
In Hovden hatten wir vor einer Fischfabrik mehrere Tröge voller großer Fischköpfe gesehen. Da haben wir noch gedacht, die würden zu Fischmehl verarbeitet.
Den Fischen auf den Trockengestellen sind die Köpfe abgetrennt, irgendwo müssen die also bleiben. Dann haben wir mehrfach Fischtrockengestelle gesehen, die mit Fischköpfen bestückt waren. Bei Saupstad auf dem Weg nach Unstad auf der Insel Vestvågøya beobachten wir drei junge Männer bei der schweren Arbeit, jeweils ca. ein Dutzend auf Bindfäden aufgezogene Fischköpfe an ein Trockengestell zu hängen.








Aus gegebenem Anlass: Camper-Küche spezial
In einer Fernseh-Dokumentation über die Lofoten haben wir vor einiger Zeit gesehen, dass die Zungen der Dorsche heraus geschnitten werden und als regionale Spezialität auf den Tisch kommen. Im Supermarkt entdecken wir tiefgefrorene Dorschzungen. Wir kaufen eine Packung und fragen die Kassiererin, wie die zubereitet werden. Die verzieht erstmal das Gesicht. Nein, sie mag die Dinger nicht. Allerdings, ihr Mann liebt sie. Und die traditionelle Zubereitung ist in Mehl gewendet und dann in Öl in der Pfanne gebraten.
Traditionelle Zubereitungen sind eher nicht Frau Rumkommers Sache, schließlich ist sie für ihre “Knoblauchküche” bekannt. Da geht es eher kreativ zu. Also werden die Zungen als Curry zubereitet. Damit ist auch schon mal einigermaßen gesichert, dass sie nach etwas schmecken.
Frisch aufgetaut hatte Frau Rumkommer den Eindruck, die Dorschzungen hätten eine Haut, die möglicherweise abgezogen werden müsste. Zubereitet ist von einer Haut nichts zu merken. Jede der Zungen hat eine recht dicke weiche Ummantelung, wie eine Fettschicht. Darin steckt Muskelfleisch, dessen Konsistenz an Hühnerfleisch erinnert, recht schmackhaft.