen Bibliotheken (Public Library), an der Bank of Montreal (BMO), Canadian Tire und der Fastfood-Kette A&W, manchmal auch an Supermärkten. Mit dem Smartphone kann man die Übertragungsrate am jeweiligen Standort ermitteln. Wer uns beobachtet hat, wie wir oft auf der Suche nach der stärksten Übertragungsrate auf Supermarkt- oder Bankparkplätzen von einem zum übernächsten Stellplatz und nochmal weiter gefahren sind, hat uns bestimmt für völlig abgedreht gehalten.

english:

Internet and Wi-Fi

Not only for blogging we need access to mobile internet during our travels. For this we have a mobile Wi-Fi hotspot (MiFi), a bit smaller than a mobile phone. In Europe, we buy a prepaid SIM card in the respective travel country, which can be charged on the way. That was not possible in Canada. At an electronics retailer in Halifax, the experts found out a network provider that would have our device work across the country. The attempt to sign up for a contract there failed, however. The very expensive postpaid contract is not possible without a Canadian passport, the much more expensive prepaid SIM card not without a Canadian credit card.

So instead of our own online access, we used publicly available Wi-Fi. That worked better than initially thought. Although we had to change our daily routine and access the Internet during the day via Wi-Fi instead of evenings by MiFi. But then we realized that there are a surprisingly lot of free Wi-Fi networks all over the country.

The best open Wi-Fi we regularly had at tourist informations, Public Libraris, the Bank of Montreal (BMO), Canadian Tire, and the fast food chain A&W, and sometimes supermarkets. With a smartphone you can determine the transmission rate at the respective location. Anyone who has watched us, as we often went in search of the strongest transfer rate on supermarket or bank parkings from one to the other slot and further again, has certainly considered us completely wacky.

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Top-Ziele und -Erlebnisse

Eine persönliche Hitliste der schönsten Ziele dieser Reise fällt nicht leicht, denn sie war nichts weniger als sensationell. Dennoch ragen einige Orte, Regionen und Routen heraus.

 

 

In Newfoundland and Labrador:

 

In Nova Scotia:

 

In New Brunswick:

 

In Prince Edward Island:

 

In Québec:

 

In Ontario:

 

In Manitoba:

 

In Saskatchewan:

 

In Alberta:

 

In British Columbia:

 

In den Northwest Territories:

 

Unsere emotionalsten Erlebnisse waren:

 

Damit ist der Bericht von unserer sechsmonatigen Kanada-Rundreise abgeschlossen.

 

Unsere besten Fotos aus Kanada präsentieren wir auf unseren persönlichen Foto-Internetseiten krim-gruettner.de und reinhardprinzmeier.de. Der Herumkommer hat die Leuchtturm-Sammlung auf seiner Internetseite um fast 150 Fotos von kanadischen Leuchttürmen erweitert.

english:

Top destinations and experiences

A personal hit list of the most beautiful destinations of this trip is not easy, because it was nothing short of sensational. Nevertheless, some places, regions and routes stand out.

In Newfoundland and Labrador:
In Nova Scotia:
In New Brunswick:
In Prince Edward Island:
In Québec:
In Ontario:
In Manitoba:
In Saskatchewan:
In Alberta:
In British Columbia:
In the Northwest Territories:
Our most emotional experiences were:

 

This completes the report of our All Canada trip.

 

We present our best images from Canada on our personel photo websites krim-gruettner.de and reinhardprinzmeier.de. The Aroundgetter has extended the lighthouse collection on hiswebsite with almost 150 images of Canadian lighthouses.

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