Durch Namibia

 

Nur 23 Tage waren wir in Namibia, vom 10. September bis 02. Oktober. Aber was wir in diesen gut drei Wochen gesehen und erlebt haben, wäre auch für zwei Monate gut gewesen. Es war eine außerordentlich intensive Reise.

 

 

 

 

 

Zur Planung haben wir uns ausführlich mit der Auswahl der touristischen Ziele beschäftigt, die wir sehen wollten und die nach unserer Einschätzung in den drei Wochen erreichbar waren, ohne sie nur abzuhaken. Dafür haben wir diverse Reiseführer und Bildbände gesichtet. Eine Fülle von Informationen für die Vorbereitung der Reise haben wir dem deutschsprachigen Namibia-Forum im Internet entnommen.

 

 

 

Mit gleichlautenden Emails wurde bei fünf Reiseveranstaltern angefragt, vier haben geantwortet. Nur ein Angebot ging konkret auf die von uns geäußerten Wünsche ein, z.B. viel Zeit zum Fotografieren statt noch mehr Reiseziele. So war die Entscheidung leicht und wir hatten von der Buchung bis zur Rückkehr nach Hause das Gefühl, gut organisiert zu reisen. Zusätzlich beeindruckt hat uns die prompte Bearbeitung telefonisch geäußerter Wünsche nach einem zweiten Ersatzreifen und einer elektrischen Kühlbox im Fahrzeug, nur zwei Tage vor Abflug. Die frühzeitig gesandten Reiseunterlagen waren sehr gut. Großartig war der gedruckte persönliche Reiseplan, unsere „Bedienungsanleitung“. Insbesondere die präzisen Beschreibungen der jeweiligen Route zur nächsten Unterkunft wussten wir sehr zu schätzen. Angesichts unserer großen Reiseerfahrung halten wir die Organisation dieser Reise für herausragend. Unterwegs hatten wir ein paar Mal Gelegenheit, darüber ins Gespräch zu kommen. Dabei haben nicht nur andere Reisende unsere positiven Erfahrungen bestätigt, auch Lodge-Betreiber haben sich bemerkenswert gut über die Zusammenarbeit mit ‚Iwanowski’s Individuelles Reisen‘ geäußert.

 

 

 

 

 

 

 

Bei der spontanen, kurzfristigen Buchung des Fluges über die Namib und der geführten Tagestour nach Sandwich Harbour waren die Inhaber von Meikes Gästehaus in Swakopmund eine große Hilfe.

 

Folgende Orientierungshilfen haben wir unterwegs genutzt:

  • Buchungsbestätigung mit ausführlichen Informationen zu jeder der gebuchten Unterkünfte
  • Persönlicher Reiseplan mit vielen weiter reichenden Infos (vom Reiseveranstalter)
  • Reiseführer: Iwanowski’s Namibia (mit Reisekarte)
  • Straßenkarte: namibia (world mapping project / Reise Know How Verlag)
  • in Etosha: Etoscha Karte mit illustrierter Tier- und Vogelidentifizierung (in Etosha gekauft)

 

 

 

Die meisten Namibia-Besucher reisen offenbar im Uhrzeigersinn durch das Land, mit Etosha als „krönendem“ Abschluss. Wir sind ganz bewusst andersherum gereist. Frau Rumkommer war schon mal im südafrikanischen Kruger Nationalpark und wusste, dass man in solch einem Park sehr langsam fahren muss, damit man die dortigen Tiere sieht. „Das wird uns ‚herunter bringen‘ aus der Hektik von Beruf, Reisevorbereitungen und Flug.“ Und so hat es wirklich funktioniert. Im Etosha Nationalpark ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 60 km/h. Wir sind dort selten schneller als 15 bis 20 km/h gefahren. Dadurch haben wir unfassbar viele Tiere beobachten können. Weil der Park mehr als halb so groß wie die Schweiz ist, haben wir dort fast sieben Tage und sechs Übernachtungen in drei Camps eingeplant. Das war eine gute Entscheidung.

 

 

 

 

In der Folge wurde die Reise nicht weniger interessant. Nicht einer der 23 Tage war ohne mindestens einen Höhepunkt. Wir haben Landschaften gesehen zum Schwindelig werden, oft auch noch mit Wildtieren „garniert“. Angenehm überrascht hat uns die Vielfalt der Landschaften und der häufige Wechsel. Namibia ist viel mehr als Sossusvlei, Namib und Etosha. Und viele weitere attraktive Orte und Regionen haben wir nicht besucht, weil sie in der verfügbaren Zeit nicht realisierbar waren.

 

 

 

 

Die für uns ungewohnte Hitze hat längere Aktivitäten nicht zugelassen. Wir machen auf Reisen gern ausgedehnte Spaziergänge oder kleine Wanderungen. Die waren nur vereinzelt möglich; oft hat uns die Klimaanlage im Auto recht bald wieder „erlöst“. Die Fahrt auf den sehr staubigen Schotterstraßen, zumal bei den großen Entfernungen, war eine weitere Anstrengung. Das haben wir vorher geahnt, dennoch hat es sich ausgewirkt.

 

 

 

 

 

 

Bei der Vielzahl herausragender Reiseziele und Erlebnisse ist es nicht leicht, die besten zu benennen. Wir versuchen es trotzdem:

 

 

 

 

 

 

Nie sind uns in so kurzer Zeit so viele bewegende Fotos gelungen. Daher musste viel Zeit verstreichen, bis wir in der Lage waren, sie zu sichten und eine Auswahl zu treffen. Und das ist nur das manifestierte Resultat dieser Reise, die in jeder Beziehung ein großartiges, höchst intensives Abenteuer war.

Damit ist der Bericht von unserer Reise durch Namibia abgeschlossen.

Unsere besten Fotos aus Namibia präsentieren wir auf unseren persönlichen Foto-Internetseiten krim-gruettner.de und reinhardprinzmeier.de.

P.S.: Über Etosha und Namib gibt es diverse Publikationen, aber über Köcherbaumwald und Giants‘ Playground haben wir nichts gefunden. Ich habe daher mit einer Auswahl meiner besten Fotos dieser sehenswerten Orte ein zweisprachiges Fotobuch (englisch / deutsch) zusammengestellt und bei Blurb veröffentlicht.

 

 

2 Kommentare zu „Durch Namibia“

  1. Liebe Herumkommer, vielen herzlichen Dank für die ausdrucksstarken Berichte, die guten Informationen und natürlich die brillanten Bilder. Es macht viel Freude, mit Euch spazieren zu fahren. Jetzt freue ich mich auf den Bericht über Spanien, das mich jedoch wegen der vielen wohnmobilisierten Überwinterer abgehalten hat, es bisher ausgiebig zu bereisen. Aber wie so oft, gibt es bestimmt auch dort neben den touristischen Trampelpfaden viele schöne und einsame Plätze.
    Viele Grüße aus Griechenland schickt
    Peter Dirsch
    PS: vielleicht habt Ihr Lust, auf unserer Seite vorbeizuschauen: Susanne-und-Peter.com.

    1. Lieber Peter Dirsch,
      danke für die erneuten lobenden Worte.
      Das „übliche“ Überwintern im Süden ist unser Ding auch nicht. Aber das soll uns nicht hindern, ein sehr interessantes Land im Winter bzw. im Frühling zu bereisen, in dem ich es im Sommer ganz sicher nicht aushalte, schon wegen der Hitze.
      Und ihr „überwintert“ ja auch in Griechenland, auf eure Weise. Nach Kreta „müssen“ wir übrigens auch noch, und sicher nicht im Sommer.
      Unsere Devise in diesem Kontext ist: Wie gut, dass Interessen unterschiedlich verteilt sind und dass nicht alle da sein wollen, wo wir sind; das wäre ja garnicht auszuhalten.
      Liebe Grüße,
      Krim und Reinhard

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