
Sandwich Harbour, südlich von Walvis Bay, gilt als eines der grandiosen Ziele an der Küste Namibias. Im Prinzip könnten wir mit unserem Allrad-Mietwagen dorthin fahren. Dafür muss eine Erlaubnis eingeholt werden. Aber es wird dringend davon abgeraten, selbst in das unwegsame Gebiet zu fahren. Also haben wir bei Turnstone Tours eine geführte Tagestour gebucht.
Um 8:30 Uhr werden wir von einem Guide abgeholt, der auch den Land Rover fährt. Von einem anderen Hotel in Swakopmund wird noch ein italienisches Paar abgeholt, dann fahren wir zu fünft in Richtung Süden. Auf der Straße, an der wir am Vortag entlang geflogen sind, passieren wir Langstrand sowie Walvis Bay und erreichen die Meerwasser-Saline. In dem hochkonzentrierten Salzwasser lebt eine Alge, die Beta Carotin produziert (in Westaustralien haben wir dieses Phänomen schon gesehen). Das Wasser ist davon in den diversen Becken unterschiedlich orange, rot, magenta und lila gefärbt. Zusammen mit dem Weiß des Salzes und andersfarbigen Einschlüssen im Salz ergeben sich vielfältige abstrakte Bilder.











Durch die Saline hindurch fahren wir in den Dorob Nationalpark. Im tiefen Sand an der Atlantikküste sind viele verwischte Fahrspuren von Fahrzeugen zu sehen. Unser Driver Guide lässt Luft aus den Reifen des Fahrzeugs ab. Mit geringerem Druck sind sie etwas breiter und laufen besser im losen Sand. Der Sandstrand wechselt sich ab mit Abschnitten aus Sandstein-Brocken. Nur wenige Meter von uns entfernt genießen einzelne Robben die Sonne auf dem Strand. Ein Schakal vertreibt sie.














Zwischen dem Meer und den steil aufragenden Dünen wird der Strand immer schmaler. Viel Dunkelrot lässt auf einen hohen Gehalt an Eisen im Sand schließen. Der Driver Guide beobachtet lange durch ein Fernglas die Brandung, die hier bis an die Dünen den Fahrweg überspült. Dann ist offenbar der richtige Zeitpunkt, um zügig diesen Engpass zu durchfahren, ohne ins Meer gespült zu werden. Jetzt verstehen wir die Warnungen, hier zu fahren.



