Inspirierendes Neuseeland

44 Tage waren wir unterwegs mit Hin- und Rückflug, vom 19. Oktober bis zum 1. Dezember. 5 1/2 Wochen sind wir mit einem gemieteten Wohnmobil über beide neuseeländischen Inseln gefahren. Und wie hier zu verfolgen war, haben unsere besten Erlebnisse dieser 38 Tage uns zu 77 Blogbeiträgen inspiriert (einschließlich diesem Rückblick).
Unser Reiseführer titelt: „Am schönsten Ende der Welt“. Dem stimmen wir zu. Für Menschen, die Natur und sensationell schöne und fast menschenleere Landschaften mögen, ist Neuseeland ein Traum.



Die Nordinsel hat viele landschaftliche Highlights, die Südinsel ist noch deutlich spektakulärer. Aber Natur und Landschaften sind längst nicht alles, was das Land zu bieten hat.


Die Neuseeländer, die sich selbst Kiwis nennen, sind sehr entspannt, außerordentlich (gast)freundlich und sehr multikulturell. Anders als z.B. die Aboriginies in Australien haben in Neuseeland die Maori heute einen vergleichsweise guten Status, ihre Sprache ist neben Englisch und neuseeländischer Gebärdensprache offizielle Landessprache, ihre Kultur wird geachtet und wertgeschätzt. Ansonsten ist das Land kulturell stark britisch geprägt, die Südinsel zum Teil schottisch. Außerdem gibt es eine erhebliche Anzahl Migranten aus aller Welt, insbesondere aus Asien. Diese Vielfalt ist offizielles Programm und gelebter Alltag. Auf dieser Basis werden ausländische Touristen offenbar nicht als fremd wahrgenommen.

Das neuseeländische Klima ist ähnlich wie in weiten Teilen Europas, die Jahreszeiten sind gegensätzlich zu unseren. Im ganzen Land gibt es keine gefährlichen Wildtiere. Nervig sind Sandfliegen, insbesondere an Stränden, die sind wohl schon die schrecklichsten ‚Ungeheuer‘. Die größte Gefahr in Neuseeland sind vermutlich Vulkanismus und Erdbeben.

Beide Inseln sind überwiegend bergig oder hügelig, mit wenigen Ausnahmen. Entsprechend sind die meisten Straßen kurvig, sehr schmal und sie folgen viel mehr der Landschaft als in Europa. Außerdem entsprechen die neuseeländischen Straßen nicht den aus Mitteleuropa gewohnten Standards. Auch Schotterstraßen kommen vor. Autobahnen gibt es nur kurze Abschnitte in den Ballungszentren von Auckland und Wellington auf der Nordinsel. Fahrzeiten sind daher stets deutlich länger, als für gleich lange Strecken in Mittel- und Nordeuropa.
Dennoch halten wir das Straßennetz für völlig hinreichend. Ein Land von 75% der Größe Deutschlands mit 5,6% dessen Bevölkerung kann sich vermutlich nicht leisten, den Weg zu jeder Milchkanne zu asphaltieren.

An manchen Tagen haben wir auf den Straßen mehr Wohnmobile gesehen, als andere Fahrzeuge. Das Land ist bestens auf Motorhome Tourismus eingestellt, die Infrastruktur dafür ist hervorragend. Neuseeland ist vermutlich das Wohnmobil-Land. Und die Versorgung mit Lebensmitteln war selbst in entlegenen Gebieten besser, als z.B. im schottischen Hochland.

Die An- und Rückreise sind sehr lang, ohne Unterbrechung von mindestens einem Tag sehr anstrengend! Allein die Flug-Etappe Dubai – Sydney dauerte 14 Stunden, auf dem Rückflug mit der Erddrehung war dabei ununterbrochen Nacht. Aber für uns war Neuseeland die Anstrengung wert.

Besonders begeistert haben uns auf dieser Reise:
- Cape Reinga und Rarawa Beach
- die Tölpelkolonie bei Muriwai Beach
- das Geothermalgebiet Wai o Tapu
- der Forgotten World Highway
- der Fox Gletscher
- das Fjordland
- die Catlins

- die Kauri-Bäume im Waipoua Forest
- die Pancake Rocks und Blowholes
- der Blue Lake
- die Clay Cliffs
- die Moeraki Boulders

Damit ist der Bericht von unserer Neuseeland-Reise abgeschlossen.
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