Spaniens Frühling mit dem Womo

 

Zwei Monate sind wir durch den spanischen Frühling gereist, von Ende Februar bis Ende April. Dabei haben wir allein in Spanien rund 8.000 km zurück gelegt, aber auch viel von dem Land gesehen und erlebt: Vom Westen der Pyrenäen zur Südküste am Atlantik, weiter entlang der Süd– und Südostküste bis València. Dabei haben wir diverse Abstecher ins Hinterland unternommen, u.A. in die Sierra Nevada. Vom Mittelmeer sind wir erneut quer durch das Land gereist, nach Galicien am Atlantik und dann an der Nordküste entlang bis zur französischen Grenze. Ost-Spanien / Katalonien haben wir ausgelassen, denn das haben wir vor ein paar Jahren bereist.

 

 

Ein wesentlicher Aspekt dieser Reise war, im Süden Europas dem norddeutschen Winter zumindest ein wenig zu entfliehen. Außerdem sind wir so den allergenen Pollen der Frühblüher entkommen. Für Beides wäre ein noch früherer Start gut gewesen.

 

 

 

Andererseits haben wir uns gewundert, dass der spanische Frühling nicht so sommerlich war, wie wir angenommen hatten. Im äußersten Süden Spaniens, insbesondere an der Costa de la Luz, war es im März (für norddeutsche Verhältnisse) sommerlich. Ansonsten hatten wir viel April-Wetter, unbeständig, mit Regen und relativ kühl. Besonders die Nächte waren überwiegend kalt. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Spanien sehr bergig ist. Sobald man die Küsten hinter sich lässt, ist man schnell in Höhen zwischen 800 und 1.200 Metern. Dort ist es selbstverständlich deutlich kühler als am Meer.

 

 

 

Spanien ist nach der Schweiz das gebirgigste Land Europas! Riesige Gebiete sind daher landwirtschaftlich nicht oder nur geringfügig nutzbar und ernähren traditionell nur wenige Menschen. So ist wohl zu erklären, dass das Land relativ dünn besiedelt ist. Daher gibt es große Naturräume.

 

 

 

Sehr selten haben wir Menschen angetroffen, die English sprechen. Nennenswerte Kontakte hatten wir daher meist mit Reisenden aus anderen europäischen Ländern.

 

 

Die Infrastruktur in Spanien ist recht gut. Die Straßen sind deutlich besser, als in den Mittelmeerländern Italien und Griechenland. Die spanischen Autofahrer fahren viel weniger aggressiv, als z.B. italienische oder französische. Eines der häufigsten Verkehrsschilder ist die Warnung vor Vieh. Es zeigt ein merkwürdig gedrungenes Rind mit Ohren eines Esels. Wir haben auf der Reise viele Rinder verschiedener Rassen gesehen, aber keines hatte Ähnlichkeit mit dem Schild. Auf dem Weg zum Castillo de Castellar wollte man uns dann weismachen, das seien Traktoren:

 

Am Playa de los Genoveves bei San José im Naturpark Cabo de Gata-Nijar hat uns das folgende Schild in Verwirrung gestürzt:

 

Vermüllung der Landschaft, wie in Italien und Griechenland, haben wir in Spanien kaum gesehen. Im ganzen Land haben wir dagegen oft beobachtet, dass kommunales Personal damit beschäftigt war, Abfall einzusammeln und Grünanlagen zu pflegen.

 

Die Infrastruktur für Wohnmobile ist in Spanien besser, als wir dachten. Allerdings sind viele kommunale Stellplätze sehr einfach, Ver- und Entsorgungs-Einrichtungen minimalistisch.

Bei unserer früheren Reise durch Ost-Spanien / Katalonien hatten wir stellenweise Schwierigkeiten, Wohnmobil-Stellplätze zu finden. Vor dieser Reise haben wir den Internet-Auftritt Womo – Iberico entdeckt. Auf dieser deutschen Webseite werden alle Stellplätze Spaniens, jeweils mit wirklich brauchbaren Beschreibungen, Fotos und zusätzlichen Hinweisen präsentiert (in deutsch). Auch für eine prepaid Daten-Sim-Karte haben wir dort die entscheidenden Informationen gefunden. Darüber hinaus enthält die Seite Links zu anderen deutschen (promobil), spanischen und internationalen Stellplatz-Portalen (Campercontact, park4night), die wir für Stellplatz-Suche ebenfalls genutzt haben. Einen Campingplatz haben wir in den gesamten zwei Monaten nicht benötigt.

 

Viele unserer Reiseziele haben wir in den Womo-Führern (Womo-Verlag) „Süd-Spanien“, „Nord-Spanien“ und „Pyrenäen“ gefunden. Letzteren hatten wir noch von unserer früheren Frankreich-Rundreise. Viele der Ziele in Natur- und Nationalparks haben wir dem „terra NaturReiseführer Spanien“ von Roberto Cabo entnommen. Der war schon bei der Planung der Reise hilfreich, denn er enthält auch konkrete Informationen für die Anreise und zu geeigneten Jahreszeiten für das jeweilige Gebiet. Außerdem hatten wir den Marco Polo Straßenatlas „Spanien, Portugal“.

 

 

 

Wie schon in anderen europäischen Ländern waren die Supermärkte der uns vertrauten Ketten Carrefour, Lidl und Aldi erste Wahl für die Lebensmittel-Versorgung. Deren Sortiment ist unterschiedlich, auch innerhalb einer Kette von einem Laden zum anderen. Regelmäßig führen sie sowohl deutsche Lebensmittel als auch landestypische. Das hat uns den Zugang zu letzteren erleichtert. Sie haben auch Bio-Produkte und ein großes Angebot diverser Brotsorten; in Bäckereien haben wir fast nur Weißbrot-Variationen gesehen.

 

 

Sehr abwechslungsreich und vielfältig hat sich uns Spanien präsentiert, mit grandiosen Landschaften und wüstenartigen Gebieten, mit einer einzigartigen Vogelwelt, immer wieder mit historischen Orten und selbstverständlich mit Meer in vielen Facetten. Wieder mal hat es sich für uns bewährt, Leuchttürme anzusteuern und dabei ungeahnte Entdeckungen zu machen. In insgesamt 87 Blogbeiträgen haben wir davon mit vielen Fotos berichtet.

 

 

 

 

Unsere schönsten Eindrücke und Erlebnisse waren:

 

 

 

 

Die absoluten Höhepunkte der Reise waren:

 

 

Damit ist der Bericht von unserer großen Spanien-Rundreise im Frühling abgeschlossen.

Diese Reise ist aber noch nicht zu Ende. Auf dem Rückweg nach Norddeutschland liegt noch die Durchquerung Frankreichs vor uns und wir wollen Freunde in der Schweiz besuchen.

Unsere besten Fotos aus Spanien präsentieren wir auf unseren persönlichen Foto-Internetseiten krim-gruettner.de und reinhardprinzmeier.de.

2 Kommentare zu „Spaniens Frühling mit dem Womo“

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