Kanada-Reiserückblick

Dies sind alle drei Teile des Rückblicks auf unsere Kanada-Reise mit unserem Wohnmobil:

english:

Canada travel review

These are all three parts of the review of our Canada trip with our motorhome:

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Sechs Monate Kanada im Womo

 

Bevor wir unser eigenes Wohnmobil hatten, sind wir mit einem gemieteten Camper durch Yukon und Alaska gefahren. Diese Reise hat uns sehr für Kanada und Alaska begeistert.

Und dann haben wir zufällig die Dienstleistungen von SeaBridge entdeckt. Die Firma organisiert das Verschiffen von Wohnmobilen in alle Kontinente, u. A. auch nach Halifax im Osten Kanadas. Seitdem waren wir „infiziert“ von der Idee, mit unserem eigenen Womo durch Kanada zu reisen.

english:

Six months Canada by camper

Before we had our own camper, we rode a rented camper through Yukon and Alaska. This trip really got us excited about Canada and Alaska.

And then, by chance, we discovered the services of SeaBridge. The company organizes the shipping of campers in all continents, i.a. also to Halifax in eastern Canada. Since then, we have been „infected“ by the idea of traveling through Canada with our own camper.

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Reiseplanung

Mehr als ein Jahr lang haben wir die Reise geplant. Dabei konnten wir auf der Erfahrung der Yukon-Reise aufbauen. Eine gute Basis für die Einstimmung auf Geschichte, Staat und Gesellschaft des Landes war „Das Kanada-Lesebuch“ aus dem MANA-Verlag. Zur Planung konkreter Reiseziele haben wir uns inspirieren lassen vom Reisebildband „100 Highlights KANADA“ aus dem Bruckmann-Verlag.

Das kanadische Visum ist fünf Jahre gültig, aber je Einreise maximal sechs Monate. Damit war der zeitliche Rahmen gesetzt. Wie auf allen unseren Womo-Reisen gab es keine festgelegte Routen-Planung. Aber bis zum Start haben wir einige wesentliche Kriterien festgelegt:

  • Reise im Sommerhalbjahr, ausschließlich durch Kanada, eventuell Abstecher nach Alaska
  • Durchquerung Kanadas von Küste zu Küste
  • Ausfuhrhafen des Wohnmobils = Einfuhrhafen: also Rundreise
  • „Rückweg“ nach Osten auf völlig anderer Route als nach Westen

Außerdem hatten wir einige Wunsch-Regionen, -Routen und -Ziele:

  • Neufundland
  • Trans Labrador Highway
  • Prärie im Südwesten Kanadas
  • Nationalparks der kanadischen Rocky Mountains
  • Vancouver Island
  • per Schiff durch die Inside Passage an der Pazifikküste nach Norden
  • Northwest Territories
  • Nordlichter sehen und fotografieren
  • Wood Buffalo National Park
  • die Großen Seen
  • Niagara Fälle
  • Indian Summer in Kanadas Osten
  • Gaspésie in Québec
  • durch alle Provinzen

english:

Travel planning

We have planned the trip for more than a year. We were able to build on the experience of the Yukon trip. A good basis for attuning to the history, state and society of the country was „Das Kanada-Lesebuch“ (The Canada Reader) from the MANA publishing house. For the planning of concrete travel destinations, we were inspired by the travel book „100 Highlights KANADA“ (100 Highlights CANADA) from the Bruckmann publishing house.

The Canadian visa is valid for five years, but a maximum of six months per entry. This set the time frame. As with all our camper trips, there was no fixed route planning. But until the start, we have set some key criteria:

  • travel in the summer months, only through Canada, possibly side trip to Alaska
  • crossing Canada from coast to coast
  • export port of the motorhome = port of entry: round trip
  • „way back“ to the East on a completely different route than to the West

We also had some wish regions, routes and destinations:

  • Newfoundland
  • Trans Labrador Highway
  • prairie in southwestern Canada
  • National Parks of the Canadian Rockies
  • Vancouver Island
  • by ship through the Inside Passage on the Pacific coast to the north
  • Northwest Territories
  • see and photograph northern lights
  • Wood Buffalo National Park
  • the Great Lakes
  • Niagara Falls
  • Indian Summer in Canada’s East
  • Gaspésie in Québec
  • through all provinces
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Reiseverlauf

Aus diesen Vorgaben haben wir vor Ort die Reise entwickelt, mit täglicher spontaner Routenplanung. Ein halbes Jahr waren wir im zweitgrößten Land der Erde unterwegs, von Mitte Mai bis Mitte November. 226 Blogbeiträge lassen keinen Zweifel an dem uneingeschränkten Vergnügen, dass uns diese Reise bereitet hat, aber auch an unserer Begeisterung für Kanada und die Kanadier. Insbesondere durch die vielen Fotos und zusammen mit den 32 Beiträgen aus Yukon ist damit ein recht guter Eindruck von Kanada möglich (mit Ausnahme der großen Städte).

Bei unserem Start in Halifax, der Hauptstadt von Nova Scotia, war dort Vorfrühling. Unsere ersten Ziele auf dem Weg nach Norden waren Cape Breton Island und der Cape Breton Highlands National Park.

 

Neufundland, das war in unserer Vorstellung eine Art Außenposten der Zivilisation. Es hat sich als großartiges Reiseziel erwiesen. Wir haben uns in diese Insel verliebt, trotz spätwinterlicher Bedingungen noch bis Mitte Juni.

 

 

 

Am Trans Labrador Highway lag in der zweiten Junihälfte streckenweise noch Schnee. Nicht zuletzt die hinreißenden Begegnungen mit Bären haben diese Tour durch die Wildnis unvergesslich gemacht.

 

Am offiziellen Sommeranfang haben wir im Norden von Québec vorerst zum letzten Mal Handschuhe und Mütze getragen. Nach zwei Tagen frühlingshaftem Wetter war dann Sommer. Den haben wir auf dem Weg nach Westen erlebt, zunächst durch die Provinzen Québec und Ontario.

 

 

 

Die größten Unbekannten dieser Reise waren die Prärieprovinzen Manitoba und Saskatchewan. Sie kommen in den populären deutschen Reiseführern praktisch nicht vor. Uns haben sie begeistert, mit besonderen Landschaften, geologischen Sensationen und bei Tierbeobachtungen, aber auch mit den alten Getreidespeichern.

 

In den südlichen Regionen von Saskatchewan, Alberta und British Columbia (BC) hatten wir dann Hochsommer. Die Nationalparks Banff und Jasper in den Rocky Mountains waren in dieser Zeit so überlaufen, dass wir es dort nicht lange ausgehalten haben. Zu den landschaftlichen Höhepunkten der Reise gehörte dennoch der Icefields Parkway, der sich durch die beiden Parks zieht.

 

 

 

Auch Vancouver Island gehörte zu den Höhepunkten, allerdings auch bei den Temperaturen. Die Hitze war für uns Ende Juli mit der Schiffspassage durch die Inside Passage nach Prince Rupert vorbei. Danach hatten wir nur noch kurze hochsommerliche Phasen.

 

Totems der dortigen First Nations (Indianer) haben uns im Nordwesten von BC beeindruckt. Weiter nördlich sind wir über den Glacier Highway zu einem Abstecher nach Stewart, Hyder in Alaska und zum Salmon Glacier hinauf gefahren.

 

 

 

In den schier unendlichen Wäldern im Norden von BC waren wir mit Waldbränden konfrontiert. Bären und Bisons konnten wir mehrmals am Alaska Highway und in der menschenleeren Wildnis der Northwest Territories beobachten.

 

 

 

Halbzeit und nördlichster Punkt der Reise war bei Yellowknife. Tatsächlich waren in den Northwest Territories Mitte August Nordlichter zu sehen, u. A. im Wood Buffalo National Park. Die Salt Plains im Park gehören wohl zu den bizarrsten Landschaften, die wir je erlebt haben.

 

Auf dem Weg nach Süden hatten wir in Alberta das besondere Glück, zu einem Jamboree eingeladen zu sein. In Edmonton, der größten Stadt Albertas, hat die dortige Mercedes-Niederlassung die jährliche Inspektion unseres Sprinter durchgeführt. Den Termin hatten wir ein paar Tage vorher online gebucht.

Im nördlichen Saskatchewan hatten wir in der ersten September-Nacht den ersten Nachtfrost. Am Tag ging es dann hoch her: Bei herrlichem Sommerwetter haben wir ein großes, internationales Powwow von First Nations aus ganz Nordamerika erlebt!

 

Faszinierende Natur und Naturphänomene bis hin zu lila Nordlicht haben uns auf dem Weg durch Manitoba erfreut. Ein weiteres spektakuläres Ereignis war ein Rodeo im Süden der Provinz.

 

In Ontario waren wir ab Mitte September im kanadischen Herbst angekommen, mit einigen heftigen Stürmen. Das hat uns nicht davon abgehalten, an der Route entlang der Großen Seen einige großartige Naturschönheiten zu erleben. Herausragend waren hier Anfang Oktober die Niagara Fälle.

 

Indian Summer, ein wunderbarer Skulpturenpark und die Landschaften der Gaspésie haben uns in Québec ganz besonders erfreut. Ende Oktober war es dann in New Brunswick so herbstlich trüb, dass nur noch selten präsentable Fotos möglich waren. Immerhin hatten wir hier den ersten frischen Schnee in gleißendem Sonnenschein.

 

Prince Edward Island mit seinen vielen sehenswerten Leuchttürmen hatte noch mal einzelne schöne Tage, aber auch die heftigsten Stürme. Etwas weniger stürmisch und mit ein paar sonnigen Herbsttagen an der Südküste von Nova Scotia ging Anfang November unsere sechsmonatige Wohnmobil-Reise durch Kanada zu Ende.

 

 

 

Im zweiten Teil dieses Rückblicks behandeln wir die Natur in Kanada und einige kulturelle Aspekte der Reise.

 

english:

Itinerary

Based on these guidelines, we have developed the trip locally, with daily spontaneous route planning. For half a year we were in the second largest country on earth, from mid-May to mid-November. 226 blog posts leave no doubt about the unreserved pleasure that this journey has given us, but also about our enthusiasm for Canada and the Canadians. In particular, through the many photos and along with the 32 posts from Yukon is a pretty good impression of Canada possible (with the exception of the big cities).

When we started in Halifax, the capital of Nova Scotia, there was early spring. Our first destinations on the way north were Cape Breton Island and the Cape Breton Highlands National Park.

Newfoundland, in our imagination, was a kind of outpost of civilization. It has proven to be a great travel destination. We fell in love with this island, despite late winter conditions until mid-June.

At the Trans Labrador Highway there was still some snow in the second half of June. Last but not least, the captivating encounters with bears have made this tour through the wilderness unforgettable.

At the official beginning of summer in the north of Quebec, we were wearing gloves and a hat for the last time for the present. After two days of spring weather, it was summer. We experienced it on the way west, first through the provinces of Quebec and Ontario.

The biggest unknowns of this trip were the prairie provinces of Manitoba and Saskatchewan. They practically do not appear in the popular German travel guides. Us they have inspired, with special landscapes, geological sensations and animal observations, but also with the old grain elevators.

In the southern regions of Saskatchewan, Alberta and British Columbia (BC) we had midsummer. The Banff and Jasper National Parks in the Rocky Mountains were so crowded during that time that we did not last long. Nevertheless one of the scenic highlights of the trip was the Icefields Parkway, which runs through the two parks.

Vancouver Island, too, was one of the tops, but also in the temperatures. The heat was over for us at the end of July with the cruise on the Inside Passage to Prince Rupert. After that, we only had short midsummer phases.

Totems of the local First Nations (Indians) have impressed us in the northwest of BC. Further north we drove over the Glacier Highway to a detour to Stewart, Hyder in Alaska and up to Salmon Glacier.

In the vast forests of the north of BC, we were confronted with wildfires. Bears and bison we observed several times on the Alaska Highway and in the deserted wilderness of the Northwest Territories.

Half time and northernmost point of the trip was near Yellowknife. In fact, Northern Lights were to be seen in the Northwest Territories in mid-August, i.a. in Wood Buffalo National Park. The Salt Plains in the park are some of the most bizarre landscapes we have ever encountered.

On the way south in Alberta, we were lucky enough to be invited to a jamboree. In Edmonton, the largest city in Alberta, the Mercedes subsidiary has carried out the annual inspection of our Sprinter. The appointment we had booked a few days before online.

In northern Saskatchewan we had the first night frost during the first night of September. On the day it went high: In beautiful summer weather, we have experienced a great, international powwow of First Nations from all over North America!

Fascinating nature and natural phenomena up to purple northern lights have delighted us on the way through Manitoba. Another spectacular event was a rodeo in the south of the province.

In Ontario, in mid-September we had arrived in the Canadian autumn, with some violent storms. That did not stop us from experiencing some great natural beauties along the route along the Great Lakes. Outstanding here were the Niagara Falls in early October.

Indian Summer, a wonderful sculpture park and the landscapes of the Gaspésie have particularly pleased us in Québec. At the end of October New Brunswick was so autumnly murky that only rarely presentable photos were possible. After all, we had here the first fresh snow in glistening sunshine.

Prince Edward Island with its many lighthouses worth seeing still had some beautiful days, but also the heaviest storms. Slightly less stormy and with a few sunny autumn days on the south coast of Nova Scotia, our six-month campervan trip through Canada came to an end in early November.

 

In the second part of this review we will look at the nature in Canada and some cultural aspects of the journey.

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Kanada im Womo, Teil 2

 

Nach Planung und Verlauf der Reise im ersten Teil des Rückblicks gehen wir hier auf die Natur in Kanada sowie kulturelle Aspekte ein.

 

 

Parks

47 Nationalparks und 171 Nationale Historische Stätten werden von Parks Canada betrieben. Eine erhebliche Anzahl dieser Einrichtungen haben wir besucht und uns dafür jeder einen ‚Discovery Pass’ für ein ganzes Jahr gekauft. Obwohl für einige Nationalparks kein Eintritt erhoben wird und einige ab Herbst gebührenfrei geöffnet waren, haben sich für uns die Pässe amortisiert.

 

Zusätzlich zu den nationalen gibt es eine große Zahl von Provincial Parks. In Québec, das sehr auf Eigenständigkeit pocht, heißen sie Nationalparks, was den ausländischen Reisenden verwirrt. Diese Parks der Provinzen und einige regionale nehmen in vielen Fällen die landschaftlich oder touristisch schönsten Areale ein und machen sie der Allgemeinheit zugänglich. Dafür wird aber in den meisten Fällen Eintritt erhoben. In vielen dieser Parks liegen schöne Campingplätze, die allerdings zusätzlich kosten. Im September schließen einige der Parks und viele ihrer Campingplätze.

 

english:

Canada by camper, part 2

After planning and itinerary in the first part of the review, we will look at nature in Canada and cultural aspects.

Parks

47 National Parks and 171 National Historic Sites are operated by Parks Canada. We visited a significant number of these facilities and each bought a ‘Discovery Pass’ for a full year. Although some of the National Parks have no entrance fee and some have been open toll-free from the autumn, the passes have paid off for us.

In addition to the national there are a large number of Provincial Parks. In Québec, which aimes to be self-reliant, they are called National Parks, which confuses foreign travelers. These parks of the provinces and some regional ones in many cases occupy the most scenic or touristic areas and make them accessible to the general public. But in most cases admission is charged. In many of these parks are beautiful campsites, but with an additional fee. In September, some of the parks and many of their campsites close.

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Wilde Tiere und erstaunliche Pflanzen

Neben großartigen Landschaften haben wir in ganz Kanada viele wilde Tiere erlebt. Das war oft überraschend, wie man sich denken kann: Elche in der Dämmerung auf der Straße, Karibus wenige Meter entfernt, ein Stachelschwein am Straßenrand. Etwa zwanzigmal haben wir Schwarzbären gesehen, in Labrador eine Bärenmutter mit Kind. Bei der Klapperschlange waren wir froh, dass ein Park Ranger sie vorsichtig abtransportierte.

Aber auch weniger gefährliche Tiere waren interessant: Gabelböcke (eine Antilopen-Art), Bergziegen, Erdhörnchen und Präriehunde mit ihrem Comic-haften Verhalten. Hirsche, Füchse, Hasen und Eichhörnchen haben sich öfter mal gezeigt, gelegentlich sogar Stinktier-Junge oder ein Luchs. Sogar Libellen und Kaulquappen haben unsere Aufmerksamkeit erregt.

Für Vögel sind die Bedingungen im kanadischen Sommer besonders gut. So konnten wir Schwalben beim Füttern der Jungen im Nest beobachten, die lustigen Papageitaucher, Pelikane, Weißkopf-Seeadler, Kraniche und Schwärme von Kanadagänsen und Schneegänsen.

Besonders beeindruckt haben uns mehrere große Herden Waldbisons, auch weil sie wichtige Durchgangsstraßen „belagerten“. Von Bibern konnten wir selten mehr sehen, als ihre Bauten, die aus dem Wasser ragen, oder die Überschwemmung, die sie angerichtet haben.

 

Überrascht hat uns auch die Walderdbeere, sie wächst praktisch überall in Kanada, häufig  bedeckt sie große Flächen. Ähnlich überraschend war die Vielzahl verschiedener Ahornarten. Im Land der unfassbar vielen Seen gibt es auch viele Moore. Dort haben wir eine erstaunliche Dichte fleischfressender Pflanzen beobachtet. In der Prärie haben wir gestaunt, dass dort nicht nur Getreide und Soja angebaut wird, sondern auch Flachs / Lein. Und wer hätte gedacht, dass auf Vancouver Island Tee angebaut wird und dass dort bärtige Bäume wachsen? Ein Phänomen sind die verdrehten Espen in Saskatchewan. In New Brunswick und Prince Edward Island haben uns im Herbst Felder in Rot und Orange fasziniert.

 

english:

Wildlife and amazing plants

In addition to great landscapes, we have seen many wildlife across Canada. That was often surprising, as you can imagine: moose in the twilight on the road, caribou a few meters away, a porcupine on the roadside. Roughly twenty times we saw black bears, in Labrador a mother bear with a cub. With the rattlesnake, we were glad that a Park Ranger carefully transported it away.

But less dangerous animals were interesting, too: pronghorns (an antelope species), mountain goats, ground squirrels and prairie dogs with their comic-like behavior. Deer, foxes, hares and squirrels have shown themselves more often, sometimes even skunk hatchlings or a lynx. Even dragonflies and tadpoles have caught our attention.

For birds, the conditions in the Canadian summer are especially good. So we were able to watch swallows feeding their young in the nest, the funny puffins, pelicans, bald eagles, cranes and swarms of Canada geese and snow geese.

We were particularly impressed by several large herds of wood bison, also because they „besieged“ important thoroughfares. Of beavers, we have seldom seen more than their lodges rising from the water or the flood they have caused.

Wild strawberry has also surprised us, it grows practically everywhere in Canada, it often covers large areas. Similarly surprising was the variety of maple species. In the land of incredibly many lakes there are also many bogs. There we observed an amazing density of carnivorous plants. In the prairie, we were amazed that not only cereals and soybeans are grown there, but also flax. And who would have thought that tea is being grown on Vancouver Island and that bearded trees are growing there? A phenomenon is the crooked aspens in Saskatchewan. In New Brunswick and Prince Edward Island we were fascinated by fields of red and orange in autumn.

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Kanadier

Mehrfach haben wir von Kanadiern gehört, die Menschen in Neufundland seien ganz besonders freundlich. Das können wir bestätigen. Tatsächlich haben wir in ganz Kanada fast ausschließlich sehr rücksichtsvolle, freundliche und interessierte Menschen erlebt. Die in Europa weit verbreitete Aggression, insbesondere im Straßenverkehr, haben wir nur in einzelnen Fällen wahrgenommen. Kanadische Autofahrer drängeln nicht, sie halten großzügige Abstände, selbst LKW-Fahrer sind rücksichtsvoll.

Die heftige Aggressivität, von der wir permanent aus den USA hören, mit Rassenproblemen, Schießereien, Mord und Raub, war in Kanada nicht wahrnehmbar. Kanadier sind entspannt. Auch sie haben Gewehre, aber nur zur Jagd. Fischen und Jagen gehören zu den selbstverständlichen Freizeitbeschäftigungen, schließlich besteht das Land überwiegend aus Gewässern und Wildnis. Selten haben wir uns irgendwo so sicher gefühlt, wie in Kanada.

Und nie hatten wir auf einer Reise so viele Kontakte mit Menschen. Die Kanadier sind kommunikativ, neugierig und interessiert. Unser Wohnmobil ist in Kanada aufgefallen, einerseits weil es für dortige Verhältnisse klein und kompakt ist, andererseits durch seine dort „exotischen“ Fahrzeugkennzeichen. Das hat das Interesse vieler Kanadier geweckt, die fast alle einen Wohnanhänger oder Camper haben. Fachkundig haben manche erkannt, dass es eine handliche Alternative zu den in Nordamerika üblichen voluminösen Freizeitfahrzeugen (Recreational Vehicles / RV) ist. Ein paar wollten genau dies Modell kaufen. Einige haben das Länderkennzeichen „D“ für Dänemark gehalten, einige haben sich an ihre deutschen oder andere europäische Wurzeln erinnert.

Darüber und durch andere Impulse hatten wir viele Gespräche mit Kanadiern, die meistens von ihnen ausgingen. Und mit Englisch als Fremdsprache, die wir sicher beherrschen, waren unsere Voraussetzungen ganz gut für die Verständigung. Auch im französischsprachigen Québec sind viele Menschen des Englischen mächtig, sei es auch nur ein wenig. Und wenn sie erkannt haben, dass wir Ausländer sind, wurden die Englischkenntnisse ausgepackt.

 

In Québec haben wir die dort präsente französische Kultur genossen, insbesondere in Form von Lebensmitteln, an denen wir schon in Frankreich viel Freude hatten. Das Französische ist nicht auf Québec beschränkt. Die Atlantik-Provinzen Newfoundland and Labrador, Nova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island sind mehr oder weniger zweisprachig englisch und französisch. Dort gibt es französischsprachige Regionen. Auch Ontario ist zweisprachig. Besonders in Manitoba, aber auch in Saskatchewan und bis Alberta gibt es Regionen und einzelne Orte mit französischen Ortsnamen.

Im Süden von Manitoba wechseln sich französische und deutsche Ortsnamen ab. Weiter im Norden gibt es eine ukrainische Volksgruppe und eine isländisch geprägte Region. Thunder Bay (Ontario) am westlichen Ende des Lake Superior gilt als größte finnische Gemeinde außerhalb Finnlands. Das sind nur ein paar Beispiele von vielen. Kein Zweifel besteht daran, dass diese Menschen alle Kanadier sind, und die Provinzen werben mit den Besonderheiten dieser verschiedenen Kulturen.

In mehreren Provinzen haben wir regional oder in einzelnen Orten zwei- und dreisprachige Schilder gesehen, mit einer oder auch zwei verschiedenen indianischen Schriftzeichen. Überall in Kanada gibt es kleine und größere First Nation Reservate, offenbar selbst verwaltet.

 

Am Highway im Wood Buffalo National Park, zwischen Fort Smith und Hay River, hatte ich eine kurze, beeindruckende Begegnung. Auf einem der wenigen Parkplätze an der Straße habe ich den täglichen Müll in einen dort aufgestellten (bärensicheren) Müllbehälter entsorgt. Ein großer, moderner Geländewagen parkte dort schon. Der Fahrer, ein großer, stattlicher Mann, schätzungsweise etwa 70 Jahre alt, mit der Ausstrahlung eines Stammeshäuptlings, sprach mich an. Er war auf unseren ausländischen Camper aufmerksam geworden und wir kamen ins Gespräch. Dies sei irgendwie auch „seine Straße“, er habe mehrere Jahrzehnte an ihr gearbeitet. Er ist stolz auf seine Enkel, weil sie die Sprache seines Stammes beherrschen und dessen kulturelles Erbe fortführen. Auf seinem Smartphone zeigt er mir Fotos seines Hauses, ein schönes Haus. „Haben Sie schon mal Moschus-Ochse gegessen?“ fragt er mich. „Sehr lecker!“ Er zeigt mir Fotos eines von ihm erlegten Moschus im Tiefschnee, Fotos von erlegten Elchen und Karibus. „Alles Bio, ohne Hormone, nicht vergleichbar mit Fleisch aus dem Supermarkt.“ „Wie lange reicht solch ein Tier?“ frage ich. „Ein halbes Jahr isst die Familie vom Fleisch eines großen Tieres.“

english:

Canadians

Several times we have heard from Canadians that the people in Newfoundland are very friendly. We can confirm that. In fact, almost all over Canada we have experienced very considerate, friendly and interested people. The widespread aggression in Europe, especially in road traffic, we have only seen in individual cases. Canadian motorists do not jostle, they keep generous distances, even truck drivers are considerate.

The ferocious aggression we hear from the US constantly, with race problems, shootings, murder and robbery, was imperceptible in Canada. Canadians are relaxed. They too have rifles, but only for hunting. Fishing and hunting are natural recreational activities; after all, the country consists predominantly of water and wilderness. Rarely have we felt as safe anywhere as in Canada.

And never did we have so many contacts with people on a trip. The Canadians are communicative, curious and interested. Our motorhome has attracted attention in Canada, on the one hand because it is small and compact for local conditions, on the other hand because of its „exotic“ license plates. This has aroused the interest of many Canadians, almost all of whom have a caravan or camper. Expertly, some have recognized that it is a handy alternative to the usually bulky recreational vehicles (RV) common in North America. A few wanted to buy exactly this model. Some thought the country plate „D“ was for Denmark, some have remembered their German or other European roots.

By these, and through other impulses, we had many conversations with Canadians, mostly initiated by them. And with English as a foreign language, which we master safely, our conditions were quite good for comprehension. In French-speaking Québec, too, many people speak English, if only a little. And when they realized that we were foreigners, the English language skills were unpacked.

In Québec, we enjoyed the presence of French culture there, especially in the form of food, which we have enjoyed in France. French is not restricted to Quebec. The Atlantic provinces of Newfoundland and Labrador, Nova Scotia, New Brunswick and Prince Edward Island are more or less bilingual in English and French. There are French-speaking regions. Ontario is also bilingual. Especially in Manitoba, but also in Saskatchewan and Alberta there are regions and individual places with French place names.

In the south of Manitoba, French and German place names alternate. Further north there is a Ukrainian ethnic group and an Icelandic region. Thunder Bay, Ontario, on the western end of Lake Superior, is the largest Finnish community outside of Finland. These are just a few examples of many. There is no doubt that these people are all Canadians, and the provinces are promoting the characteristics of these different cultures.

In several provinces we have seen bilingual and trilingual signs with one or two different Indian characters either regionally or in individual places. Throughout Canada, there are small and larger First Nation Reserves, apparently self-governed.

On the highway in Wood Buffalo National Park, between Fort Smith and Hay River, I had a short, impressive encounter. On one of the few parking lots on the road, I disposed of the daily garbage in a (bear-proof) bin set up there. A large, modern AWD parked there already. The driver, a tall, stately man, estimated to be about 70 years old, with the charisma of a tribal chieftain, addressed me. He had become aware of our foreign camper and we started talking. This is somehow also „his road“, he had worked at it for several decades. He is proud of his grandchildren because they speak the language of his tribe and continue their cultural heritage. On his smartphone he shows me images of his house, a beautiful house. „Have you ever tasted musk ox?“ He asks me. „Very tasty!“ He shows me images of a musk ox he has hunted down in deep snow, images of hunted down moose and caribou. „All organic, without hormones, not comparable to meat from the supermarket.“ „How long does such an animal last?“ I ask. „For half a year, the family eats the meat of a big animal.“

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Kanadier oder was?

In vielen Gesprächen auf dieser Reise haben wir unsere Begeisterung für das wunderschöne Land geäußert. Und mit wenigen Ausnahmen wurde das beantwortet mit Sätzen wie: „Oh ja, Nova Scotia ist so schön / Ja, wo in Neufundland waren Sie denn schon? / Ja, Québec ist sehr schön.“ Das erste Mal, dass jemand auf das Wort ‚Kanada‘ reagierte, war nach eineinhalb Monaten Reise in Ontario.

 

Von Europa aus nehmen wir Kanada als ein riesiges Land wahr. Tatsächlich ist es eine Konföderation von Provinzen und (extrem dünn besiedelten) Territorien. Die haben viel mehr Kompetenzen, als z.B. die deutschen Bundesländer. Verkehr, Gesundheitssystem, Alkohol-Verkauf und vieles mehr sind in Kanada nicht einheitlich geregelt, sondern von einer Provinz zur nächsten unterschiedlich. Das ist durchaus auch für Reisende relevant. Die Einwohner orientieren sich daher wohl auch vorrangig an der Provinz, in der sie leben, sie sehen sich als Bürger von Alberta oder Manitoba etc. Ein wenig entsprechen die Provinzen den Staaten in der Europäischen Union, ihre Ausdehnungen sind sogar größer. Allerdings sind die kulturellen Unterschiede geringer. Die dominierende englische und die weit verbreitete französische Sprache schaffen auch mehr Gemeinsamkeit, als die Sprachenvielfalt in Europa.

english:

Canadians or what?

In many conversations on this trip, we expressed our enthusiasm for the beautiful country. And with few exceptions, that was answered with phrases like, „Oh yeah, Nova Scotia is so beautiful / Yes, where in Newfoundland have you been so far? / Yes, Québec is very beautiful. „The first time anyone responded to the word ‚Canada‘ was after a month and a half of travel in Ontario.

From Europe we perceive Canada as one huge country. In fact, it is a confederation of provinces and (extremely sparsely populated) territories. They have much more competences than e.g. the German Federal Lands. Traffic, healthcare, alcohol sales and much more are not regulated uniform in Canada, but vary from one province to another. This is also relevant for travelers. As a result, the inhabitants are primarily oriented towards the province in which they live, they see themselves as citizens of Alberta or Manitoba, etc. The provinces are somewhat similar to the countries in the European Union, and their dimensions are even larger. However, the cultural differences are smaller. The dominant English and the widespread French language also create more in common than the diversity of languages in Europe.

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Kunst und Skurriles

Unsere Hauptinteressen auf dieser Reise waren Landschaften und Natur. Und doch gehören zu den schönsten Erlebnissen künstlerisch gestaltete Orte und Kunst-Ereignisse:

Darüber hinaus hatten wir Vergnügen an skurrilen Weidezaunpfahl-Dekorationen mit:

  • Stiefeln in der Prärie von Saskatchewan,
  • Mützen am Cowboy Trail in Alberta und
  • Fahrrädern am North Cape von Prince Edward Island.

 

Diese sechsmonatige Reise war so erlebnisreich, dass wir für den Rückblick darauf noch einen dritten Teil produziert haben, mit einigen reisespezifischen und technischen Aspekten.

english:

Art and droll

Our main interests on this trip were landscapes and nature. And yet the most beautiful experiences include artistically designed places and art events:

In addition, we had fun with droll meadow fence post decorations with:

  • Boots in the prairie of Saskatchewan,
  • Caps at the Cowboy Trail in Alberta and
  • Bikes at the North Cape of Prince Edward Island.

 

This six-month journey was so eventful that, for the review, we produced a third part, with some travel-specific and technical aspects.

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Womo durch Kanada, Teil 3

 

Nach Planung und Verlauf der Reise im ersten Teil des Rückblicks sowie Natur und Kultur im zweiten Teil wollen wir in diesem letzen Teil auf reisespezifische und technische Aspekte eingehen.

Wohnmobil nach Übersee

Die Verschiffung unseres Womo hat SeaBridge organisiert. Die Firma haben wir als professionell erlebt, von der ersten online-Anfrage ein Jahr vor der Reise bis zur Freigabe zum Abholen des zurück transportierten Fahrzeugs aus dem Hamburger Hafen. Die Kommunikation mit ihr war jederzeit gut, schnell und zuverlässig. Viele detaillierte Informationen zu Inhalt des Wohnmobils, Abgabe im Hafen, Sicherheit auf dem Schiff, Abholung im Zielhafen etc. haben sehr geholfen, uns bei dem Abenteuer der Verschiffung des Campers eine gewisse Sicherheit zu geben. Das ist nicht selbstverständlich, wie unsere Recherche zu Alternativen gezeigt hat.

Da wir in Hamburg wohnen, war für uns der Hamburger Hafen als Start- und End-Hafen ideal. Durchgeführt wurden die Transporte mit RoRo-Schiffen der Reederei ACL. In Halifax konnten wir mit einem Tag Verspätung die Frachtpapiere für unser Wohnmobil bei der Spedition abholen. Beim Zoll am anderen Ende der Stadt mussten wir auf die Unterboden-Inspektion wegen Maul- und Klauenseuche warten. Die Abholung aus dem Hafenterminal verlief dann zügig. Dabei haben wir gern gesehen, dass an der Frontscheibe ein von außen deutlich lesbarer Hinweis auf Videoüberwachung im Schiff angebracht war.

english:

Camper through Canada, part 3

After planning and itinerary in the first part of the review as well as nature and cultural aspects in the second part, in this final part we want to focus on travel-specific and technical aspects.

Motorhome overseas

The shipment of our camper was organized by SeaBridge. We experienced the company as professional, from the first online inquiry one year before the trip to the pick up clearance of the returned vehicle from the port of Hamburg. Communication with them was always good, fast and reliable. Many detailed information on the content of the motorhome, delivery in the port, security on the ship, pick-up in the port of destination, etc. have helped a lot to give a certain security in the adventure of shipping the camper. This is not self-evident, as our research on alternatives has shown.

Since we live in Hamburg, the Port of Hamburg was ideal for us as a start and end port. The transports were carried out with RoRo ships of the shipping company ACL. In Halifax, we were able to pick up the freight papers for our motorhome at the forwarding company one day late. At customs at the other end of town, we had to wait for the underbody inspection for foot-and-mouth disease. The pick-up from the port terminal was then speedy. We were happy to see that the windshield had an externally legible reference to video surveillance in the ship.

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Versicherungen

Empfohlen wurde eine Transportversicherung, die für Schäden aufkommt, die im Hafen oder auf dem Schiff entstehen könnten. Versicherungsmakler Gerd Augustin in Hamburg hat uns über einen Assekuradeur das Wohnmobil für beide Transporte zu weniger als einem Drittel dessen versichert, was es bei Vermittlung durch SeaBridge gekostet hätte.

Die europäischen Kfz-Versicherungen gelten in Amerika nicht. Daher war eine amerikanische Fahrzeugversicherung erforderlich, deren Police bei evtl. Polizeikontrollen hätte präsentiert werden müssen. Aus intensiver Internet-Recherche in Reise-Foren und -Blogs etc. hatten wir Hinweise auf Alternativen zu der von SeaBridge vermittelten Versicherung. Die erwiesen sich alle als inzwischen obsolet. Wir waren letztlich froh über das Angebot von SeaBridge, obwohl es für ein halbes Jahr mehr gekostet hat, als einer der beiden Schiffstransporte. Das Fahrzeug war während der Reise in Deutschland angemeldet, daher bestand hier Versicherungspflicht. Eine Beitragserstattung hat unsere deutsche Kfz-Versicherung daher verweigert.

Auch unsere deutschen Krankenversicherungen zahlen nicht in Übersee. Für die Reisekrankenversicherung hatten wir Angebote, die überwiegend mehrere tausend Euro für sechs Monate kosten sollten. Die HUK Coburg hat uns zu 1,30 € pro Tag je Person versichert bzw. zu 1,20 € für Mitglieder der Barmer Ersatzkasse.

english:

Insurances

Recommend was a transport insurance that covers any damage that might occur in the port or on the ship. Insurance broker Gerd Augustin in Hamburg has insured the motorhome for both transports through an underwriting agent at less than a third of what it would have cost if intermediated by SeaBridge.

The European motor insurances do not apply in America. Therefore, an American vehicle insurance was required, of which the policy in a possible police check would have to be presented. From intensive Internet research in travel forums and blogs, etc., we had references to alternatives to the insurance brokered by SeaBridge. They all proved obsolete meanwhile. We were ultimately happy with SeaBridge’s offer, although for half a year it cost more than one of the two ship transports. The vehicle was registered in Germany during the trip, so there was compulsory insurance here. A contribution refund was refused by our German motor insurance therefore.

Our German health insurance, too, does not pay overseas. For the travel health insurance we had offers, which should cost mainly several thousand Euros for six months. The HUK Coburg insured us at 1.30 € per day per person or € 1.20 for members of the Barmer Ersatzkasse.

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Energieversorgung

Dankbar haben wir das Angebot von SeaBridge für einen Transformator angenommen, der die amerikanischen 115V auf 230V für unser Womo transformiert hat. Wir haben ihn nur sechsmal benutzt, aber ohne ihn hätten wir Probleme gehabt. Ein weiterer dankenswerter Service von SeaBridge ist ein Adapter aus Messing zum Anschluss amerikanischer Gasflaschen an deutsche Druckregler. Der Adapter wird in die Öffnung der Gasfasche geschraubt. Von Hand geht das allerdings nicht vollständig, er muss beim Einschrauben einen Widerstand überwinden. Dafür ist ein Werkzeug erforderlich, z.B. der passende Schraubenschlüssel, Kombizangen sind üblicherweise zu klein.

Wir haben eine Wasserpumpenzange benutzt, die auch beim Festschrauben des Gardena Schlauch-Steckverbinders gute Dienste geleistet hat. Für das Gardena-System, das wir an unserem Frischwasserschlauch benutzen, gibt es in Kanada in Baumärkten kompatible Komponenten zu kaufen. Wasserhähne mit Außengewinde sind in Kanada nach unserer Erfahrung ausschließlich 1/2″ (1/2 Zoll). Andere Steckadapter waren nicht erforderlich.

Gas benötigen wir in unserem Camper „nur“ zum Kochen, die Heizung läuft mit Diesel, der Kühlschrank elektrisch. Daher nutzen wir in Europa kein Propangas. Wir haben einen keinen Gasflaschenkasten, in dem nur eine 2,75 Kg Butangasflasche vom Typ R 907 der Firma CampinGaz (blaue Gasflasche) Platz hat. Zur Belüftung steht sie dort auf vier kleinen Füßen. In Amerika gibt es diese (Tausch-)Gasflaschen nicht.

Als Ersatz haben wir in Kanada eine 2,5 l Propangasflasche gekauft: 5 lbs Vapor Cylinder (im allgemeinen Sprachgebrauch „5-pounder“), offizielle Bezeichnung: 5# DOT Vertical ACME/OPD Cylinder. Sie hat Lüftungsöffnungen zwischen Behälter und Fuß, daher sind im Gegensatz zur blauen Flasche die Füße im Gasflaschenkasten entbehrlich. Glücklicherweise hatte CS-Reisemobile eine solche Gasflasche. Daher konnten sie rechtzeitig vor der Reise die Füße so modifizierten, dass sowohl die amerikanische als auch die blaue Flasche passt.

Propan ist in Kanada ein wichtiger Energieträger. Es ist daher fast überall (sehr preiswert) verfügbar, u.A. an vielen Tankstellen. Allerdings haben viele Verkaufsstellen nur Tausch-Gasflaschen. Außerdem gibt es Unterschiede in den diversen Provinzen. Die im technischen Supermarkt Canadian Tire in Bayer’s Lake bei Halifax gekaufte und gefüllte Flasche konnten wir in Neufundland bei Canadian Tire nicht auffüllen lassen.

english:

Energy supply

Thankfully we accepted SeaBridge’s offer for a transformer that transformed the American 115V to 230V for our camper. We only used it six times, but without it we would have had problems. Another thankworthy service from SeaBridge is a brass adapter to connect American gas cylinders to German pressure regulators. The adapter is screwed into the opening of the cylinder. By hand, this is not possible completely, it must overcome a resistance when screwing. This requires a tool, e.g. the right wrench, combination pliers are usually too small.

We have used a water pump pliers, which has also served well when tightening the Gardena hose connector. For the Gardena system we use on our freshwater hose, there are compatible components in Canada available in hardware stores. In Canada, in our experience, taps with male threads are 1/2 „(1/2 inch) in size, other plug adapters were not required.

Gas is needed in our camper „only“ for cooking, the heating is on diesel, the refrigerator is electric. That’s why we do not use propane gas in Europe. We have a small gas cylinder box with space for only a 2.75 kg butane cylinder, type R 907, of CampinGaz (blue gas cylinder). For ventilation, it stands there on four small feet. In America, these (exchange)cylinders are not available.

As a replacement, we bought a 2.5 liter propane cylinder in Canada: 5 lbs Vapor Cylinder (commonly called „5-pounder“), official name: 5 # DOT Vertical ACME / OPD Cylinder. It has air vents between the container and its base, therefore, unlike the blue cylinder, the feet in the gas cylinder box are dispensable. Fortunately, CS travel mobiles had one such gas cylinder. Therefore, in time for the trip they were able to modify the feet to fit both the American and the blue cylinder.

Propane is an important energy source in Canada. It is therefore available almost everywhere (very cheap), i.a. at many gas stations. However, many vendors have only exchange propane cylinders. There are also differences in the various provinces. The cylinder, bought and filled at the technical store Canadian Tire at Bayer’s Lake near Halifax, we were unable to get refilled at Canadian Tire in Newfoundland.

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Kraftstoff

Das Tankstellennetz in Kanada ist sehr gut. Allerdings führen viele Tankstellen keinen Diesel. In dünn besiedelten und abgelegenen Gegenden gibt es nur wenige Tankstellen, die Preise sind dort deutlich höher. Viele Tankstellen sind „unbemannt“, funktionieren ausschließlich mit Kreditkarten.

In einigen Provinzen war Diesel (zum Teil erheblich) billiger als Benzin. Generell sahen die Kraftstoffpreise in kanadischen Dollars ähnlich aus wie in Deutschland in Euro. Bei einem Wechselkurs von rund 1,50 CAN$ für 1 € waren die Preise also rund ein Drittel günstiger als Zuhause. Auf unserer Yukon-Reise hat das (nagelneue) gemietete Wohnmobil 25 l Superbenzin pro 100 km verbraucht, unser eigenes Womo auf dieser Reise rund 11,3 l Diesel. Die Differenz der Kraftstoffkosten zwischen gemietetem und eigenem Camper hat fast die Transportkosten über den Atlantik finanziert.

An einigen Tankstellen gibt es Zapfstellen, die als ‚Clear Diesel‘ und ‚Dyed Diesel‘ deklariert sind, manchmal ist nur die eine oder die andere Sorte gekennzeichnet. Daher hat es einige Zeit gedauert, bis wir verstanden haben, dass es sich um ungefärbten und eingefärbten Diesel handelt, letzterer vermutlich subventioniert und nur für autorisierte Nutzer verfügbar.

Die Qualität des Diesels ist nach unserer Erfahrung in Kanada recht unterschiedlich. Aus einem Reiseblog hatten wir den Hinweis, um ein Verrußen des Motors zu verhindern, sei es wichtig, dem Diesel beim Tanken ein Additiv zuzugeben. Das haben wir (unregelmäßig) getan. Tatsächlich wird eine große Auswahl solcher Additive angeboten (auch gegen das Gelieren des Diesels bei Frost). Nachdem wir das Additiv einige Zeit vernachlässigt hatten, qualmte unsere Dieselheizung höchst beunruhigend!

english:

Fuel

The gas station network in Canada is very good. However, many gas stations do not sell diesel. In sparsely populated and remote areas, there are only a few gas stations, the prices are much higher there. Many gas stations are „unmanned“, operate exclusively with credit cards.

In some provinces, diesel was (sometimes considerably) cheaper than gasoline. In general, fuel prices in Canadian dollars looked similar to those in Germany in Euros. With an exchange rate of around 1.50 CAN$ for 1 €, the prices were about one-third favourable than at home. On our Yukon trip, the (brand new) rented motorhome consumed 25 liters of premium gasoline per 100 km, our own camper on this trip about 11.3 liters of diesel. The difference in fuel costs between rented and own camper has almost financed the cost of transport across the Atlantic.

At some gas stations there are pumps declared ‚Clear Diesel‘ and ‚Dyed Diesel‘, sometimes only one or the other variety is identified. Therefore, it took us some time to understand that these are undyed and dyed diesels, the latter probably subsidized and only available to authorized users.

The quality of the diesel is quite different in Canada according to our experience. From a travel blog we had the hint to prevent engine sooting, it was important to add an additive to the diesel when refueling. We did that (irregularly). In fact, a wide range of such additives is offered (also against the gelling of the diesel in freezing weather). After we had neglected the additive for some time, our diesel heater smoked very alarming!

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Wasser-Ver- und Entsorgung

In Europa sind Tankstellen eine recht sichere Quelle zum Auffüllen des Frischwassertanks unseres Wohnmobils, in Kanada ging das absolut nicht. Keine kanadische Tankstelle hat außen einen Wasserhahn.

Aber: Die öffentliche Wasserversorgung erfolgt in vielen Orten nicht über Rohrleitungsnetze. Insbesondere für entlegene Häuser bzw. Wohngebiete und wohl auch in Regionen mit Permafrostböden wird Frischwasser in Tankwagen geliefert oder in Tanks selbst geholt. Dafür gibt es örtliche Wasser-Tankstationen. Viele davon haben außen einen normalen Wasserhahn. Vermutlich ist die Lagerung von Frischwasser in Tanks der Grund, dass dem Trinkwasser in Kanada so viel Chlorchemie zugesetzt wird, wie wir es kaum irgendwo sonst erlebt haben.

Wasserversorgung sowie Grau- und Schwarzwasser-Entsorgung für Camper ist selbstverständlich auch auf Campingplätzen möglich. Wenn man dort nicht übernachtet, wird auf vielen dieser Plätze für das Entsorgungen eine Gebühr erhoben. Wasser haben wir mehrmals kostenlos bekommen.

Es gibt auch öffentliche Entsorgungsstellen, meistens mit Frischwasserversorgung. Sie heißen ‚Sani Dump‘ bzw. ‚RV Sani Dump‘, manchmal auch ‚Dumping Station‘, französisch ‚Vidange‘. Aber Achtung: Gelegentlich wurden wir zur Müllkippe geschickt (‚Dump‘ bzw. ‚Dump Station‘). Ver- und Entsorgungsstellen haben wir bei Touristen-Informationen gefunden, an oder in National-, Provinz-, Regional- und örtlichen Parks, gelegentlich auf Tankstellen, in einzelnen Fällen bei Kläranlagen oder Wasserwerken.

Für die meisten Campingplätze, Parks und Info-Stationen gilt: Von September oder Oktober bis Mai sind sie geschlossen. Dann sind auch deren Ver- und Entsorgungsstationen geschlossen, Wasserleitungen abgesperrt oder unerreichbar. Im Herbst wurde es für uns immer schwieriger, Frischwasser zu bekommen. Einmal haben wir bei einem Wohnmobil-Händler gezapft, einmal hat uns eine Filiale von Canadian Tire „gerettet“, ein paarmal war in Parks im „Winterschlaf“ noch nicht überall das Wasser abgesperrt.

english:

Water supply and disposal

In Europe, petrol stations are a pretty safe source of refilling our camper’s fresh water tank, but in Canada they were absolutely not. No Canadian gas station has a tap outside.

But: The public water supply in many places is not via piping networks. Especially for remote houses or residential areas and probably also in regions with permafrost soils fresh water is delivered in tankers or fetched in tanks by the people themselves. For this there are local water stations. Many of them have a normal tap outside. Presumably, the storage of fresh water in tanks is the reason that so much chlorine chemistry is added to drinking water in Canada, as we have hardly experienced anywhere else.

Water supply and gray and black water disposal for campers is of course also possible on campsites. If you do not stay there, a fee will be charged on many of these sites for disposal. Water we got several times for free.

There are also public disposal points, mostly with fresh water supply. They are called ‚Sani Dump‘ or ‚RV Sani Dump‘, sometimes ‚Dumping Station‘, in French ‘Vidange’. But beware: Occasionally we were sent to the dump (or ‚Dump Station‘). We have found supply and disposal points at tourist informations, at or in national, provincial, regional and local parks, occasionally at gas stations, in some cases at sewage treatment plants or waterworks.

For most campsites, parks and tourist informations, they are closed from September or October to May. Then their supply and disposal stations are closed, water pipes shut off or out of reach. In the fall it became increasingly difficult for us to get fresh water. Once we tapped at an RV dealer, once a branch of Canadian Tire „saved“ us, a couple of times in parks in the „hibernation“ not yet everywhere the water was shut off.

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Camping

Camping ist in Kanada sehr beliebt, in Tourismusbroschüren wird es als eine der wichtigsten Freizeitaktivitäten geführt. Wir haben oft gescherzt, in Kanada gebe es so viele Campingplätze wie Einwohner. Das ist selbstverständlich übertrieben. Tatsächlich haben wir aber noch in keinem anderen Land so viele Campingplätze gesehen. Sie sind aber mit ganz wenigen Ausnahmen nur vier bis fünf Monate im Jahr geöffnet.

Wohnmobil-Stellplätze, wie sie in Europa weit verbreitet sind, kostenlos oder mit geringer Gebühr, mit wenig oder keiner Camper-Infrastruktur, haben wir in Kanada nicht gefunden. Auf vielen Rastplätzen an den Highways stehen „No camping“ oder „No overnight parking“ Schilder. Auf vielen anderen ist das Übernachten nicht verboten, eine Systematik ist nicht erkennbar. Grundsätzlich sind die Plätze von einer zur anderen Provinz sehr verschieden. Auf einigen haben wir übernachtet, gesehen haben wir weit mehr geeignete. Bootseinlassstellen haben sich für uns als Stellplätze sehr bewährt, in dicht besiedelten Gegenden Parkplätze an Grünanlagen und bei Sportplätzen. Mindestens fünfzehnmal haben wir unter bzw. nahe bei Leuchttürmen übernachtet.

english:

Camping is very popular in Canada and it is listed in tourist brochures as one of the most important leisure activities. We have often joked that in Canada there are as many campsites as there are inhabitants. This is of course exaggerated. In fact, we have not seen so many campsites in any other country. With only a few exceptions, however, they are only open four to five months a year.

Motorhome sites that are common in Europe, for free or for a small fee, with little or no camper infrastructure, we have not found in Canada. At many rest areas on the highways there are „No camping“ or „No overnight parking“ signs. On many others, the overnight stay is not prohibited, a system is not recognizable. Basically, the places are very different from one province to another. On some we have stayed overnight, we have seen far more suitable. Boat launches have proved very useful for us as pitches, in densely populated areas parkings at green areas and at sports fields. At least fifteen times we have stayed under or near lighthouses.

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Straßenzustand

Viele Straßen in Kanada sind in schlechtem Zustand. Frostaufbrüche und Schlaglöcher sind auch auf den wichtigsten Fernstraßen weit verbreitet. Auf den vielen Schotterstraßen muss selbstverständlich mit aufgewirbelten Steinen gerechnet werden. Aber asphaltierte Straßen sind häufig schlechter. Unsere neuen All Terrain Reifen haben sich dort bewährt. Und mit wenigen Ausnahmen sind wir die gesamten sechs Monate mit zugeschaltetem Allrad-Antrieb gefahren. Überhaupt war unser Wohnmobil, Typ Corona von CS-Reisemobile, bei dieser Langzeit-Belastung mit fast 37.000 km mal wieder genau richtig.

english:

Road condition

Many roads in Canada are in poor condition. Frost breaks and potholes are common even on major highways. Of course on the many gravel roads whirled stones must be expected. But paved roads are often worse. Our new All Terrain tires have proven themselves there. And with few exceptions, we drove the entire six months with all-wheel drive. In general, our motorhome, type Corona by CS travel mobiles, was just right for this long-term load with almost 37,000 km.

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Reiseführer, Karten und Touristen-Informationen

Der Straßenatlas für ganz Nordamerika, den wir in einem Fachgeschäft in Hamburg gesehen haben, war uns zu dick. So hatten wir für die Planung und unterwegs nur den kleinen ‚Canada road atlas / atlas routier‘ von MapArt mit rund 100 Seiten im Format Letter (etwas kleiner als DIN A4). Unsere Reiseführer ‚Kanada-Osten‘ und ‚Kanada-Westen‘ von Iwanowski’s waren gut. Vermutlich wären die von SeaBridge empfohlenen Führer von Reise Know How besser gewesen, weil sie Campingreisen mehr behandeln. In den einen wie den anderen kommen die Provinzen Manitoba und Saskatchewan gar nicht oder kaum vor.

Ganz wesentlich zum Erfolg unserer Reise haben die vielen Touristen-Informationen in Kanada beigetragen. Sie sind nur selten, insbesondere in British Columbia, mit dem uns vertrauten ‚i‘ gekennzeichnet. Üblich ist ein Fragezeichen: ‚?‘. Häufig leiten Schilder mit dem Zeichen an den Haupteinfallstraßen zur Info. Meistens heißen sie ‚Visitor Center‘. Sie geben detailliertes örtliches und regionales Infomaterial und Karten heraus, fast ausschließlich kostenlos. Im persönlichen Gespräch werden Fragen beantwortet, Hinweise und wertvolle Informationen gegeben sowie Unterkünfte und Campingplätze reserviert. Besonders gut sortiert, auch mit Material anderer Provinzen, sind die Infos im Flughafen Halifax und an den Hauptreiserouten jeweils an der ersten Ausfahrt nach einer Provinzgrenze. Bewährt hat sich für uns, frühzeitig Material zu sammeln, das erst Monate später gebraucht wurde. Im Herbst waren nämlich die meisten Infos geschlossen und somit kaum noch Material verfügbar.

english:

Travel guides, maps and tourist informations

The road atlas for all of North America, which we saw in a specialist store in Hamburg, was too thick for us. So for planning and on the way we had only the small ‘Canada road atlas / atlas routier’ by MapArt with about 100 pages in the format letter (slightly smaller than DIN A4). Our travel guides ‚Canada East‘ and ‚Canada West‘ by Iwanowski’s were good. Presumably the guides by Reise Know How, recommended by SeaBridge, would have been better off treating camping trips more. In each case the provinces of Manitoba and Saskatchewan are hardly covered or not at all.

Very much to the success of our trip contributed the many tourist informations in Canada. They are rarely, especially in British Columbia, marked with the familiar ‘I’. Usual is a question mark: ‘?’. Often signs with it at the main access roads lead to the info. Mostly they are called ‘Visitor Center’. They offer detailed local and regional informational material and maps, almost exclusively for free. In personal conversation, questions are answered, tips and valuable information are given, and accommodations and campsites are reserved. Particularly well sorted, also with material from other provinces, are the informations in the Halifax airport and at the main travel routes at the first exit after a provincial border. It has proven useful for us to collect material at an early stage, which was only needed months later. In the fall most of the informations were closed and thus hardly any material was available.

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Internet und WLAN / Wi-Fi

Nicht nur zum Bloggen brauchen wir auf unseren Reisen Zugriff auf mobiles Internet. Dafür haben wir einen mobilen WLAN Hotspot (mobile Wi-Fi: MiFi), etwas kleiner als ein Mobiltelefon. In Europa kaufen wir dafür im jeweiligen Reiseland eine prepaid SIM-Karte, die unterwegs aufgeladen werden kann. In Kanada war das nicht möglich. In einem Elektronik-Fachmarkt in Halifax haben die Fachleute einen Netzanbieter herausgefunden, mit dem unser Gerät wider erwarten im ganzen Land funktionieren würde. Der Versuch, uns dort für einen Vertrag anzumelden, scheiterte jedoch. Der sehr teure postpaid-Vertrag ist ohne kanadischen Pass nicht möglich, die noch erheblich teurere prepaid SIM-Karte nicht ohne kanadische Kreditkarte.

Also haben wir statt eigenem Online-Zugang öffentlich zugängliche WLANs genutzt. Das hat besser funktioniert als zunächst angenommen. Zwar mussten wir dafür unseren Tagesablauf ändern und tagsüber per WLAN ins Internet statt abends per MiFi. Aber wir haben dann festgestellt, dass es im ganzen Land erstaunlich viele freie WLANs gibt.

Die besten offenen WLANs hatten wir regelmäßig an den Touristen-Informationen sowie an öffentlichen Bibliotheken (Public Library), an der Bank of Montreal (BMO), Canadian Tire und der Fastfood-Kette A&W, manchmal auch an Supermärkten. Mit dem Smartphone kann man die Übertragungsrate am jeweiligen Standort ermitteln. Wer uns beobachtet hat, wie wir oft auf der Suche nach der stärksten Übertragungsrate auf Supermarkt- oder Bankparkplätzen von einem zum übernächsten Stellplatz und nochmal weiter gefahren sind, hat uns bestimmt für völlig abgedreht gehalten.

english:

Internet and Wi-Fi

Not only for blogging we need access to mobile internet during our travels. For this we have a mobile Wi-Fi hotspot (MiFi), a bit smaller than a mobile phone. In Europe, we buy a prepaid SIM card in the respective travel country, which can be charged on the way. That was not possible in Canada. At an electronics retailer in Halifax, the experts found out a network provider that would have our device work across the country. The attempt to sign up for a contract there failed, however. The very expensive postpaid contract is not possible without a Canadian passport, the much more expensive prepaid SIM card not without a Canadian credit card.

So instead of our own online access, we used publicly available Wi-Fi. That worked better than initially thought. Although we had to change our daily routine and access the Internet during the day via Wi-Fi instead of evenings by MiFi. But then we realized that there are a surprisingly lot of free Wi-Fi networks all over the country.

The best open Wi-Fi we regularly had at tourist informations, Public Libraris, the Bank of Montreal (BMO), Canadian Tire, and the fast food chain A&W, and sometimes supermarkets. With a smartphone you can determine the transmission rate at the respective location. Anyone who has watched us, as we often went in search of the strongest transfer rate on supermarket or bank parkings from one to the other slot and further again, has certainly considered us completely wacky.

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Top-Ziele und -Erlebnisse

Eine persönliche Hitliste der schönsten Ziele dieser Reise fällt nicht leicht, denn sie war nichts weniger als sensationell. Dennoch ragen einige Orte, Regionen und Routen heraus.

 

 

In Newfoundland and Labrador:

 

In Nova Scotia:

 

In New Brunswick:

 

In Prince Edward Island:

 

In Québec:

 

In Ontario:

 

In Manitoba:

 

In Saskatchewan:

 

In Alberta:

 

In British Columbia:

 

In den Northwest Territories:

 

Unsere emotionalsten Erlebnisse waren:

 

Damit ist der Bericht von unserer sechsmonatigen Kanada-Rundreise abgeschlossen.

 

Unsere besten Fotos aus Kanada präsentieren wir auf unseren persönlichen Foto-Internetseiten krim-gruettner.de und reinhardprinzmeier.de. Der Herumkommer hat die Leuchtturm-Sammlung auf seiner Internetseite um fast 150 Fotos von kanadischen Leuchttürmen erweitert.

english:

Top destinations and experiences

A personal hit list of the most beautiful destinations of this trip is not easy, because it was nothing short of sensational. Nevertheless, some places, regions and routes stand out.

In Newfoundland and Labrador:
In Nova Scotia:
In New Brunswick:
In Prince Edward Island:
In Québec:
In Ontario:
In Manitoba:
In Saskatchewan:
In Alberta:
In British Columbia:
In the Northwest Territories:
Our most emotional experiences were:

 

This completes the report of our All Canada trip.

 

We present our best images from Canada on our personel photo websites krim-gruettner.de and reinhardprinzmeier.de. The Aroundgetter has extended the lighthouse collection on hiswebsite with almost 150 images of Canadian lighthouses.

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