
In der Schule war das Fach Chemie richtig spannend, wenn es brodelte, zischte, dampfte, stank und krachte. Das alles bietet Namaskarð, umsonst und draußen, nah und zum Anfassen. Die Erde leuchtet in vielen Farben, sie kocht und brodelt. Überall zischt heißer Dampf aus dem Boden, blubbern Schlammtöpfe. Fauchend und brüllend schießen Dampffontänen aus Steinhaufen und alles ist eingehüllt in eine intensiv schwefelige Duftwolke. Kann es da verwundern, dass Reisebus auf Reisebus vorfährt und dazwischen unzählig Autos. Große Menschenmengen wandern durch das weitläufige Geothermalgebiet. Alle staunen, fotografieren, wollen das Unfassbare berühren und hautnah erleben. Nichts scheint von dieser Welt zu sein.
Nach unserem spontanen Aufbruch Richtung Askja mussten wir nochmal zurück zum Mývatn, um mit Muße diesen großen Chemie-Spielplatz zu besuchen. Namaskarð (auch Hverir) liegt auf halber Strecke zwischen dem See und Krafla.
























