
Die Halbinsel, die den Hacken des Stiefels Italien bildet, ist ein Karstgebirge. Ein Großteil des Gebiets ist als Parco Nazionale del Gargano geschützt. Unter Anderem gibt es hier ausgedehnte Wälder. Bedauerlicherweise sind sie kaum zugänglich. Wir sind lange über sehr kurvenreiche Straßen auf und ab durch den Park gefahren, haben aber keinen nennenswerten Parkplatz gesehen, geschweige denn einen Wanderparkplatz.
In stockdunkler, einbrechender Nacht hat uns unser Navi über abenteuerliche, enge Bergstraßen in üblem Zustand zu Agrotourismo Monte Sacro geführt, das im ‚Fattore Amico‘ gelistet ist. Dort hatten wir exklusiv einen perfekten Stellplatz. Nach einer herrlich ruhigen Nacht haben wir das Terrain der „Azienda“ erkundet. Neben Hofladen und Restaurant mit vielen Tischen und Bänken im Freien unter hohen Bäumen gibt es diverse Apartments und Ferienhäuschen. Rundherum ist ein kleiner Zoo mit Eseln, Straußen, Wildschweinen und üblichen Bauernhof-Tieren.
Im Hofladen haben wir feinste Marmeladen (u.A. Peperoni-Marmelade!), Ziegenkäse und Wurst gekauft (von der Frau Rumkommer nach dem Anschneiden bedauert, dass sie nicht drei genommen hat). Einen Espresso und einen Cappucino gab‘s auch.
Auf der Weiterfahrt, bei Tageslicht, finden wir uns in einer relativ offenen Karstlandschaft wieder, in der jetzt der Herbst einsetzt. Während der Herumkommer die Landschaft fotografiert und Frau Rumkommer den vorigen Tag im Tagebuch festhält, zieht eine Ziegenherde nicht weit vom Wohnmobil entlang.








