Ins Outback

Am Morgen nach unserer Ankunft in Alice Springs übernehmen wir bei Apollo den Camper, den wir von Deutschland aus gebucht haben. Das ist schlecht vorbereitet und zieht sich hin. Es ist ein Allrad-Pickup mit aufgesetzter Kabine. Die ist recht spartanisch, eigentlich ein besseres Zelt mit Außen-Küche. Wir wollen durch das wüstenhafte Outback fahren, auch auf nicht-asphaltierten Straßen. Darum haben wir das Allradfahrzeug gewählt und nehmen die Einbußen beim Komfort in Kauf.
Als wir endlich am Nachmittag das Fahrzeug haben, decken wir uns mit Vorräten ein. Auch das nimmt einige Zeit in Anspruch. Die nächsten nennenswerten Städte sind mindestens 1.500 km entfernt. Wir werden also in den nächsten Tagen nur selten und nur die wichtigsten Lebensmittel kaufen können.
Beim Start in Richtung Süden ist der Nachmittag schon weit fortgeschritten. Auf dem Stewart Highway, der Darwin im Norden Australiens mit Port Augusta im Süden verbindet, schaffen wir noch 250 km. Am Abzweig des Lasseter Highway liegt das Erldunda Roadhouse mit gut ausgestatteten caravan parking sites. Hier bleiben wir über Nacht.
Am folgenden Tag können wir endlich beginnen, Australien zu genießen. Am Lasseter Highway, der nach Uluru führt, können wir an vielen Stellen anhalten und das Outback erkunden.

Hier ist praktisch alles fremd: Pflanzen, Blumen, der rote Boden. Häufig sehen wir frisch ausgewaschene Senken, in denen bei den sintflutartigen Regenfällen vor ein paar Tagen viel Erdreich weggespült wurde. Inzwischen ist fast alles wieder trocken und überall blüht es.












